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15.01.2014

Umsatzsteuer: Landwirtschaftsminister will schnelle Lösung für Betriebe

Die Reitergemeinde hat in Sachen Umsatzsteuerproblematik einen stimmgewichtigen Fürsprecher hinzugewonnen: Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) will sich für eine möglichst rasche Lösung des Problems einsetzen, das teilte der frischgebackene Ressortschef am Montag mit.

Landwirtschaftsminister Andrä Ruprechter ist zuversichtlich, dass es hinsichtlich der Umsatzsteuerpflicht für Bauern, die Pferde einstellen, eine schnelle und gute Lösung geben wird. © Tina Phillips
Landwirtschaftsminister Andrä Ruprechter ist zuversichtlich, dass es hinsichtlich der Umsatzsteuerpflicht für Bauern, die Pferde einstellen, eine schnelle und gute Lösung geben wird.
© Tina Phillips
Der Tiroler Agrarexperte, der bisher in der EU-Hauptstadt Brüssel tätig war, bezeichnet sich selbst als „leidenschaftlichen Reiter“ – entsprechend weiß er um die Ängste und Nöte, mit denen sich die Reiterwelt seit der Einführung landwirtschaftlicher Pferdeeinstellbetriebe in die Regelbesteuerung per 1.1.2014 konfrontiert sieht. Hier strebe er eine schnelle Lösung an, stellte der Neo-Minister bei einer Pressekonferenz am Montag klar. „Ich habe mit Finanzminister Michael Spindelegger diese Problematik besprochen und Vorschläge eingebracht. Ihm ist klar, welch sensibles Thema das ist und wir versuchen eine gemeinsame Lösung zu finden“, so Rupprechter.

Laut Umsatzsteuergesetz kann der Finanzminister durch seine Unterschrift Durschnittssätze für die Ermittlung der abziehbaren Vorsteuerbeträge – sprich Vorsteuerpauschalen – für Gruppen von Unternehmen verordnen. Vertreter der Pferdewirtschaft fordern seit Monaten die Einführung einer Vorsteuerpauschale in Höhe von 16 %. Diese sei reell auf Grundlage der durchschnittlichen Aufwendungen der Pferdebetriebe errechnet worden und brächte eine wesentliche Erleichterung. Wie Rupprechter betonte, sei es jedoch wichtig, einen Weg zu finden, den man später auch vor der EU rechtfertigen könne.

Für die Pferdewirtschaft ist eine möglichst rasche Lösung von großer Wichtigkeit. Schon vor dem Jahreswechsel soll es bereits zu regelrechten Umsiedelungswellen gekommen sein. PferdebesitzerInnen würden mit ihren Tieren nun immer zahlreicher in günstigere Betriebe wechseln, heißt es aus den Vereinen. Vor allem das Nordburgenland sieht sich von Abwanderungen ins benachbarte Ungarn bedroht – ein Szenario, das sich auch auf die übrigen Bundesländer, die an ehemalige Oststaaten grenzen, ausweiten könnte, so die Befürchtungen.

Quelle
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