Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier
  • www.horsefeed-box.com © Archiv
15.03.2017

Verirrter Wunschballon kostet dreijährige Stute das Leben

Heliumgefüllte Ballons werden zu allen möglichen Anlässen in den Himmel geschickt. Sie sollen Wünsche erfüllen und Glück bringen - für Tiere können sie allerdings eine lebensbedrohliche Gefahr darstellen.

Die dreijährige Espoiro brach sich beide Beine und das Genick, nachdem sie sich am Bindfaden eines Wunschballon verschluckt hatte und in Panik davongestrümt war. (Symbolfoto) © Tierfotoagentur
Die dreijährige Espoiro brach sich beide Beine und das Genick, nachdem sie sich am Bindfaden eines Wunschballon verschluckt hatte und in Panik davongestrümt war. (Symbolfoto)
© Tierfotoagentur
Wenn bunte Ballons bei einem feierlichen Anlass zu Dutzenden in den Himmel steigen, sorgt das nicht nur bei kleinen Kindern für glänzende Augen. Ob Geburtstage, Heiratsanträge, Jubiläen oder Hochzeiten – für die hübschen Himmelsstürmer finden sich allerlei Anlässe, um sie mit einer Botschaft auf die Reise zu schicken. Sie sollen den Absendern Wünsche erfüllen und Glück bringen.

Nichts dergleichen brachte ein verirrter, heliumgefüllter Ballon der dreijährigen Ramiro-B-Tochter Espoiro. Für die angehende Parcourshoffnung der britischen Pferdezüchterin Jennifer Birthwistle endete das Aufeinandertreffen mit einem der bunten Parystars in einem traurigen Desaster.  

Im Stall trug Espoiro den Kosenamen Feisty. Aus dem Englischen übersetzt bedeutet das so viel wie „die Beherzte“. Der Name passte perfekt. Schon im Fohlenalter beeindruckte Espoiro ihre Züchterin durch ihre außergewöhnlich mutige und unerschrockene Art. Was als perfekte Eigenschaft für eine angehende Karriere als Springpferd schien, wurde der jungen Stute letztlich jedoch zum Verhängnis.

„Sie stand mit ihrer Mutter auf der Koppel nahe unseres Hauses und sollte dort sicher und wohlbehalten sein“, erinnert sich Birthwistle im Gespräch mit der DailyMail an den Unglückstag. „Aber dann fiel ein pinkfarbener Aluminiumballon vom Himmel und landete zusammen mit diesem dicken Bindfaden im Gras.“ Neugierig geworden, untersuchte Espoiro das unbekannte Objekt. Ein wenig zu intensiv, wie sich herausstellen sollte. „Sie hat den Bindfaden ins Maul genommen, darauf herumgekaut und ihn schließlich gefressen. Dabei verschluckte sie sich und drohte zu ersticken”, schildert die 77-Jährige den Vorfall.

Die Stute geriet in Panik und raste über die Koppel, den Rest der Schnur um den Hals gewickelt. Die Aluminiumfolie des Ballons selbst bedeckte Espoiros Kopf und nahm ihr die Sicht. Ohne zu wissen, wohin sie lief, krachte die Dreijährige in ihrer Angst in einen Zaun. Durch die Wucht des Aufpralls brach sie sich beide Vorderbeine und das Genick.

„Sie war ein bildschönes Pferd mit einem wunderbaren Wesen und einem makellosen Pedigree. Ihr Leben wurde ausgelöscht, bevor es überhaupt richtig begonnen hat. Das bricht mir das Herz. Sie war über 15.000 Pfund wert. Doch der finanzielle Verlust ist nichts gemessen an dem Schmerz, den wir angesichts ihres schrecklichen Todes empfinden.“

Für Jennifer Birthwistle sind Wunschballons nichts anderes als durch die Luft beförderter Abfall. „Lampions und Ballons aufsteigen zu lassen ist ein Akt egozentrischer Sentimentalität. Sie sind ein Trend, eine Modeerscheinung, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie weit weniger beliebt wären, wenn die Leute wüssten, was sie damit anrichten können.

ps