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24.03.2016

UNESCO-Auszeichnung jetzt auch für Lipizzanergestüt Piber

Erst im Dezember hatte die UNESCO die Tradition der Reitkunst in der Spanischen Hofreitschule Wien als Welterbe anerkannt. Nun wurde auch die Wiege der österreichischen Lipizzaner, des Bundesgestüt Piber, als nationales immaterielles Kulturerbe gewürdigt.

Das jahrhundertealte Wissen um die Zucht der wunderbaren weißen Pferde im steirischen Gestüt Piber wurde zum nationalen immateriellen Kulturerbe der UNESCO ernannt. © Lipizzanergestüt Piber
Das jahrhundertealte Wissen um die Zucht der wunderbaren weißen Pferde im steirischen Gestüt Piber wurde zum nationalen immateriellen Kulturerbe der UNESCO ernannt.
© Lipizzanergestüt Piber
Der Lipizzaner ist die älteste Kulturpferderasse Europas – die europaweit einzige Repräsentationspferderasse, die seit der Renaissance ungebrochen nach traditioneller Art gezüchtet wird. Dahinter steht ein umfangreiches Wissen um Zucht, Haltung und Ausbildung der Pferde, das seit mehr als 400 Jahren von Generation zu Generation – im Wesentlichen mündlich – weitergegeben wird. Träger dieses Wissens sind in Österreich die MitarbeiterInnen des Lipizzanergestüts Piber, das seit 1920 Lipizzaner für die Spanische Hofreitschule in Wien züchtet.

„Das für die Zucht der Lipizzanerpferde notwendige Wissen bezieht sich auf Zuchtprinzipien, artgerechte Pferdehaltung und Aufzucht, pferdegerechten Umgang, auf an klassischen Grundsätzen angelehnten Methoden der Ausbildung, aber auch auf die Schulung des Auges und Maßnahmen der Selektion“ weiß Piber-Gestütsleiter Dr. Max Dobretsberger. Dieser Wahrnehmungs-, Verarbeitungs- und Schulungsprozess, der Jahre bis Jahrzehnte lange Ausbildung und Erfahrung voraussetzt, beginne bei der täglichen Arbeit im Stall und setze sich bis zu den Selektionsentscheiden und letztendlich bis zur Nutzung des Pferdes in der Hofreitschule fort. Aufzeichnungen zur Zucht werden seit mehreren hundert Jahren in Gestütbüchern gemacht. Dies erfolge bis heute nach alter Tradition handschriftlich und in zweifacher Ausführung.

Als Anerkennung dieser besonderen Tradition hat die UNESCO das jahrhundertealte Wissen um die Zucht der Lipizzaner im steirischen Gestüt Piber am Donnerstag zum nationalen immateriellen Kulturerbe ernannt. Es ist die zweite Auszeichnung der UNESCO innerhalb weniger Monate. Erst im Dezember war die Tradition der Klassischen Reitkunst und die Hohe Schule der
Spanischen Hofreitschule zum internationalen Kulturerbe der Menschheit ernannt worden. Entsprechend groß ist die Freude im Gestüt und an der „Spanischen“ über die neuerliche Würdigung. „Das ist eine wunderbare Anerkennung des Know-hows unseres großartigen Teams im Gestüt, das die jahrhundertealte Tradition der Lipizzanerzucht täglich mit viel Herz, Leidenschaft und Erfahrung hoch hält. Ein herzliches Danke an die UNESCO und an die großartige Mannschaft“, so Elisabeth Gürtler, Generaldirektorin der Spanischen Hofreitschule und des Lipizzanergestüts Piber.

Für Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter und Kulturminister Josef Ostermayer beinhaltet die Auszeichnung gleichzeitig jedoch auch einen Auftrag: „Die Aufnahme ist eine wichtige Würdigung und Anerkennung, gleichzeitig ist es aber auch eine Verpflichtung für uns, dieses wertvolle Kulturerbe weiter zu pflegen, zu erhalten und zugänglich zu machen“, sagte Ostermayer in einer Presseaussendung. „Die Lipizzaner sind heute lebendiges Wahrzeichen Österreichs und als edle Botschafter in aller Welt ein hervorragendes Beispiel für ,Best of Austria‘“, Dies gelte es auch für künftige Generationen sichern, so Rupprechter.
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