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21.09.2013

Vienna Masters: Daniel Deußer siegt im Glock’s Championat

Das Regenwetter sorgte auch am Freitagabend für heftige Diskussionen unter den SpringreiterInnen. Unbeeindruckt davon blieb der derzeit in Hochform reitende Daniel Deußer, der sich in einem 7er-Stechen mit Fyloe v/h Claeyssenhof das Gaston Glock’s Championat von Wien holte.

Daniel Deußer zeigte sich beim Glock"s Championat of Vienna einmal mehr in Bestform. Zur Belohnung für zwei fehelrfreie Ritte gab"s für den Deutschen den Siegerscheck in der Höhe von 19.470 Euro. © Stefano Grasso/Longines Global Champions Tour
Daniel Deußer zeigte sich beim Glock"s Championat of Vienna einmal mehr in Bestform. Zur Belohnung für zwei fehelrfreie Ritte gab"s für den Deutschen den Siegerscheck in der Höhe von 19.470 Euro.
© Stefano Grasso/Longines Global Champions Tour
Die Kritik der Aktiven über die grenzwertigen Verhältnisse im Viereck, welche durch die weiterhin andauernden Regenfälle entstanden waren, richtete sich dabei nicht so sehr an die Veranstaltergruppe aus Österreich, sondern vielmehr an GCT-Chef Jan Tops und sein Team. Offenbar vertrat man die Meinung, dass ein Mann wie Tops, der sich 11 Mio. Euro für ein Springpferd leisten kann, auch genug Mittel zur Verfügung haben sollte um für einen entsprechenden Parcoursuntergrund zu sorgen.

"Es ist nicht so schlimm wie es ausschaut", erklärte Mitorganisator Thomas Frühmann gegenüber der APA und wurde darin vom britischen Springreiterinstitution Michael Whitaker bestätigt: "Nein, gefährlich war es nicht", meinte dieser im Interview. Nichtsdestotrotz ist das Veranstalterteam in höchstem Maße bemüht, für den Hauptbewerb am Samstagabend bessere Bedingungen zu schaffen. Man wolle ein Wasser bindendes Granulat aufbringen und den Platz wegen der weiteren befürchteten Regenfälle abdecken, so Frühmann.
Wurde ihrer Favoritenrolle gerecht: Adelinde Cornelissen (NED) © Kit Houghton - FEI
Wurde ihrer Favoritenrolle gerecht: Adelinde Cornelissen (NED)
© Kit Houghton - FEI

Cornelissen gewinnt, Voglsang beste Österreicherin

Mit den nassen Bodenverhältnisse mussten auch die neun internationalen Dressurreiter zurecht kommen, die im 4*-CDI antraten. Am Ende führte kein Weg an der Niederländerin Adelinde Cornelissen mit ihrem mächtigen Fuchswallach Jerich Parzival vorbei. Die Weltmeisterin, Silber- und Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von London, sowie vierfache Europameisterin wurde ihrer Favoritenrolle als aktuelle Nummer drei der Welt mehr als gerecht. Trotz eines dicken Patzers in der letzten Piaffe auf der Mittellinie gewann sie doch recht klar mit 77,298 Prozent vor der fünffachen Olympiasiegerin, sechsfachen Weltmeisterin und vierzehnfachen Europameisterin Isabell Werth. Die Deutsche ritt ihren zwölfjährigen Ehrentusch-Sohn El Santo NRW zum ersten Mal nach einer achtmonatigen Verletzungspause, die beiden erhielten nach einer feinen Runde 74,830 Prozent. Hauchdünn war es im Kampf um Rang drei, der schließlich an Christoph Koschel auf Rostropowitsch NRW (71,915%) ging. Nur 0,021 % dahinter klassierte sich Renate Voglsang mit Fabriano. „Das war die beste Runde, die er heuer gedreht hat,“ strahlte die gebürtige Münchnerin im Nieselregen. Ein Fehler in den Einerwechseln und eine verpatzte Pirouette verhinderten für Österreichs Dressuraushängeschild Victoria Max-Theurer und Eichendorff einen besseren Rang als den sechsten. Wie stark das Teilnehmerfeld war, beweist die Tatsache, dass Pia Fortmüller (CAN) als Letzte auch noch 68, 191 Prozent erhielt.

Daniel Deußer souverän

Im Gaston Glock’s Championat Vienna erreichten nach dem Verzicht einiger Top-Leute wie Steve Guerdat (SUI), Ben Maher (GBR) und Kevin Staut (FRA) dann doch noch sieben Reiter das entscheidende Stechen. Und hier bewies Daniel Deußer, dass er derzeit in absoluter Hochform agiert. Mit dem erst achtjährigen Fyloe v/h Claeyssenhof blieb er ebenso wie der Däne Sören Pedersen mit Tailormade Cavetta (0/42,68) unter dem Sattel ohne Abwurf, allerdings mit einer um genau 1,5 Sekunden besseren Zeit (0/41,18). Rang drei ging an den schnellsten Vier-Fehler-Ritt im Stechen, den der Niederländer Harrie Smolders im Sattel seiner Regina Z in den Parcours legte (4/39,4). Für Österreichs Springreiterinnen gab es in diesem Weltranglistenspringen leider nichts zu holen, Julia Kayser klassierte sich als beste Reiterin auf Platz 18.
Daniel Deußer © Stefano Grasso/Longines Global Champions Tour
Daniel Deußer
© Stefano Grasso/Longines Global Champions Tour

Übersee-Reiterinnen tonangebend in der Silber- und Bronzetour

In der Silbertour sah das Publikum bei freiem Eintritt einen neuerlichen Sieg der US-Reiterin Cloe Hymowitz, diesmal mit Bon Vivant. Für Österreichs Farben belegte der Wiener Zayd Kuzbari (Carango M) den neunten Platz. Und auch in der Goldtour ging der Siegerscheck nach Übersee, nämlich an die junge kanadische Amazone Kara Chad mit ihrem zehnjährigen Wallach Alberto II. Sehr erfreulich die neuerlich feine Leistung von Vize-Staatsmeisterin Nina Brand, die mit ihrem zwölfjährigen Schimmelhengst Calme P auf dem dritten Platz landete.

Gelungene Pony-Premiere

Wer sich frühmorgens zum Rathausplatz begab, konnte eine Vienna Masters Premiere erleben. Erstmals zeigte der internationale Pony-Dressurnachwuchs sein Können, den Sieg holte sich die junge Deutsche Nadine Krause mit ihrem in Westfalen gezogenen Ponyhengst Danilo. Für Österreich hielt Wiens Nicola Louise Ahorner mit Mad Max We auf Rang fünf die heimische Fahne hoch.

Alle Ergebnisse im Detail können Sie hier nachlesen.
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