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22.09.2013

Vienna Masters: Ben Maher und Adelinde Cornelissen sind die großen Sieger am Sonntag

Die Nummer 1 und die Nummer 3 der Welt triumphierten beim Rathausplatz-Finale: Ben Maher holte sich das LGT Vienna Masters der Springreiter und Adelinde Cornelissen blieb im Vienna Dressage Masters ungefährdet.

Schon im Vorjahr war Stefan Eder nur ganz knapp am Sieg im Vienna Masters vorbeigeschrammt und auch heuer hätte der Salzburger um ein Haar vor dem Wiener Rathaus einen ganz großen Sieg gefeiert. Wäre da diese eine Stange nicht gefallen... © Manfred Leitgeb
Schon im Vorjahr war Stefan Eder nur ganz knapp am Sieg im Vienna Masters vorbeigeschrammt und auch heuer hätte der Salzburger um ein Haar vor dem Wiener Rathaus einen ganz großen Sieg gefeiert. Wäre da diese eine Stange nicht gefallen...
© Manfred Leitgeb
Der Weltranglistenerste, Mannschaftsolympiasieger und Vize-Europameister Ben Maher gelang der gleichermaßen verdiente wie überlegene Sieg in der letzten hochdotierten Springprüfung des Wiener Rathaus-Wochenendes. In der alles entscheidenden Winning Round absolvierte der Brite mit Ulrico (der bis zum Vorjahr unter dem Kanadier Mario Deslauriers unterwegs war) als letzter von elf TeilnehmerInnen eine makellose Nullrunde und verwies Marcus Ehning (seines Zeichens die Nummer drei des Longines Rankings) und seinen eindrucksvollen Schimmelhengst Cornado NRW mit einer um fast zwei Sekunden schnelleren Zeit auf Rang zwei. Auf Platz drei landete mit Michael Whitaker und seiner Stute Elie van de Kolmen ein weiteres britisches Paar auf dem Podest.

Pech für unseren Stefan Eder, der sich souverän für die zweite Runde qualifiziert hatte: Seine Zeit mit Chilli van Dijk hätte leicht für den Sieg gereicht, ein Abwurf brachte ihm schließlich nur Rang sieben ein.
Schnell und fehlerlos: Ben Maher (GBR) und Urico © Manfred Leitgeb
Schnell und fehlerlos: Ben Maher (GBR) und Urico
© Manfred Leitgeb

Cornelissen-Sieg reine Formsache

Den krönenden Abschluss des Turniers, das im nächsten Jahr zum gleichen Termin in Szene gehen wird, bildete die Dressur-Grand Prix-Kür. Hier rehabilitierte sich Victoria Max-Theurer für ihre nicht ganz geglückte Grand-Prix-Vorstellung vom Freitag. Für ihre Darbietung mit Eichendorff zum bekannten Udo Jürgens-Medley bekam sie tolle 78,025 Prozent. Eine neue persönliche Bestmarke für das Duo, die gleichzeitig Rang drei bedeutete.
78,025 Prozent - neue persönliche Bestleistung für Vici und Eichendorff und Platz drei im Vienna Dressage Masters Finale © Manfred Leitgeb
78,025 Prozent - neue persönliche Bestleistung für Vici und Eichendorff und Platz drei im Vienna Dressage Masters Finale
© Manfred Leitgeb
Trainer Wolfram Wittig zur Leistung seines Schützlings: „Man muss Eichendorff gegenüber fair bleiben. Erstens ging er erst in der Vorwoche in der Staatsmeisterschaft und dieser Boden ist für ihn sicher nicht ideal. Aber generell war es heute wirklich wieder eine gute Runde.“ Und auch Vici selbst war sichtlich erleichtert, dass es so schön lief: „Heute bin ich wirklich gut zum Reiten gekommen, das ist unsere höchste Kür-Wertung, die wir je erreicht haben und das in diesem Klassefeld. Da ist es an der Zeit auch einmal Danke zu sagen, meinem Team, meinen Eltern und meinem Trainer, Wolfram Wittig, ohne deren Unterstützung solch ein Erfolg nicht möglich wäre."

Umgekehrt lief es hingegen für Isabell Werth, deren El Santo wieder einige Ungehorsamkeiten zeigte – mit 78,500 Prozent und Platz zwei kam sie dabei noch gut weg.

