Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
03.08.2014

Voltigierer holen dreimal Gold in Kaposvár

Was für ein Finaltag bei der Junioren-EM in Kaposvár. In drei der vier Wettbewerbe sicherten sich die heimischen AthlethInnen die Titel: Heike Hulla und Sandrine Flicker im Pas-de-Deux, der Club 43 bei den Teams sowie Eva Nagiller bei den Damen. Hinzu kam Silber für Alina Barosch bei den Damen und Bronze für Dominik Eder bei den Herren. Die Chronik eines (beinahe) makellosen Wettkampftages.

9:18 Uhr. Im Pas-de-Deux laufen Heike Hulla und Sandrine Flicker aus der Steiermark in den Zirkel des Pannen Pferdesport-Zentrums in Kaposvár, gehen im Finale volles Risiko. Die China-Kür auf Le Grand Chevalier (Longe: Eva Maria Kreiner) funktioniert hervorragend. Die Punktzahl bleibt mit 8,112 zur Verwunderung unter der Vortagesnote. Ein kurzer Schockmoment.

9:29 Uhr. Allerdings fällt auch die Wertnote der bis dato führenden Italiener Lorenzo Lupacchini und Erika Di Forti, die unmittelbar nach den Österreichern folgen, deutlich niedriger aus (heute: 7,893/Gesamt: 8,089). Jubel im rot-weiß-roten Lager – das erste Gold des Tages ist in der Tasche, die Titelverteidigung mit gesamt 8,171 Punkten geglückt. Bundesreferent Manfred Rebel und Equipechef Erich Breiter sind die ersten Gratulanten. „Es fühlt sich einfach genial an“, geben die strahlenden Siegerinnen zu Protokoll und geben gleich das nächste große Ziel bekannt: 2015 wird erstmals eine Junioren-WM stattfinden. „Dort wollen wir hin“, verrät Trainerin Eva Maria Kreiner. Auf Rang vier in Kaposvár (7,082) voltigierten die Niederösterreicherinnen Julia Hausner und Verena Steiger mit Leokado (Longe: Cornelia Trimmel).

11:00 Uhr. Die Königsdisziplin, Mannschaftswettbewerb. Der Club 43 aus Niederösterreich läuft mit einer knappen Führung von den Vortagen in den Zirkel, zeigt anschließend eine gute, aber nicht zu 100 Prozent souveräne Kür, in der Darwin – longiert von Karen Asmera – zweimal in den Trab fällt. Die Pferdeakrobaten kämpfen sich mit Bravour durch ihre Matrix-Choreografie. Im Anschluss ist Warten angesagt.

11:28 Uhr. Die zweitplatzierten Deutschen sind das letzte Team am Start, kommen im Zirkel ohne Fehler durch ihr Programm. Co-Bundestrainer Kai Vorberg heizt die deutschen Fans zu enthustiastischem Applaus an.

11:36 Uhr. Die Halle bebt bei der Bekanntgabe der Ergebnisse – bei denen wieder die Österreicher jubeln dürfen. Mit 8,011 Puntken gewinnen die „Clubbies“ auch die finale Kür-Runde vor Deutschland (7,930) – und sichern sich den Gesamtsieg mit 7,727 Zählern (GER: 7,622). Platz drei geht an starke Italiener, Rang vier an die Nachbarn aus der Schweiz. „Das ist überwältigend“, sagt Rebel.

14:18 Uhr. Niklas Lutzky patzt im letzten Herren-Bewerb kurz vor dem Abgang, rutscht am Ende bei den Herren im Gesamtklassement von Rang sechs auf Rang sieben ab.

14:47 Uhr. Auch Dominik Eder muss einen Platz abgeben. Der Wiener freut sich trotzdem über seine erste Medaille mit Pipetto und Marion Meißl an der Longe: Bronze. „Damit haben wir absolut nicht gerechnet“, erzählt Rebel. Im Vorjahr war Eder 13. gewesen. Der Sieg geht verdient an den Lokalmatadoren Balázs Bence, der das erste Championatsgold in der ungarischen Voltigiergeschichte holt, Silber an den Deutschen Miro Rengel.

16:00 Uhr. Alina Barosch zeigt als erste österreichische Starterin bei den Damen auf De Fanou eine hervorragende Kür, geht deutlich in Führung. Zu diesem Zeitpunkt weiß sie aber noch nicht, dass es am Ende sogar die Silbermedaille werden wird.

16:10 Uhr. Auch die bis dato Führende Eva Nagiller macht in ihrer Diamond-Choreografie auf Wolke Sieben – longiert von Gregor Stöckl – keine Fehler, bleibt in der Kür zwar hinter Barosch, steht aber im Gesamtklassement ganz vorn und hat zu diesem Zeitpunkt mindestens schon Silber sicher. Nur noch eine Teilnehmerin steht in der Startlöchern: Nicole Kirbisch aus Österreich. Der rot-weiß-rote Dreifachtriumph liegt in der Luft.

16:15 Uhr. Kirbisch turnt ausdrucksstark und sauber, setzt an zum finalen Sprung kurz vor dem Abgang. Dann das Missgeschick. Sie rutscht bei der Landung weg und muss den Rücken von Royal Salut unfreiwillig verlassen. Das Richtergremium muss hohe Abzüge geben, die Medaillenträume der bis dato Zweitplatzierten platzen. Bronze holt die Deutsche Chiara Congia. Bittere Tränen kullern bei Kirbisch. „Nach einem perfekten Tag war das natürlich ein Schock in den letzten zehn Sekunden“, resümiert Manfred Rebel.

17:35 Uhr. Siegerehrung. Der Medaillenspiegel liest sich aus österreichischer Sicht märchenhaft. Fünf Medaillen, dreimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze – damit ist Österreich einmal mehr mit Abstand die erfolgreichste Nation vor Deutschland (0/2/1), Italien (0/1/2). Das Resümee des Bundesreferenten: „Nach der Heim-EM in Ebreichsdorf habe ich meinen Voltigierern gesagt: Genießt es, so etwas erleben wir bestimmt nicht wieder. Jetzt waren wir wieder so erfolgreich. Das ist unbeschreiblich.“
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier