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11.03.2012

Vici Max-Theurer im Wechselbad der Gefühle

Nach einem sensationellen vierten Rang im Grand Prix beim CDI4* in Dortmund kam für Österreichs Dressur-Nummer-Eins der Rückschlag im Spécial.

Mit 77,29 Prozent gab es im Grand Prix von Dortmund für Vici Max-Theurer und ihren Augustin OLD eine neue persönliche Bestmarke. © Manfred Leitgeb
Mit 77,29 Prozent gab es im Grand Prix von Dortmund für Vici Max-Theurer und ihren Augustin OLD eine neue persönliche Bestmarke.
© Manfred Leitgeb
Dabei hatte das Wochenende beim Traditionsturnier in Dortmund bei dem auch das hochdotierte Finale der MEGGLE CHAMPIONS Dressurserie ausgetragen wurde, sehr vielversprechend begonnen. Der erste Start im neuen Jahr brachte Vici Max-Theurer und ihrem Oldenburgerhengst Augustin OLD mit 77,29 Prozent gleich eine neue persönliche Bestmarke ein, die im stark besetzten Feld Rang vier bedeutete. Trabtour, Schritt, Galoppwechsel, Pirouetten und auch die in der näheren Vergangenheit nicht immer gut gelungene Piaffen klappten an diesem Tag hervorragend. „Ein toller Tag! Augustin und ich haben uns im Viereck blind verstanden und perfekt harmoniert. Es hat richtig viel Spaß gemacht“,  freute sich die Achleitnerin über die gelungene Darbietung.

Platz eins im Grand Prix ging mit 81,170 Prozent an die dreifache Vize-Weltmeisterin Laura Bechtolsheimer (GBR) auf ihrem 17-jährigen Dänischen Warmblut Mistral Hojris vor der jungen Deutschen Kristina Sprehe und ihrem elfjährigen Hengst Desperados (79,894%) auf Rang zwei. Dritte wurde Ulla Salzgeber (GER), die mit Herzruf´s Erbe auf 78,298 Prozent kam.

Die ebenfalls nach Dortmund gereiste Renate Voglsang erritt im Sattel ihres 13-jährigen Florestan-Sohnes Fabriano Rang 16 (68,021) und konnte sich damit nicht für den Spécial, der den besten acht Paaren vorbehalten war, qualifizieren.

Rückschlag im Spécial

Der Spécial am Samstagabend verlief für Österreichs Top-Dressurpaar leider nicht mehr nach Wunsch. Bereits in der ersten Trabverstärkung sprang Augustin kurz in den Galopp an. Während das Paar kurz darauf die erste Piaffe noch annähernd sauber ausführte, kam es bei Piaffe Nummer zwei zu nicht ganz unbekannten Problemen. Erst ließ sich der zwölfjährige Oldenburgerhengst beim Beginn der Lektion sehr bitten, um dann nach wenigen Tritten seitlich auszubrechen. Auch die dritte Piaffe verlief ähnlich und kostete zusammen mit den verpatzten Einerwechseln wertvolle Punkte, die eine bessere Platzierung erfordert hätte. „Leider hat sich Augustin im Laufe des Abreitens aufgezogen und sich von der Kulisse der vollen Halle ablenken lassen, so dass er im Viereck dann nicht gut genug auf mich konzentriert war und sich einige Fehler und Unsauberkeiten eingeschlichen haben. So etwas kann man eben nicht trainieren“, analysierte die junge Dressurreiterin den Ritt. Dass die beiden es können, haben sie mit dem klasse Ergebnis im Grand Prix allerdings bewiesen. Grund genug für die 26-Jährige gewohnt optimistisch in die nächsten Turniere zu gehen.

Für einen Überraschungssieg im neuen olympischen Grand Prix Spécial sorgte Kristina Sprehe mit ihrem De Niro-Sohn Desperados. 81,978 Prozent gab es für die Final-Gewinnerin des Piaff-Förderpreises 2011, die sich damit gegenüber der favorisierten Britin Laura Bechtolsheimer und ihrem „Alf“ (81,04) durchsetzen konnte. Platz drei ging, wie schon im Grand Prix, an Ulla Salzgeber auf Herzruf’s Erbe.

Die neue, verkürzte Version Grand Prix Spécial stößt indes auf wenig Freude bei den Reitern. „Es war gut den neuen Special mal in einer Prüfung geritten zu haben und ich kann jetzt schon sagen – ich freue mich nicht auf das nächste Mal“, meinte etwa Ulla Salzgeber nach der Prüfung. Und auch Laura Bechtolsheimer fand, „das da alles sehr rasch auf einen zukommt, ich glaube, ich habe beinahe das Halten vergessen und so was kostet dann auch wertvolle Punkte“.
Kristina Sprehe und Desperados holten den Sensationssieg im Grand Prix Special. © Sportfoto Lafrentz
Kristina Sprehe und Desperados holten den Sensationssieg im Grand Prix Special.
© Sportfoto Lafrentz

Kür-Finale an Nadine Capellmann

Der Sieg in der Grand Prix-Kür des Internationalen Spring- und Dressurturniers von Dortmund ging an die zweifache Mannschaftsolympiasiegerin Nadine Capellmann (GER). Mit ihrer Stute Girasol erzielte sie 77,400 Prozent und verwies damit ihre Landsfrauen Anabel Balkenhol mit Rubins Royal (74,625 Prozent) und Uta Gräf mit Le Noir (73,900 Prozent) auf die Plätze zwei und drei. Renate Voglsang ritt mit Fabriano auf Rang sechs (70,675 Prozent).

Ergebnis Finale Meggle Champions - Grand Prix Spécial

1. Kristina Sprehe (GER) – Desperados - 81,97 Prozent
2. Laura Bechtolsheimer (GBR) - Mistral Hojris - 81,04
3. Ulla Salzgeber (GER) - Herzruf's Erbe - 79,00
4. Brigitte Wittig (GER) - Blind Date - 76,17
5. Monica Theodorescu - (GER) – Whisper - 75,91
6. Isabell Werth (GER) - Warum nicht FRH - 73,88
7. Dorothee Schneider (GER) - Diva Royal - 71,40
8. Victoria Max-Theurer (AUT) - Augustin OLD - 70,64

Ergebnis Meggle Preis CDI4* - Dressurprüfung Grand Prix

1. Laura Bechtolsheimer (GBR) - Mistral Hojris - 81,17
2. Kristina Sprehe (GER) – Desperados - 79,89
3. Ulla Salzgeber (GER) - Herzruf's Erbe - 78,29
4. Victoria Max-Theurer (AUT) - Augustin OLD - 77,29
5. Dorothee Schneider (GER) - Diva Royal - 75,31
6. Isabell Werth (GER) - Warum nicht FRH - 75,06
16. Renate Voglsang (AUT) – Fabriano - 68,021
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