Erneut eine feine Vorstellung präsentierte Renate Voglsang mit Fabriano. Besonders die Zweierwechsel auf gebogener Linie und die daran unmittelbar anschließenden Einerwechsel mit gleichzeitigem Handwechsel beeindruckten. „Ich reite die Kür seit einem Jahr. Man muss sich halt was einfallen lassen, sonst gewinnt man auf diesem Niveau keinen Blumentopf,“ meinte Voglsang über das ungewohnte Element in ihrer Kür, das harte Arbeit erfordert. Leider gab es bei den weiteren Einerwechseln einen lauten Schepperer im Publikum, der den 14-jährigen Florestan-Sohn irritierte, der einzige Fehler in seiner Kür. Nach Platz vier im Grand Prix war es damit Platz fünf für die österreichische Dressur-Nummer-Zwei!

Das Beste kam dann zum Schluss, nämlich Adelinde Cornelissens beinahe makellose Vorstellung mit Parzival. Der Sieg der Nummer drei der Longines Weltrangliste war tatsächlich reine Formsache. Die fünf Richter hatte dafür eine Wertung von 85,300 Prozent parat. Mit Dressurkunst vom Feinsten gingen vier Tage großer Sport zu Ende.

Trotz der teilweise schwierigen Bedingungen der Vortage waren sich die ReiterInnen einig, dass Reitsport auf dem Wiener Rathausplatz etwas ganz Besonderes ist: "Wir Dressurreiter hoffen, dass es dieses Turnier noch lange, lange gibt", meinte auch Vici  Max-Theurer.
Strahlende Siegerin im Dressage Masters Finale: Adelinde Cornelissen (NED) mit Mevisto-Geschäftsführer Gerald Reiter und Mitorganisator Benedikt Domaingo © Manfred Leitgeb
Strahlende Siegerin im Dressage Masters Finale: Adelinde Cornelissen (NED) mit Mevisto-Geschäftsführer Gerald Reiter und Mitorganisator Benedikt Domaingo
© Manfred Leitgeb

Puck von fliegendem Franzosen ausgebremst

Weltranglistenpunkte gab es auch am Nachmittag im Joker-Springen zu holen. Und hier zeigte Gerfried Puck das ganze Potential seines Glock’s Wibo B. In 48,26 Sekunden absolvierten die beiden eine fehlerfreie Runde, die auch für den Sieg gereicht hätte – hätte es nicht den amtierende Europameister Roger Yves Bost am Start gegeben. Denn der immer nach vorne reitende Franzose fegte mit Castle Forbes Cosma in seinem unverwechselbaren Stil durch den Parcours und holte sich am Ende noch einen ganz klaren Sieg.

Puck bilanzierte dennoch positiv: „Gestern im GCT-Springen war der Fehler am vorletzten Sprung auch meine Schuld, weil ich vielleicht das Tempo ein wenig zu viel raus genommen habe. Aber Balou Blom ist erst neun und ein Jahr bei mir. Man sieht nach diesem Parcours, da ist für die Zukunft einiges drin. Mit Wibo habe ich mir überlegt eventuell im Vienna Masters zu starten, aber mich dann doch für das Joker-Springen entschieden. Bosty zeigte einen Harakiri-Ritt, aber damit muss man bei ihm immer rechnen.“

Erfreulich für die heimischen Farben, dass sich mit Julia Kayser und ihrem Sterrehof’s Cayetano Z auf Rang elf eine weitere Österreicherin unter die Platzierten kam.
Weltklasse-Reitsport vor dem Wiener Rathaus: An diesen Anblick könnten wir uns gewöhnen! © ph.Stefano Grasso/Longines Global Champions Tour
Weltklasse-Reitsport vor dem Wiener Rathaus: An diesen Anblick könnten wir uns gewöhnen!
© ph.Stefano Grasso/Longines Global Champions Tour

Eine Sixt, ein Sieg

Eröffnet wurde der Vienna Masters Finaltag mit einem nationalen Ponyspringen um den Preis der LGT. Johanna Sixt legte mit ihrer neunjährigen Ponystute Lilly Vanilly im Stechen eine feine Runde hin und holte sich in 33,58 Sekunden ihren dritten Vienna Masters Sieg!

Und auch im Lenz Moser Preis gab es einen heimischen Erfolg, allerdings gegen internationale Gegnerschaft. Die Steirerin Gudrun Pirker (St) holte ihn sich im Sattel ihrer 14-jährigen Stute Alpenspan Citadelle gegen elf Paare im entscheidenden Stechen.

Alle Ergebnisse im Detail gibt's hier.
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