Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
31.07.2017

Triple-Gold für deutsche Dressur-Ponyreiter, Irland im Springen vorn, England und Frankreich in der Vielseitigkeit

Während die deutschen Pony-Dressurreiterinnen bei den Europameisterschaften in Kaposvár mit drei Goldmedaillen einmal mehr ihre Vormachtstellung eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, waren in den Springbewerben die Iren die großen Abräumer. In der Vielseitigkeit überzeugten Frankreich und Großbritannien.

Lucie-Anouk Baumgürtel sicherte sich in Kaposvár die sechste EM-Goldmedaille ihrer noch jungen Karriere. © FEI European Championships for Ponies 2017
Lucie-Anouk Baumgürtel sicherte sich in Kaposvár die sechste EM-Goldmedaille ihrer noch jungen Karriere.
© FEI European Championships for Ponies 2017
Deutschland hatte in den Dressurbewerben mit Lucie-Anouk Baumgürtel und Zinq Massimiliano FH die Titelverteidiger ins Rennen geschickt. Und die ließen sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Im Einzelbewerb hatte die 13-Jährige mit 77,366 Prozent ein Ergebnis vorgelegt, das bis zuletzt keiner der 62 Mitbewerber aus 18 Nationen überbieten konnte. In keiner Lektion fielen die Noten schlechter als Sieben aus, für den einfachen Wechsel und die Schlussaufstellung gab es sogar die Neun. Auf dem Silberrang landete mit 76,195 Prozent die Dänin Louise Christensen mit Vegelins Goya, die bereits in der Teamdressur als stärkste Konkurrentin der deutschen Reiter aufgefallen war. Mit Jana Lang und NK Cyrill (74,707%) ging auch die Bronzemedaille nach Deutschland.

Auch im Kürfinale am Sonntag, für das sich die besten 18 des Einzelbewerbes qualifiziert hatten, gab es kein Vorbeikommen an den deutschen Titelverteidigern. Baumgürtel und ihr aus Holsteiner Zucht stammende Falbe durchbrachen als einziges Paar die 80-Prozent-Marke. Mit ihrem Ergebnis von 81,55 Prozent verwiesen sie wie schon in der Einzelwertung Louise Christensen mit Vegelins Goya auf den Silberrang. Die Dänin hatte mit 79,6 Prozent richtig vorgelegt, für eine Goldene sollte es aber auch im dritten Anlauf nicht reichen. Auf dem Bronzerang landete Christensens Teamkollegin Sara Aagaard Hyrm mit dem im Rheinland gezogenen Der Harlekin B (v. Golden Dancer). Das Paar erzielte 77,4 Prozent.

Pech hatten Österreichs Ponyreiterinnen. Nach dem guten neunten Team-Platz wollte es in der Einzelwertung einfach nicht laufen, die Paare mussten sich deutlich unter ihren Möglichkeiten geschlagen geben. Einzig Corina Gosch konnte sich verbessern. Nach Platz 46 im Mannschaftsbewerb kam das Duo aus Niederösterreich im Individual mit 64,805 Prozent auf Rang 40, der gleichzeitig das beste österreichische Ergebnis markierte. Dahinter reihten sich Lilly Messner mit Helios B (64,463%, Platz 43), Helene Grabenwöger mit Avellino 64,439%) und Daria Hohenwarter mit Candyman (63%, Platz 51) ein.

„Unsere Mädchen sind allesamt schön geritten und haben sich sehr bemüht. Bei manchen hat vielleicht der letzte Mut zum Risiko und damit der Glanz in der Vorstellung gefehlt obwohl der Ritt an sich sonst fehlerfrei war. Andere haben stattdessen ungewohnte Patzer gemacht, die auf einem Championat wie diesem rigoros abgestraft werden“, erklärt Equipechefin Diana Wünschek. „Wenn das Pferd einmal im Kurzkehrt mit der Hinterhand stehenbleibt, geben die Richter anstelle der möglichen Sieben gleich eine Vier. Fehler wie diese sind in einem solchen Umfeld richtig teuer, denn sie schlagen sich zusätzlich auch noch in der Gehorsamsnote nieder. Hinzukommt das ganze Drumherum einer Euro, natürlich auch einschüchternd wirken kann, nicht nur auf die Reiterinnen, die das erste Mal dabei sind. Und schlussendlich darf man nicht vergessen, dass sie alle noch Kinder sind “, so Wünschek.
Harry Allen tritt mit seinem Sieg bei der Pony-EM in Kaposvár in die Fußstapfen seines älteren Bruders Bertram. © Andras Syzola | FEI
Harry Allen tritt mit seinem Sieg bei der Pony-EM in Kaposvár in die Fußstapfen seines älteren Bruders Bertram. Der inzwischen in der Allgemeinen Klasse hoch erfolgreiche Ire legte mit seinem EM-Titel in Bishop Burton (GBR) 2010 den Grundsein für seine internationale Spitzenkarriere.
© Andras Syzola | FEI

Iren im Parcours eine Macht

Den Mannschaftsbewerb der Pony-Springreiter entschieden die irischen U16-ReiterInnen für sich. Mit nur acht Strafpunkten nach drei Runden war der Equipe von Gary Marshall der Sieg sicher. Zwei Fehler mehr auf dem Konto hatten die Ponyreiter aus Großbritannien – für sie gab es Silber. Bronze ging an das Team der Niederlande, die zwölf Fehlerpunkte zu Buche stehen hatten.

Auch das Rennen um die Einzelmedaillen entschieden der irische Nachwuchs für sich. Der Sieg ging hier an Harry Allen, den jüngeren Bruder des irischen Spring-Stars Bertram Allen und Cassandra van het Roelhof, vor seiner Teamkollegin Kate Dervin und Cul Bun Mistress. Cora Hirn und Miskaun Harvey sicherten die Bronzedaille für Schweden.
Die neuen Europameister in der Pony-Vielseitigkeit kommen aus Großbritannein: Georgina Herrling SF Detroit © Zoltan Andrassy | FEI
Die neuen Europameister in der Pony-Vielseitigkeit kommen aus Großbritannein: Georgina Herrling SF Detroit
© Zoltan Andrassy | FEI

Busch-Gold für Großbritannien und Belgien

Neue Europameisterin der Ponyvielseitigkeitsreiter ist die 14-jährige Britin Georgina Herrling aus Oxfordshire mit ihrem erst achtjährigen Hengst SF Detroit (40,9). Auf dem Silberrang landete ihre Landsfrau Saffie Osborne (15) mit dem Schecken Little Indian Feather (42,8). Die Bronzemedaille ging an die Französin Liloi Lourde Rocheblave mit Voltair de Lalande (46,9), an die sich gleich zwei ihrer Teamkollegen auf den Plätzen vier und fünf anschließen. Damit war dem Team Tricolore die Goldmedaille nicht zu nehmen. Mit 141,60 Minuspunkten gewann Frankreich Gold vor Großbritannien (152,4) und Irland (170,2). Vierter wurde das niederländische Team (185,9).

ps
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier