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11.04.2016

Vielseitigkeit: Österreichs junge Wilde überraschen in Kreuth

Platz zwei hinter Mannschafts-Olympiasiegerin Ingrid Klimke für Charlotte Dobretsberger, ein Sieg für Lea Siegl und insgesamt sieben Top-Ten-Plätze in drei Bewerben - die Bilanz der Österreicher beim internationalen Vielseitigkeitsturnier in Kreuth (GER) hätte erfreulicher nicht ausfallen können.

Charlotte Dobretsberger und Vally K mussten sich in der Ein-Sterne-Kurzprüfung von Kreuth lediglich Team-Olympiasiegerin Ingrid Klimke und ihrem Nachwuchspferd Weiße Düne geschlagen geben. © Fotoagentur Dill
Charlotte Dobretsberger und Vally K mussten sich in der Ein-Sterne-Kurzprüfung von Kreuth lediglich Team-Olympiasiegerin Ingrid Klimke und ihrem Nachwuchspferd Weiße Düne geschlagen geben.
© Fotoagentur Dill
„Hinter einer Ingrid Klimke Zweite zu werden, ist eine schöne Sache“, freute sich Charlotte Dobretsberger über ihr Spitzenergebnis in der Ein-Sterne-Kurzprüfung in Kreuth mit Vally K, einer siebenjährigen Hannoveraner Stute von Valentino x Freiherr. Seit einem Jahr hat die einstige Europameisterin der ländlichen Reiter die Dunkelfuchsstute aus dem Besitz von Susanna Kleindienst unter dem Sattel. Seither hat das Duo bereits zwei internationale Prüfungen auf Ein-Stern-Niveau gewonnen. Der zweite Rang in Kreuth ist ein weiterer schöner Erfolg in der noch jungen Karriere des Duos.

Den Grundstein für das Spitzenergebnis legten Dobretsberger und Vally K in der Dressur. 45,5 Punkte bedeuteten vorerst den siebenten Zwischenrang. Danach arbeitete sich das Duo stetig voran, denn sowohl im Gelände als auch im abschließenden Parcours leistete sich das Paar keinen Patzer, sodass das Dressurergebnis gleichzeitig das Endergebnis bildete.

Ihre weiße Weste behielt sich Charlotte Dobretsberger auch im Sattel ihres selbst ausgebildeten Holsteiner Hengstes Larifari. Mit ihm ritt die 26-Jährige Niederösterreicherin auf Rang fünf (50,20 Pkt.). Das starke Teamergebnis rundeten Katrin Khoddam-Hazrati und Oklahoma nach fehlerfreien Runden im Gelände und im Springen mit Platz vier (49,40 Pkt.) ab.
Lea Siegl (OÖ) ritt mit Fighting Line zu ihrem ersten Sieg auf internationalem Parkett. © Fotoagentur Dill
Lea Siegl (OÖ) ritt mit Fighting Line zu ihrem ersten Sieg auf internationalem Parkett.
© Fotoagentur Dill

Lea Siegl feiert Premierensieg

Fehlerfrei in Gelände und Parcours - das gelang auch der 17-jährigen Oberösterreicherin Lea Siegl. In der Sektion 2 (Reiter ohne Klassifikation) feierte die Tochter des vierfachen Staatsmeisters Harald Siegl mit der neunjährigen Fighting Line aus dem Besitz der Familie Mühlböck einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Platz eins mit 42,4 Punkten in der Dressur, danach fehlerfrei im Gelände und im Parcours. „Mein erster internationaler Sieg und ausgerechnet mein Papa, der immer für mich da ist, ist zum ersten Mal nicht mit dabei. Wir haben telefoniert, er war nervöser als ich“, lachte das OEPS Talente Team-Mitglied aus Hargelsberg bei Linz.


Harald Ambros nach Aufholjagd auf Platz neun

In der CIC2*-Prüfung glückte dem Oberösterreicher Harald Ambros mit Tralee Mine eine beeindruckende Aufholjagd. Nach der Dressur lag der zweimalige Olympiateilnehmer und EM-Zehnte von 2009 mit 48,4 Punkten nur auf Platz 23. Es folgte eine gelungene Geländeprüfung (7,2 Punkte), mit der sich das Duo auf Platz 15 vorarbeitete. Das abschließende Springen gelang mit fehlerfreier Bestzeit – Endrang neun.

„Das war ein sehr guter Saisonstart für Tralee Mine und mich. Im Gelände haben wir noch Reserven, das Springen war top. Platz neun in diesem starken Starterfeld – die gesamte deutsche Olympiamannschaft war hier, dazu noch der Schweizer Vogg (Anm.: wurde Zweiter) und der Japaner Oiwa (Anm.: Sechster) mit ihren Olympiapferden - das wertet unser Ergebnis auch auf“, sagte ein zufriedener Ambros.

Der Teamgeist stimmt

Österreichs neuer Bundesreferent in der Vielseitigkeit, Wolf Gunther Müller, der das heimische Team mit Tierärztin Dr. Sabine Täubel und Gelände-Expertin Lucinda Green am Turnierwochenende in Deutschland vor Ort unterstützte, zeigte sich von dem Auftreten seiner Schützlinge begeistert: „Die Österreicher greifen an!“ scherzte Müller. Vor allem der Teamgeist der heimischen Reiterinnen und Reiter habe ihn überzeugt. Zudem seien "sieben Top-10-Plätze in drei Bewerben eine starke Bilanz.“, resümierte er zufrieden.

OEPS/ps
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