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HV Polo Skyscraper
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21.08.2015

Voltis über Plansoll

Für Österreichs Voltigiermannschaft standen am zweiten Wettkampftag die Kürdarbietungen auf dem Programm und in allen vier Disziplinen sind noch Medaillen möglich. Im Pas de Deux zeigten Jasmin Lindner/Lukas Wacha zum ersten Mal ihre Carmina-Burana-Kür, die mit dem ersten Platz belohnt wurde, Evelyn Freund/Stefanie Millinger überzeugten ebenfalls und sind auf dem Bronzerang klassiert.

Strahlen über ihre neue Carmina Burana-Kür: Weltmeister Lukas Wacha und Jasmin Lindner! © Tomas Holcbecher
Strahlen über ihre neue Carmina Burana-Kür: Weltmeister Lukas Wacha und Jasmin Lindner!
© Tomas Holcbecher
Gänsehautstimmung beim begeisterten Publikum erzeugte das Pas de Deux-Weltmeisterpaar aus Tirol. Gespickt mit technischen Schwierigkeiten und perfekt zur dramatischen Musik von Carl Orff brachte ihnen dies die Halbzeitführung, allerdings lauern die Deutschen Pia Engelberty/Torben Jacobs mit nur 0,180 Punkten dahinter. Technisch am spektakulärsten wirkten die Salzburgerinnen Freund/Millinger, ihr Rückstand auf Silber beträgt lediglich 0,094 Punkte.
Bezauberte das Publikum und die Richter: Lisa Wild auf Robbin. © Tomas Holcbecher
Bezauberte das Publikum und die Richter: Lisa Wild auf Robbin.
© Tomas Holcbecher
Im Einzel der Damen ist für die Medaillenentscheidung noch alles offen. Lisa Wild verbesserte sich mit der zweitbesten Kürwertung auf Rang 2, obwohl sie selbst gar nicht so zufrieden war: "Leider war die Musik viel zu leise und ich konnte die Botschaft nicht so richtig rüberbringen!" Bei Kathi Luschin (sie feierte heute den 23. Geburtstag und liegt derzeit auf Rang 6) trübten die mäßigen Pferdenoten für Liberty ein wenig den Gesamteindruck, sie selbst meinte nur: "Da geht noch viel, viel mehr!" Und auch bei Daniela Fritz (5.) schlich sich die eine oder andere Unsicherheit ein. Der dritte Tag wird aber mit dem schwierigen Technikprogramm die Spreu vom Weizen trennen, im Moment liegen alle drei Österreicherinnen noch in Reichweite für Medaillen.
Letzte Handgriffe für Ramin Rahimi vor seiner Kür. © Ernst Kopica
Letzte Handgriffe für Ramin Rahimi vor seiner Kür.
© Ernst Kopica
Bei den Herren gab es für unsere beiden Teilnehmer ebenfalls Verbesserungen: Ramin Rahimi turnte sensationell, ein kleiner Patzer, aber dennoch die drittbeste Kür! Er liegt damit im Klassement überraschend auf Platz 3, sein Teamkollege Dominik Eder schaffte es als 14. ebenfalls ins Finale. Die Gruppe RC Wildegg liegt als Dritter ebenfalls noch auf Medaillenkurs, Gold und Silber dürften aber schon außer Reichweite liegen.
Bei den Vierspännern zeigten die beiden Österreicher Josef Leibetseder jun. (31. mit drei Fehlern und einer Verweigerung) und Christian Schlögelhofer (32. mit fünf Fehlern) im Kegelfahren bessere Leistungen als in der Dressur, wenngleich natürlich der Abstand zur europäischen Spitze nicht zu übersehen war. Aber auch bei Routiniers wie etwa Christoph Sandmann oder Theo Timmermann fiel dreimal der Ball, nur zwei Gespanne blieben in diesem anspruchsvollen Parcours ohne jeden Makel. Vor dem Marathon führt der niederländische Oldboy (über 30 Jahre bei Championaten am Start) IJsbrand Chardon hochüberlegen.
Vor ausverkauftem Haus: Christian Schlögelhofer beim Kegelfahren mit seinem Vierer-Gespann! © Ernst Kopica
Vor ausverkauftem Haus: Christian Schlögelhofer beim Kegelfahren mit seinem Vierer-Gespann!
© Ernst Kopica

