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27.08.2014

Vici wird WM-Sechste!

Das kleine Pferdesportland Österreich agiert in der Normandie bisher in großer Form. Victoria Max-Theurer kam beim Grand Prix Spécial mit ihrem Augustin erneut auf den tollen sechsten Rang! Gold ging an Valegro und Charlotte Dujardin, Silber und Bronze nach Deutschland.

Sechster Platz bei Dressur-WM als Lohn für harte Arbeit: Victoria Max-Theurer und Augustin! © Tomas Holcbecher
Sechster Platz bei Dressur-WM als Lohn für harte Arbeit: Victoria Max-Theurer und Augustin!
© Tomas Holcbecher
Unfassbar! Sensationell! Zum Heulen! Dachte man nach dem tollen Ritt von Victoria Max-Theurer im Team-Grand Prix noch an eine einmalige Sensation ("Nach gestern glaubte ich, das war so ein Highlight, das ich nicht mehr erleben werde!"), so bewies die Achleitnerin bei der ersten Einzelentscheidung der Dressurreiter, dass sie derzeit in der Form ihres Lebens reitet. "Es war heute wirklich nicht einfach unmittelbar hinter Helen (Langehanenberg) in der stärksten Gruppe ins Stadion einzureiten. Als ich gestern die Startauslosung sah, hat mich nämlich kurz der Schlag getroffen: nach Valegro und Damon Hill! Aber ich hatte nichts zu verlieren und es ist wirklich spannend in dieser Weltspitze mitreiten zu dürfen. Das wird auch so bald nicht wieder kommen, das muss man jetzt einmal genießen!"
Ohne Fehler durch die Galopptour im GP Special. © Tomas Holcbecher
Ohne Fehler durch die Galopptour im GP Special.
© Tomas Holcbecher
Im Interview zeigte sie sich wie immer selbstkritisch: "Zwei kleine Fehler waren es, einmal beim Anpiaffieren, da hat er mit dem Kopf geschüttelt, ich weiß nicht, was ihn da irritiert hatte. Und dann ein kleiner Stolperer beim Trab an der langen Seite." Das bestraften die Richter und gaben im Durchschnitt lediglich 6,4, prominentere Reiter bekamen bei ähnlichen Hoppalas mindestens einen Punkt mehr!
Aber über solche Kleinigkeiten lohnte es nicht sich aufzuregen: "Ich bin echt beeindruckt wie Augustin das heute gemacht hat und bin sehr stolz auf ihn! Ich kann es noch gar nicht so recht glauben." Auf die Frage, wie man denn zweimal hintereinander so eine konzentrierte Leistung abliefern kann, lachte Vici nur: "Wie sind ja dazu da, dass wir 10 Minuten am Tag unsere Leistung bringen!" Nun hat Vici einen Tag Zeit dieses Wahnsinnserlebnis sacken zu lassen, dann geht es am Freitag in der Musik-Kür nochmals zur Sache, diesmal wieder zu italienischen Schlagern: "Die habe ich heuer schon ein paarmal geritten, die Kür ist mir so vertraut und ich freu mich auf sie!"
Und auch bei den Piaffen punktete Vici gewaltig. © Tomas Holcbecher
Und auch bei den Piaffen punktete Vici gewaltig.
© Tomas Holcbecher
Im Kampf um Edelmetall schien im Vorfeld der Sieg von Valegro schon festzustehen. Charlotte Dujardin konnte sich am Ende auch über die Goldmedaille freuen, aber es war ein hartes Stück Arbeit, bis der Sieg der Engländerin feststand. Denn Valegro mistete ausgerechnet beim Anpiaffieren und verhaute den anschließenden Übergang, außerdem gab es am Ende der Zweierwechsel noch einen schweren Fehler.
Konnte am Ende doch über Gold jubeln: Charlotte Dujardin auf Valegro! © Tomas Holcbecher
Konnte am Ende doch über Gold jubeln: Charlotte Dujardin auf Valegro!
© Tomas Holcbecher
Helen Langehanenberg durfte sich also - unmittelbar nach ihr reitend -berechtigte Hoffnungen darauf machen, die ewige Konkurrentin zu überholen. Damon Hill glänzte auch mit einer wunderschönen Tour, der eine oder andere kleine Fehler verhinderte aber, dass es am Ende nicht ganz nach vorne reichte und die Deutsche sich mit Silber zu begnügen hatte.
Silber an Helen Langehanenberg, Gold an Charlotte Dujardin und Bronze an Kristina Sprehe. © Tomas Holcbecher
Silber an Helen Langehanenberg, Gold an Charlotte Dujardin und Bronze an Kristina Sprehe.
© Tomas Holcbecher
Noch enger verlief der Kampf um Bronze, in dem sich Kristina Sprehe mit Desperado FRH gegen Adelinde Cornelissen und Parzival durchsetzte, für Sprehe gab es damit ihre erste Einzelmedaille bei einem großen Championat. Große Aufregung gab es um Cornelissens Ritt, den sie später als erlaubt (die 45 Sekunden waren vorbei) begann, wofür sie auch entsprechende Penaltypunkte erhielt. Aber auch ohne diesen Lapsus hätte die Niederländerin den Medaillenrang verpasst.
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