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31.01.2014

Umsatzsteuer: Gleiches Recht für alle!

Das Thema Umsatzsteuer lässt derzeit kaum jemanden in der Pferdeszene kalt, die einen - landwirtschaftliche Betriebe und deren Einsteller – fürchten sie, die anderen – gewerbliche Betriebe und deren Klientel – finden es nur gerecht, wenn rechtliche und steuerliche Bedingungen für alle gleich gestaltet werden.

Doch sind sie das mit Einführung der 20-prozentigen Umsatzsteuer für die Einstellpferdehaltung in bäuerlichen Betrieben? Immerhin konnten die gewerblichen Betriebe Investitionen von der Steuer absetzen– landwirtschaftliche Betriebe (allein für die Sparte Pferdehaltung) nicht, vor allem können sie diese nicht rückwirkend geltend machen. Was bedeutet, dass genau diejenigen, die sich in den vergangenen Jahren um eine Verbesserung ihres Betriebs bemüht und investiert haben, nun daraus Nachteile erleiden.

Heftig diskutiert wird auchdie geforderte Vorsteuerpauschale, man wittert eine neuerliche unzulässige Besserstellung der einen Partei gegenüber der anderen. Hier gilt es, mehrere Missverständnisse auszuräumen. Erstens: Sollte eine Vorsteuerpauschale gewährt werden, soll sie beiden zugestandenwerden, den gewerblichen wie den landwirtschaftlichen Betrieben. Und zweitens: Es wird damit niemandem etwas geschenkt, die Pauschale soll in erster Linie das Gegenrechnen der Mehrwertsteuern von Einnahmen und Ausgaben erleichtern. Noch hat der Finanzminister seine Unterschrift nicht unter eine entsprechende Verordnung gesetzt. Aber die Signale, die der neue Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter aussendet, lassen hoffen. Man sei, so der pferdeaffine Tiroler, um eine gemeinsame Lösung bemüht, es sei aber auch wichtig, dass man diese vor der EU rechtfertigen könne.

Dass man die Bedeutung des Themas nicht unterschätzt hat, zeigen zum Beispiel erste Abwanderungen burgenländischer Pferdebesitzer nach Ungarn. Wenn es gelingt, größeren Schaden von der österreichischen Pferdewirtschaft abzuwenden, so ist dies dem Engagement vieler zuzuschreiben, die auf das Problemaufmerksam gemacht und den Kontakt zu Entscheidungsträgern gesucht haben. Nicht zuletzt ist es auch dem OEPS zu verdanken, dessen Funktionäre vor allem im Hintergrund tätig waren, dort, wo die Entscheidungen reifen und fallen. Dass von den Bemühungen des OEPS wenig nach außen gedrungen ist, wie ihm in offenen Briefen vorgeworfen wird, ist bedauerlich. Aber letztlich zählt das Ergebnis.