Von Fans und Helden

Dem Publikum der Aachener Soers eilte immer schon ein besonderer Ruf voraus. Was ist nun wirklich dran? Nun, auch in Deutschland ist der Reitsport nicht mehr das gelobte Land, wo Milch und Honig fließen! Auch hier spürt man den Rückgang an interessierten Besuchern: ökonomische Gründe, Übersättigung, Fehltendenzen in den Reitsportdisziplinen? Über die Gründe kann nur spekuliert werden. 15.000 Besucher waren am ersten Dressurtag auf den Turnierplatz gekommen, 17.500 am zweiten, beim Kür-Finale blieben 2.000 der insgesamt 40.000 Tickets unverkauft. Auch wenn natürlich die Entscheidung - so wie bei der WM 2006 - mit der Dressur ins große Stadion zu gehen völlig richtig war (ins Deutsche Bank-Stadion passen gerade mal 6.000 Besucher), so waren die leergebliebenen Sitzplätze nicht gerade TV-freundlich. Aber an zehn Wettkampftagen 40.000 Plätze zu verkaufen ist auch hier unmöglich.

Doch die wahren Fans gibt es immer noch. So zum Beispiel die beiden jungen Mädels aus Baden bei Wien, welche extra zu den Dressurbewerben nach Aachen angereist waren. Erst per Flugzeug nach Düsseldorf, dort wollten sich die beiden ein Mietauto nehmen, doch die fehlende Kreditkarte stellte ein unüberwindbares Hindernis dar. Also mit der Deutschen Bahn mit Umsteigen und Kofferschleppen weitergezuckelt. Dann die Suche nach dem Hotel im strömenden Regen, im Turnierplatz-Bus zum Gelände lernen wir sie schließlich kennen, mit ungebrochenem Enthusiasmus und Vorfreude. Nach den Dressurbewerben hieß es für sie sofort wieder den Verkehrsstau rund um das Stadion zu überwinden, um möglichst rasch zum Bahnhof zu kommen, denn der Flieger nach Wien wartet nicht auf die beiden. Hut ab, vor solchen Fans!

Aber auch die Einheimischen kennen sich bei den Pferden aus und lieben das Turnier. Ihnen zu Ehren gibt es am Dienstag bei freiem Eintritt Shows und Vorführungen. Da finde auch ich Zeit durch die Zeltstadt der Aussteller zu bummeln und nach Neuigkeiten Ausschau zu halten. Und wenn ein Pferd sich mit genügend Ruhm bekleckert hat, dann wird nach ihm auch eine der dortigen Straßen benannt. Im nächsten Jahr wird sicherlich eine Totilas-Allee dazu kommen!
So gefüllt waren die Tribünen in Aachen bei der EM nicht immer. © Ernst Kopica
So gefüllt waren die Tribünen in Aachen bei der EM nicht immer.
© Ernst Kopica
Im Ausstellerbereich ist immer viel los! © Ernst Kopica
Im Ausstellerbereich ist immer viel los!
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Nach legendären Pferden wie Ratina Z werden hier die Ausstellerstraßen benannt. © Ernst Kopica
Nach legendären Pferden wie Ratina Z werden hier die Ausstellerstraßen benannt.
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In Geographie gefehlt? USA bei Europameisterschaften? © Ernst Kopica
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Sekt oder Selters? Hier ist die Antwort! © Ernst Kopica
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So leer ist die Bier-Schank nur frühmorgens! © Ernst Kopica
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Sprachprobleme in der Soers? Das heißt bei uns "Germknödel"! © Ernst Kopica
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