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03.08.2013

Volti-EM: Die rot-weiß-rote Party geht weiter

Die Heim-EM im Pferdesportpark Magna Racino gerät immer mehr zum Festival der österreichischen Voltigierer. Nach überzeugenden Leistungen der Junioren meldeten am gestrigen dritten Tag auch Pas-de-Deux Weltmeister Lukas Wacha und Jasmin Lindner starke Ansprüche auf den Titel in der Allgemeinen Klasse an.

Weiterhin unangefochten an der Spitze: Juniorin Daniela Fritz © Daniel Kaiser
Weiterhin unangefochten an der Spitze: Juniorin Daniela Fritz
© Daniel Kaiser
Lediglich im Damenwettbewerb der allgemeinen Klasse konnte sich bislang keine rot-weiß-rote Vertreterin auf einer Spitzenposition behaupten. Die erfahrene Dänin Rikke Laumann führt auch nach der Kür mit über zwei Zehntel Punkten Vorsprung. Anna Cavallaro (ITA) und Titelverteidigerin Joanne Eccles (GBR) sind ihr auf den Fersen. Beste Österreicherin ist nach zwei von vier Umläufen die 20-jährige Franziska Fieg, gefolgt von Teamkollegin Jasmin Gipperich. Das Tiroler Gespann hat auf Wolke Sieben (Longe: Gregor Stöckl) aber noch gute Chancen auf einen Sprung nach vorn, denn das Damenfeld liegt dicht beieinander.

Csandl auf Mediallenkurs

Bei den Herren könnte Stefan Csandl seine erste Championatsmedaille holen. Der 25-jährige Niederösterreicher musste auf Waimar CH (Barbara Zürcher) zwar seinen zweiten Platz nach der Pflicht an den Deutschen Erik Oese abtreten, steht aber im Gesamtklassement weniger als ein Zehntel Punkt hinter dem Vize-Weltmeister. Csandl bekam auf seine ausdrucksstarke Choreografie zur Musik von „At last“ von Etta James mit 8,404 Punkten die viertbeste Wertung. An der Spitze thront weiterhin der Franzose Jacques Ferrari, der mit 8,587 Punkten auch die beste Kür in den Zirkel zauberte. Auf Platz vier steht Ferraris Teamkollege, der amtierende Weltmeister und Weltcup-Gesamtsieger Nicolas Andreani.

Fritz und Rahimi weiter ungeschlagen

In den Einzelwettbewerben der Junioren wurden die Stars aus Österreich auf Royal Salut (Manuela Barosch) ihrer Favoritenrolle gerecht. Daniela Fritz siegte auch im dritten der vier Umläufe. Sie geht somit als klar Führende ins Finale, ebenso wie im vergangenen Jahr im slowakischen Pezinok. Damals patzte sie jedoch und musste das bereits sicher geglaubte Gold noch an ihre Teamkollegin Anais Kristofics-Binder abtreten. In diesem Jahr will sie nun endlich zu ihrem zweiten U18-Titel voltigieren. Ebenso wie Ramin Simon Rahimi, der bislang ebenfalls alle drei Teilprüfungen für sich entscheiden konnte.

Wacha und Lindner greifen nach Gold

Mit Spannung erwartet wurde der Pas-de-Deux-Wettbewerb. Und auch hier setzten sich am Ende die Gastgeber an die Spitze. Lukas Wacha und Jasmin Lindner, die im vergangenen Jahr bei der WM-Premiere in Le Mans sensationell zu Gold voltigiert waren, konnten auch diesmal die starke Konkurrenz hinter sich lassen. Auf Elliot – longiert von Klaus Haidacher – turnten sie sich zu Klängen von „Heart’s a mess“ in die Herzen der Zuschauer. Das „Tiroler Traumpaar“ – wie es in Ebreichsdorf genannt wird – hat dabei für das Finale am Sonntag sogar noch Reserven. Da wirkt der Vorsprung von zwei Zehntel Punkten auf die Eccles-Schwestern Joanne und Hannah aus Großbritannien fast schon beruhigend. „Am Ende wird abgerechnet und im Doppel kann immer viel passieren“, merkte jedoch die deutsche Bundestrainerin Ulla Ramge an, die mit Pia Engelberty und Torben Jacobs aus Köln ebenfalls noch ein heißes Eisen im Feuer hat. Die Deutschen liegen mit 7,803 Punkten aktuell auf Platz drei. Das Familien-Gespann Eccles geht mit 8,096 Punkten in den entscheidenden Umlauf. Österreichs Duo verbucht 8,289 Zähler.
Jubel beim heimischen Junioren-Team: Auch nach der Kür bleiben die VoltigiererInnen des niederösterreichischen Club 43 in Führung. © Daniel Kaiser
Jubel beim heimischen Junioren-Team: Auch nach der Kür bleiben die VoltigiererInnen des niederösterreichischen Club 43 in Führung.
© Daniel Kaiser

Österreichs Junioren Team verteidigt seine Führung

Der traumhafte Tag aus Österreich-Sicht wurde mit den ersten Küren der Juniorteams abgerundet. Hier ging der Club 43 um Ramin Simon Rahimi auf Dionysos als sechstes Team unmittelbar nach den Titelverteidigern des RSV Neuss-Grimlinghausen an den Start. Und die Deutschen legten kräftig vor: An der Longe der ersten Weltcup-Gesamtsiegerin Simona Lang-Wiegele erturnte sich das Gespann aus dem Rheinland 8,376 Punkte für eine Darbietung mit nur leichten Fehlern. Vor allem die schier ohne Anstrengung gezeigten Kürpassagen von Johannes Kay, bei denen er die Oberfrau mühelos durch die Luft wirbelt, sorgte für anerkennenden Beifall im Publikum. Doch auch die „Clubbies“ behielten die Nerven und verzückten die ausverkaufte Arena mit ihrer überaus vielseitigen Darbietung. „Wir haben die Kürpassagen umbauen müssen, sind aber sehr zufrieden“, sagte Trainerin Manuela Barosch und verwies auf die Schulterverletzung, die sich Rahimi zu Beginn des Jahres im Training zugezogen hatte.

Am heutigen Samstag stehen nun die ersten Finalentscheidungen an. Den Auftakt machen die Junior-Herren (9 Uhr), ehe die U18-Damen ab 10.30 Uhr nach Edelmetall greifen. Anschließend folgt das Technikprogramm der Senioren (Damen: 11.45 Uhr/Herren: 13.45 Uhr). Die Entscheidung im Junioren-Pas-de-Deux folgt ab 14.45 Uhr. 15.45 Uhr sind die Juniorteams erneut gefragt. Den Abschluss bilden die Mannschaften der allgemeinen Klasse ab 17.15 Uhr. Es ist mit sieben Bewerben der umfangreichste Tag dieses Championats.

Alle Ergebnisse im Detail finden Sie hier.
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