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16.08.2011

Vier Verletzte bei Fiaker-Unfall

Bei einem Unfall mit einem Fiakergespann sind am Dienstag auf dem Kapitelplatz in der Stadt Salzburg vier Personen leicht verletzt worden.

Fiaker in Salzburg © Raphael Schön
© Raphael Schön
(APA) Wilde Szenen spielten sich am Dienstagnachmittag in der Salzburger Altstadt ab. Ein Pferdegespann raste führungslos über den Kapitel- und den Residenzplatz, ehe es bei den Torbögen zum Domplatz stecken blieb. In dem Fiaker hatte sich eine vierköpfige Familie aus den Niederlanden befunden, die während der wilden Fahrt Todesängste ausstehen musste. Die Insassen des Fiakers kamen mit dem Schrecken davon, sie blieben unverletzt, teilte die Polizei mit.

Gespann überrollte Kutscher

Die Urlauber wollten vom Residenzplatz aus eine Fiakerfahrt unternehmen und bestiegen das Gespann. Der Kutscher war noch nicht auf dem Kutschbock, als die Pferde nervös wurden. Er habe noch versucht, die Tiere zu beruhigen, doch diese seien durchgegangen und hätten den Mann überrollt, schilderte Anton Schentz von der Pressestelle der Polizei den Vorfall. Der Kutscher erlitt Kopfverletzungen und war bewusstlos.

Zwei Passanten wurden nur leicht verletzt

Die Pferde liefen mitsamt der Kutsche in Panik über den Kapitelplatz, drehten dort eine Runde und liefen erneut zum Residenzplatz, wo sie ebenfalls eine Runde um den Platz liefen. Erst bei den Torbögen zum Dom blieb das Gefährt stecken. Auf beiden Plätzen hielten sich zahlreiche Einheimische und Touristen auf. Eine Italienerin mit zwei Kindern und ein Bub wurden durch das vorbeifahrende Gespann leicht verletzt. Es grenze an ein Wunder, dass bei dem Vorfall nicht mehr passiert sei, hieß es bei der Polizei.
Der Kutscher wurde mit Kopfverletzungen vom Roten Kreuz ins Unfallkrankenhaus eingeliefert, die anderen Verletzten wurden im Landeskrankenhaus versorgt. Auch dem Roten Kreuz bescherte der Vorfall Hochbetrieb. Viele Passanten, die das führerlose Gespann und die in Panik schreienden Urlauber beobachtet hatten, riefen bei der Rettung an, um die Einsatzkräfte zu alarmieren.

Quelle: APA
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