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15.08.2012

Voltigier-WM: Vet-Check kostet Nerven

Sieben auf einen Streich: Bei den Weltmeisterschaften im Voltigieren im französischen Le Mans passierten alle österreichischen Pferde die Verfassungsprüfung. Alonso, Arador, Elliot, Libretto, Robin, Solitaire Legacy und Wolke Sieben greifen in den nächsten Tagen nach WM-Sternen.

Schmerzlich erinnert man sich im österreichischen Lager an das vergangene Jahr, als Elliot den Vet-Check bei den Europameisterschaften nicht passierte. In der selben Halle brachte die obligatorische Verfassungsprüfung am heutigen Auftakttag der Weltmeisterschaften wesentlich erfreulichere Nachrichten: Alle qualifizierten Teilnehmer aus Österreich dürfen auf ihren eigenen Pferden in die Wettbewerbe starten. Allerdings kostete der Vormittag im französischen Pferdesportzentrum Boulerie Jump trotzdem Nerven. Kurios: Zu Beginn der Verfassungsprüfung war sich das veterinärmedizinische Gremium um Chef-Tierarzt Franck Messialle offensichtlich nicht einig, unter welchen Kriterien Voltigierpferde „fit to compete“ sind. Reihenweise mussten die Vierbeiner zunächst in die Holding-Box. Da die Österreicher gleich zu Beginn aufliefen, waren sie von den Unstimmigkeiten innerhalb des Komitees besonders stark betroffen. Minutenlang wurde diskutiert. Gleich drei Pferde hintereinander mussten zur Nachkontrolle. Die Verfassungsprüfung drohte zu einem Desaster nicht nur aus österreichischer Sicht zu werden. Ratlosigkeit derweil im internationalen Teilnehmerfeld auf der Tribüne. Doch dann kam die Entwarnung: Das Komitee einigte sich augenscheinlich auf andere Sichtungskriterien. Mit einem allseitig freudigen Ergebnis: Alle 56 Pferde aus 17 Nationen wurden für die morgen beginnenden globalen Titelkämpfe akzeptiert. Eine Quote, die selbst für ein Championat ungewöhnlich hoch liegt.

Auch Robin, der im vergangenen Jahr verletzungsbedingt gar nicht angereist war, wird diesmal mit Nachwuchstalent Lisa Wild um die begehrten WM-Medaillen kämpfen. Ebenso wie Elliot, der mit Jasmin Lindner und Lukas Wacha zu den Top-Favoriten im Doppel-Wettbewerb gehört. Heißer Medaillenkandidat ist auch und vor allem der Wiener Stefan Csandl, der auf dem britischen Pferd Solitaire Legacy bereits den diesjährigen CHIO Aachen für sich entscheiden konnte. Libretto, das Pferd der österreichischen Mannschaft vom RC Wildegg, machte am Zügel von Trainerin Maria Lehrmann ebenfalls einen hervorragenden Eindruck. Manfred Rebel zog am Ende des ersten Tages, das auch von den bedeutungsvollen Trainingseinheiten auf dem Wettkampfzirkel geprägt war, ein positives Fazit. „Wir sind zu Beginn ganz schön ins Schwitzen gekommen“, verriet der Bundesreferent und Equipe-Chef, dessen Schützlinge einzeln in die französische Motorsportstadt angereist waren und dabei Strecken bis zu 1.500 Kilometer zurücklegen mussten.

Auch das deutsche Team war mit dem ersten Tag zufrieden: Arkansas (Team Neuss), Calvador (Erik Oese und Sarak Kay), Cappuccino (Regina Burgmayr), Cyrano (Theresa-Sophie Bresch/Daniel Rein), Le Beau (Kristina Boe), Radix (Torben Jacobs), Sir Bernhard RS von der Wintermühle (Viktor Brüsewitz) sowie Weltoni RS von der Wintermühle (Pia Engelberty/Torben Jacobs) werden die deutschen Farben ab morgen vertreten. „Wir liegen voll im Plan“, kommentierte Bundestrainerin Ulla Ramge.

Die offiziellen Wettkämpfe beginnen am morgigen Donnerstag mit den Pflichten der Herren (13 Uhr) und Damen (15 Uhr). Die finalen Kürumläufe aller vier Disziplinen steigen dann am Sonntag. Übertragen werden die achten Weltmeisterschaften der Voltigiergeschichte (ausgenommen Weltreiterspiele) im Übrigen live im Internet unter www.feitv.org.
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