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01.10.2010

Trockentauchen

Für die nächtliche Tomatenernte bedarf es zuweilen einer ganz speziellen Ausrüstung.

RI Trockentauchen © Shutterstock
© Shutterstock
Stirnlampen sind etwas sehr Praktisches. Man hat die Hände frei und muss dennoch nicht im Dunkeln tappen. Zum Beispiel, wenn man spätabends Tomaten ernten möchte zwecks Anfertigung eines Abendessens. Freie Hände und ein wenig Licht sind da ungemein hilfreich, um grüne von roten Paradeisern und diese wiederum von Nacktschnecken unterscheiden zu können. Was ich nicht bedacht hatte: Licht hat die Eigenschaft, Insekten anzuziehen, sie fliegen förmlich drauf. Die freien Hände sind insofern hilfreich, als ich sie zur Mückenabwehr benötige. Mit geschlossenen Augen sieht man nämlich trotz Stirnlampe relativ wenig.

Mund fest geschlossen halten und sehr vorsichtig einatmen empfiehlt sich ebenfalls. Zwei zusätzliche Hände für die Tomatenernte wären jetzt fein, sind aber gerade nicht vorhanden. Die Lösung: Augenschutz in Form einer Taucherbrille. Kurz streift mich der Gedanke an unseren Nachbarn (den mit dem Tonnenpferd, das wir übrigens noch immer nicht in Aktion gesehen haben…) – es könnte ihn beunruhigen, jemanden zur Anwohnerin zu haben, die nächtens mit Taucherbrille und Stirnlampe bewaffnet im Hochbeet wühlt. Zumal er heute Gäste hat, die fallweise den Garten aufsuchen, um zu rauchen oder nach den Sternen zu schauen. Soll ich mich erklären („Keine Sorge, ich bin harmlos – ich ernte nur gerade meine Tomaten“)? Lieber nicht. Andererseits: Seltsamer als das Tonnenpferd zwischen Gartenzwerg und Gartenhäuschen bin ich schließlich auch nicht. Noch nie was von Trockentauchen gehört?
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