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06.09.2014

Volti-Team auf Platz 4

Leider hat es beim österreichischen Voltigierteam im Finale nicht für die erhoffte Bronzemedaille gereicht. Ein Sturz im letzten Kür-Programm warf die tapferen Wildegger in der Endwertung auf den vierten Platz zurück. Im Herreneinzel gab es eine Top-Ten-Platzierung durch Weltmeister Lukas Wacha, Jasmin Gipperich beendete ihre internationale Laufbahn.

Daniela Fritz in ihrer ersten Seniorensaison auf WM-Platz 13. © Daniel Kaiser
Daniela Fritz in ihrer ersten Seniorensaison auf WM-Platz 13.
© Daniel Kaiser
Die ausverkaufte Halle im Parc des Expositions brodelte, als unmittelbar vor der österreichischen Mannschaft die Teams aus Frankreich und Deutschland ihre Programme zeigten. Beide Mannschaften blieben von größeren Fehlern verschont und besonders die Goldmedaillengewinner Deutschland brillierten mit höchsten Schwierigkeiten.
Feine Leistung des RC Wildegg wurde leider durch einen Sturz getrübt. © Tomas Holcbecher
Feine Leistung des RC Wildegg wurde leider durch einen Sturz getrübt.
© Tomas Holcbecher
Die Darbietung der Österreicher wirkte ordentlich, aber ein Sturz trübte leider die Leistung. Longenführerin Maria Lehrmann brach dennoch eine Lanze für ihr noch unerfahrenes Pferd Alessio L’Amabile: „Auf diesem Niveau ist unser Pferd noch nie gegangen. Auf den ersten Platz in der Pflicht waren wir sehr stolz, aber wir wussten, dass wir in der Kür noch nicht so weit sind. Wir hoffen, dass wir bei der EM in Aachen zeigen können, was wir drauf haben!“ Und Equipe-Chef Manfred Rebel, der schon im Vorfeld fast punktgenau die Platzierungen seiner Schützlinge vorausgesagt hatte, hatte den Humor nicht verloren: „Wenigstens war es nicht knapp." Aber die Mannschaft mit Daniela Fritz, Katharina Luschin, Nikolaus Luschin, Isabel Fiala, Magdalena Riegler und Philipp Lehner verkaufte sich trotz des kleinen Missgeschickes hervorragend. Weniger gut lief es hingegen für Österreichs Einzelstarter. Mit Galgenhumor meinte Stefan Csandl nach seinem 14. Platz: "Meine schlechteste WM aller Zeiten." Um aber sofort nach vorne zu blicken: "Ab heute habe ich Aachen 2015 im Visier!" Der 10. Platz von Goldboy Lukas Wacha kam eigentlich überraschend, denn der Teamchef erläuterte später: "Eigentlich wollten wir nur sein Pferd an die Arena gewöhnen, Lukas hat sogar bewusst auf den Abgang in der Kür verzichtet."
Ein Blick hinter die Kulissen: Die Österreicher beim Aufwärmen. © Ernst Kopica
Ein Blick hinter die Kulissen: Die Österreicher beim Aufwärmen.
© Ernst Kopica
Jasmin Gipperich beendet mit 30 ihre internationale Karriere. © Daniel Kaiser
Jasmin Gipperich beendet mit 30 ihre internationale Karriere.
© Daniel Kaiser
Bei den Damen ging in der Normandie eine Voltigier-Ära zu Ende, denn Jasmin Gipperich (dreifache Staatsmeisterin und WM-Fünfte von 2012) trat zum letzten Mal auf internationalem Parkett an und erreichte dabei den 12. Rang: "Leider war die Leistung nicht das, was ich wirklich kann." Die zweifache Junioreneuropameisterin Daniela Fritz musste als 13. in ihrer ersten Seniorensaison erkennen, wie hart hier die Konkurrenz ist: "Ich fühlte mich ein bisschen klein in der Riesenhalle, aber trotzdem war es cool gleich bei den Senioren Anschluss gefunden zu haben!"
Goldpferd Bram (hier mit Klaus Haidacher) hat einen deutschen Besitzer. © Tomas Holcbecher
Goldpferd Bram (hier mit Klaus Haidacher) hat einen deutschen Besitzer.
© Tomas Holcbecher

Goldpferd aus Deutschland

Die Goldmedaille der Österreicher im Pas de Deux gehört eigentlich auch ein wenig einem Deutschen, nämlich dem Pferdebesitzer von Bram Philipp Langmann. Dieser ist ein Münchner Autohändler und KFZ-Sachverständiger, der in seiner Jugend selbst dem Voltigiersport frönte. Nunmehr unterstützt er seinen örtlichen bayrischen Club, mit dem er sich im Vorjahr auf Pferdesuche nach Holland begab. Bram kaufte er eigentlich mit dem Hintergedanken, ihn selbst als Freizeitpferd zu reiten. "Aber Lukas und Jasmin passen ideal auf ihn und sind ein perfektes Team. Deshalb stelle ich ihnen weiterhin mein Pferd zur Verfügung. Als Besitzer eines Goldmedaillengewinners empfinde ich natürlich auch großen Stolz und freue mich über die Leistung der beiden und meines Pferdes."

Für Langmanns Landsmann Ludger Beerbaum wurde es bei den Springreitern also wieder nichts mit dem Gewinn des einzigen Titels, der ihm noch in seiner großen Sammlung fehlte. Aussichtslos an 30. Stelle liegend verzichtete er daher auf ein weiteres Antreten (ebenso wie Mannschaftskollege Christian Ahlmann) und begab sich als Schlachtenbummler zu den Voltigierern. Und dann begegnete mir der Riesenbeker nochmals, nämlich frühmorgens als er neben der Gespannfahrstrecke sein Jogging-Programm absolvierte.
Auch ein Ludger Beerbaum macht Morgensport. © Ernst Kopica
Auch ein Ludger Beerbaum macht Morgensport.
© Ernst Kopica
Nicht mehr im Springreiten dabei, dafür ein Blick zu den Voltigierern: Ludger Beerbaum. © Ernst Kopica
Nicht mehr im Springreiten dabei, dafür ein Blick zu den Voltigierern: Ludger Beerbaum.
© Ernst Kopica
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