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09.08.2015

Voltigiernachwuchs holt zweimal Gold und einmal Silber

Österreichs Voltigiernachwuchs ist Weltklasse - das bewiesen die heimischen Juniorinnen und Junioren anlässlich der ersten Weltmeisterschaft der U18-Voltigierer mit zweimal Gold im Damen-Einzel und der Gruppe sowie einer Silbermedaille im Pas de Deux.

Große Freude bei Nicole Kirbisch, Lena Birkenau, Sarah Kopp, Christine Wagenlechner, Niklas Lutzky und Eva Lechner vom Club 43 über erstes WM-Gold in der Geschichte des Nachwuchsvoltigiersports. © Daniel Kaiser
Große Freude bei Nicole Kirbisch, Lena Birkenau, Sarah Kopp, Christine Wagenlechner, Niklas Lutzky und Eva Lechner vom Club 43 über erstes WM-Gold in der Geschichte des Nachwuchsvoltigiersports.
© Daniel Kaiser
Die Auswahl von Voltigier-Referent Manfred Rebel hat das in sie gesetzte Vertrauen voll erfüllt. Auch wenn die Medaillenbilanz der beiden vorangegangenen Europameisterschaften bei dieser Weltmeisterschaftspremiere im Nachwuchsbereich nicht ganz erreicht werden konnte, bestätigt die Ausbeute der heimischen AthletInnen die Klasse der österreichischen Voltigiernachwuchses auf ganzer Linie.

Nach ihrem Europameistertitel krönten sich die Voltigierer des Club 43 im niederländischen Ermelo nun auch mit WM-Gold. Dabei hatte es nach dem sehr guten Auftakt in der Pflicht nach der Kür fast schon so ausgesehen, als könnten die deutschen Erzrivalen des VV Ingelsberg das Rennen um den Titel machen. Doch die Niederösterreicher behielten die Nerven, zeigten eine erstklassige Kür und nahmen der deutschen Konkurrenz knapp drei Zehntel ab – und das, obwohl man in der Pferdenote deutliche Abstriche zu verzeichnen hatte. 7,682 Punkte nach drei Durchgängen bedeuteten schließlich Gold für den Club 43 mit Lena Birkenau, Sarah Kopp, Christine Wagenlechner, Niklas Lutzky, Eva Lechner und Nicole Kirbisch.

Letztgenannte durfte sich gleich zweimal über das begehrte Edelmetall freuen. Nach ihrem Sturz in Runde eins ließ die junge Niederösterreicherin nichts mehr anbrennen. Kirbisch zeigte auf dem bewährten Royal Salut in beiden Durchgängen der zweiten Runde die beste Leistung und holte mit einer Gesamtwertung von 7,763 verdient WM-Gold. Hinter der deutschen Vize-Weltmeisterin Franziska Peitzmeier (7,699) und Bronzemedaillengewinnerin Manon Moutinho (7,638) durfte sich eine weitere Österreicherin über eine Top-Platzierung freuen. Emily Kristofics-Binder turnte auf Alonso longiert von Fritz Schandl auf Rang vier (7,480). Ebenfalls unter den Top-Ten: Marie Dopplinger voltigierte auf Crossino an der Longe von Karin Böhmer auf Rang sieben (7,425).
Trotz beherzter Aufholjagd mussten sich Heike Hulla und Sandrine Flicker am Ende den Paarvoltigierern aus den USA geschlagen geben. Was bleibt, ist die Freude über WM-Silber. © Daniel Kaiser
Trotz beherzter Aufholjagd mussten sich Heike Hulla und Sandrine Flicker am Ende den Paarvoltigierern aus den USA geschlagen geben. Was bleibt, ist die Freude über WM-Silber.
© Daniel Kaiser
Knisternde Spannung herrschte im Finale der Pas-de-Deux-Voltigierer. In Runde eins hatte das US-amerikanische Duo Bodhi Hall und Michelle Guo die Doppel-Europameisterinnen Heike Hulla und Sandrine Flicker noch klar abgehängt. Doch die Steirerinnen hielten im zweiten Umlauf beherzt dagegen. Mit einer ausgezeichneten Kür gelang es dem Erfolgsduo noch einmal ordentlich Boden gut zu machen – leider war der Rückstand aus dem ersten Durchgang dann aber doch zu groß. Mit einer Gesamtnote von 7,609 gelang es nicht, den US-Paarvoltigierern (7,799) die Goldene noch abzujagen. Hinter den drittplatzierten Sarah Dunn und Janie Salisburry, ebenfalls aus den USA, reihten sich Romana Hintner und Denise Bistan auf Rang vier ein. Das Duo war nach dem Sensationsauftakt in Runde eins noch in den Medaillenrängen gelegen, im zweiten Umlauf konnten die beiden Athletinnen jedoch nicht mehr an die gezeigte Leistung anschließen und rutschten aus den Medaillenrängen. Für 6,803 gab es anstelle der erhofften WM-Bronze "nur" noch die Blecherne.

Bei den Herren war der junge Kolumbianer Juan Martin Clavijo eine Klasse für sich. Mit 7,812 blieb er klar vor dem Deutschen Tim Andrich (7,540) und Lambert Leclezio aus Mauritius (7,267) und krönte sich zum ersten Junioren-Weltmeister im Herren Einzel. Österreichs einziger Vertreter in dieser Kategorie, der Niederösterreicher Niklas Lutzky, verbesserte sich nach einer deutlichen Leistungssteigerung in Runde zwei auf den guten siebenten Rang (7,090).

Alle Ergebnisse im Detail gibt’s hier.
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