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03.06.2014

Vergiftungsfälle in Meura: Zwei Junghengste sind über den Berg

Ein Monat ist es her, dass hoch giftiger Grünschnitt mit Thuja- und Buchsbaumresten auf einer Koppel des Haflingerstüts Meura in Thüringen (GER) entsorgt wurde. Vom anschließenden Massensterben blieb kaum eines der dort weidenden Tiere verschont. Lediglich zwei von ursprünglich zwanzig Junghengsten scheinen sich stabilisiert zu haben.

Es hätte der erste gemeinsame Weidesommer für die 20 Junghengste des Jahrganges 2013 werden sollen - nun sind nur noch zwei von ihnen übrig. © NK-Fotografie - Fotolia.com
Es hätte der erste gemeinsame Weidesommer für die 20 Junghengste des Jahrganges 2013 werden sollen - nun sind nur noch zwei von ihnen übrig.
© NK-Fotografie - Fotolia.com
Auch knapp ein Monat nach der Tragödie herrscht Fassungslosigkeit in Meura. Von den Tätern, die das Massensterben – entweder aus Absicht oder aus Ahnungslosigkeit – durch die Entsorgung eines Giftcocktails bestehend aus Gras, Thujen und Buchsbäumen, zu verantworten haben, fehlt weiterhin jede Spur.

Trotz sofortiger umfassender Behandlung starben 18 Haflingerhengste. Die beiden überlebenden Tiere werden derweilen immer noch intensiv medizinisch betreut. Mit Joghurt soll ihre angegriffene Darmflora wieder aufgebaut werden, dazu gibt es Mittel gegen die Krämpfe und Glukose für die lebensnotwenige Energie.

Was nach unzähligen Stunden des unermüdlichen Einsatzes zur Rettung der Tiere bleibt, ist die Hoffnung, dass sich wenigstens diese zwei von ursprünglich 20 Pferden, die ihren ersten Sommer auf der Koppel verbringen wollten, ohne bleibende Schäden erholen. Dennoch ist da auch die Angst, dass sich ein solcher Fall wiederholen könnte. Die Polizei hat eine dreiköpfige Ermittlungsgruppe für die Untersuchung des Vorfalls abgestellt. Noch wisse man nicht, ob es sich hierbei um einen vorsätzlichen Anschlag oder falsch verstandene Tierliebe handle, heißt es von Seiten der Ermittler. "Wir können im Moment nichts ausschließen", sagt Polizeihauptkommissar Eddy Krannich gegenüber „Die Welt“. "Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass der Grünschnitt nicht mit böser Absicht auf die Weide geworfen wurde." Man kann es nur hoffen.

Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der finanzielle Schaden auf über 100.000 Euro. Nach zahlreichen Anfragen hat man in Meura nun für alle, die dem renommierten Gestüt finanziell unter die Arme greifen wollen, ein Spendenkonto eingerichtet.

„Hilfe für die Meuraer Junghengste“
Haflinger Gestüt Meura
Kreissparkasse Saalfeld
BIC: HELADEF1SAR
IBAN DE73 8305 03
03 0001 1197 9
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