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14.05.2015

Vom Rockstar zum Reiter: Dodos zweite Reitstunde

Pferde faszinieren den Frontman der Makemakes, Dominic (Dodo) Muhrer, schon lange. Nun will auch er reiten lernen. In seiner zweiten Reitstunde geht es um Bausteine, Scheinwerfer und den richtigen Rhythmus.

DodoundStefanie © Ulrike Grabler
Dodo bei der zweiten Reitstunde: Centered-Riding-Instruktorin Stefanie Thaler erklärt worauf es ankommt.
© Ulrike Grabler
Nach seiner ersten Reitstunde bei Sabine Wagner Anfang Mai, schwang sich Dodo nun schon zum zweiten Mal unter professioneller Anleitung auf die Warmblutstute Chiquita. Wenn reiten lernen, dann richtig: Centered Riding-Instruktorin Stefanie Thaler ist für einen Kurs in den kleinen Stall in Obertrum im Salzburger Flachgau gekommen. Nun darf sie auch Dodo zu ihren Schülern zählen. Schließlich soll er den richtigen Sitz von der Pike auf lernen.

Alles Gschmeidig

Das „geliebte“ Putzen blieb dem Reitschüler diesmal erspart. Fix und fertig stand die schicke Fuchsstute bereit und wartete geduldig auf ihren Schüler. Der war bei seiner zweiten Stunde nicht mehr auf ausgeliehene Reithosen angewiesen. in schicker dunkelblauer Jodhpurreithose, lässigem weißen Top und Stiefeletten, so neu, dass man sie sogar aus großer Entfernung noch glänzen sah, kam der Sänger auf den Hof gefahren. Auch ein passender Helm war dieses Mal mit dabei. Nur die lange Halskette und ein goldener Ring erinnern noch daran, dass er ja eigentlich Rockmusiker und kein Reiter ist.
Dodo Stefanie_2 © Ulrike Grabler
Wie schon bei der ersten Stunde bekommt Dodo zunächst die Theorie erklärt.
© Ulrike Grabler
„Gschmeidig“ fand Dodo seine erste Reitstunde. Jetzt sollte er lernen, selbst gschmeidig zu sein – um das Pferd nicht zu blockieren, sondern ihm Hilfen zu geben. Die Reitstunde startete wieder mit einer Einführung ohne Pferd. Stefanie erklärte Dodo seinen Körper auf dem Pferd als übereinander gestapelte Bausteine, die jeder für sich in der korrekten Position ihre Aufgaben erfüllen. „Ich habe nicht das Rad neu erfunden, sondern gebe Hilfestellung, wie man es bei Sitz und Hilfengebung leichter hat“, erklärt Stefanie ihrem Schüler.
Nach der kurzen theoretischen Einführung, ging es wieder zur praktischen Umsetzung am Pferd. Mit vielen lebhaften Bildern und Vergleichen vermittelte Stefanie Dominic, wie er seinen Körper in der Bewegung des Pferdes richtig einsetzt. „An den Hüften stell dir zwei Schweinwerfer vor, mit denen du dem Pferd wie eine Schiene den Weg vorgibst.“ Dodo stellte sich geschickt an und verstand, die Bildern reiterlich umzusetzen. „Blick gerade aus, starr dem Pferd nicht in den Nacken, das spürt sie.“ Dodo versuchte und bemerkte den Unterschied. Das Erlernen der korrekten Hilfen scheint Dodo nicht schwer zu fallen. Vermutlich, weil er viele Ähnlichkeiten zum Singen ausmachen kann: „Es fühlt sich gut an. Das Bild von den Bausteinen ist super und es gibt viele Parallelen. Man soll zentral sitzen, beim Singen soll man geerdet stehen. Auch die Atmung ist bei beidem wichtig“, so Dodo.
Dodo Schritt © Ulrike Grabler
Unter der genauen Beobachtung von Stefanie Thaler übt Dodo die richtige Hilfengebung.
© Ulrike Grabler

Die richtige Bremse

Auf dem Lehrplan stand diesmal auch wieder die Tempokontrolle bis zum Anhalten – mit Hilfen aus dem Becken. Auch das Lenken ohne Zügel durfte Dominic wieder üben. Aufgaben, die er schon viel besser umzusetzen wusste, also bei seinem ersten Reitversuch. „Sehr spannend fand ich zu spüren, wie Chiquita sich in Tempo oder Balance verändert, wenn ich meinen Sitz minimal verändere. Die Scheinwerfer auf der Hüfte sind ein guter Tipp. Aber das Becken abzukippen ist sehr sehr schwierig für mich. Dass man eigentlich gar nicht viel mit dem Zügel machen muss, finde ich genial“, erzählt Dodo nach der Stunde. Das Reiten macht ihm sichtlich Spaß. Er hört gut zu und bemüht sich die Anweisungen von Stefanie sofort umzusetzen – ein wahrer Musterschüler. „Er ist von Minute zu Minute motivierter geworden. Dodo hat versucht, sich in seinen Körper einzufühlen und auch gemerkt, wann er gerade sitzt und wann schief. Das ist etwas, das oft langjährige Reiter gar nicht merken. Ihm ist bewusst, dass unkontrollierte Bewegungen beim Pferd Verwirrung auslösen“, lobte die Reitlehrerin.

Auf in schnellere Gangarten!

So viel Motivation führte schließlich auch zum Trab. Bevor es wirklich zur Sache ging, galt es allerdings das Leichtreiten im Schritt zu üben. Vom schlichten Gedanken zur tatsächlichen Umsetzung dauerte es ein paar Runden. Allerdings schaffte es Dodo dann auch, den Trab im richtigen Rhythmus zu begleiten. Ging dieser doch einmal verloren, blieb Chiquita stehen und Stefanie stärkte das Vertrauen: „Siehst Du, sie will dich nicht verlieren und passt auf, dass du oben bleibst.“ Die Zügel hatte ihm die Reitlehrerin übrigens „verboten“. Dominik sollte nicht die Gelegenheit bekommen sich an des Zügeln anzuklammern, sondern sich auf seinen Körper in der Bewegung des Pferdes konzentrieren. „Eine große Leistung, sich beim ersten Mal Traben nicht am Zügel festzuhalten“, lobte Stefanie.
Dodo Tarb4 © Ulrike Grabler
Leichtreiten mit durchhängenden Zügeln - zunächst eine große Herausforderung für den Sänger.
© Ulrike Grabler
Dodo war auch nach dieser Reitstunde wieder vom Reiten begeistert. Eigentlich wollte er gar nicht mehr absteigen „Eine Runde reite ich jetzt noch.“ Aus einer Runde wurden mehrere, sogar den Weg vom Round Pen zum Stall legte Dodo hoch zu Ross zurück. Schon bald will er die nächste Stunde nehmen, auch Bodenarbeit soll einmal am Programm stehen. Und fürs nächste Jahr ist schon der erste Wanderritt in Planung.
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