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19.09.2012

Vorhang auf für das Vienna Masters

Ab heute übernehmen die besten Springreiter der Welt das Kommando vor dem Wiener Rathaus, wenn im Rahmen des Vienna Masters erstmals auch die exklusive Global Champions Tour Halt in Österreich macht. Auch fünf Österreicher wollen vor heimischem Publikum im prestigeträchtigen Fünf-Sterne-CSI gegen die Weltspitze bestehen.

Auch er ist mit dabei vor dem Wiener Rathaus: der firschgebackene Olympiasieger Steve Guerdat aus der Schweiz © FEI / Kit Houghton
Auch er ist mit dabei vor dem Wiener Rathaus: der firschgebackene Olympiasieger Steve Guerdat aus der Schweiz
© FEI / Kit Houghton
Das Starterfeld des internationalen Fünf-Sterne-Turniers liest sich wie das Who is who der Springreitszene. 25 der 30 besten Springreiter der Welt sind mit ihren Pferden nach Wien gereist um die letzte Etappe der Global Championstour vor dem großen Final in Abu Dhabi im November noch einmal ordentlich Punkte zu sammeln. Eine Chance, die sich die Vorjahressiegerin Edwina Tops-Alexander und ihre Verfolger nicht entgehen lassen wollen. Nur fünf Punkte trennen die Australierin und derzeit führende der GCT 2012 vom Weltranglistenführenden Rolf-Göran Bengtsson aus Schweden, der ihr ebenso wie der momentan Drittplatzierte Christian Ahlmann (GER) dicht auf den Fersen ist. Sie alle werden ab heute alles daran setzen ihre Führung auszubauen oder Boden gut zu machen. Und auch Society-Größen Athina de Miranda (geborene Onassis), Monaco-Prinzessin Charlotte Casiraghi und „The Boss“-Tochter Jessica Springsteen haben Chancen am satten Preisgeldkuchen mitzunaschen. Immerhin gibt es an diesem Wochenende rund 600.000 Euro zu gewinnen, alleine 100.000 Euro davon bekommt der Sieger des Großen Preises am Samstag.

Fünf Österreicher mit dabei

Auch fünf Österreicher wollen sich in den spannenden Bewerben der Global Champions Tour gegen die Weltspitze behaupten. Neben den Routiniers Thomas Frühmann, Stefan Eder, Astrid Kneifel und Gerfried Puck konnte auch Nachwuchstalent Stefanie Bistan eine der begehrten Wildcards ergattern. Die Salzburgerin wird mit ihrer Paradestute Juvina an den Start gehen, mit der sie in den vergangenen Monaten zahlreiche Talentproben abgegeben hat.

Besonders gut in Form präsentierte sich zuletzt Stefan Eder. Zusammen mit seinem Schimmel Chilli van Dijk feierte der Salzburger vier Grand-Prix-Siege in Folge. „Dieses Turnier ist jetzt schon eine andere Kategorie als wir zuletzt gestartet sind. Aber mein Pferd Chilli von Dijk ist schon einige solcher schweren Prüfungen gegangen und hat bewiesen, dass er das auch kann. Für unser Selbstvertrauen waren die Siege jedenfalls sehr wichtig.“ Gut gerüstet ist auch Thomas Frühmann, der vergangenen Sonntag mit seinem The Sixth Sense den großen Preis von Piber gewinnen konnte. Als Veranstalter des Vienna Masters steht der Routinier hier allerdings unter besonders großem Druck. „Turnierveranstalter und Reiter verträgt sich gemeinsam nur sehr schlecht. Darum schaue ich mir an, wie es geht. Ich will aber sicher nichts mit Gewalt probieren“, so Frühmann.

Spektakuläres Rahmenprogramm

Nicht nur die Fans des Springreitsports kommen im Rahmen des Vienna Masters auf ihre Kosten, ein Dressurturnier auf Vier-Sterne-Niveau hat internationale Größen wie Isabell Werth (GER), Nadine Capellmann (GER), Anna Merveldt (IRL) und Lisbeth Seierskilde( DEN) im Aufgebot. Eine namhafte Konkurrenz für die beiden Olympiastarterinnen Vici Max-Theurer und Renate Voglsang, die alles daran setzen werden den Sieg auf heimischem Boden davonzutragen.

Auch in Sachen Show wird viel geboten. So wird neben Working Equitation Weltmeister Pedro Torres auch ein Dressur Pas-de-Deux mit  Paraolympics-Teilnehmer Thomas Haller und EM-Teilnehmer Hannes Mayr zu sehen sein, und auch das Pferdeballett der Spanischen Hofreitschule wird am Sonntag ein Gastspiel geben.

Gut 400 Mitarbeiter waren seit vergangenem Donnerstag praktisch rund um die Uhr damit beschäftigt den Rathausplatz in eine Reitsportarena zu verwandeln. Neben kilometerlangen Kabelinstallationen, drei, teils überdachten, Tribünen auf denen 4.000 Zuseher Platz finden, Stallungen und einem eigenen Ausstellungsbereich wurden auch 1100 Tonnen Sand aufgeschüttet, um einen optimalen Untergrund für die Wettkämpfe zu schaffen. Dass das Wetter am Eröffnungstag sorgt bei Mitorganisator Jörg Domaingo für kein allzu großes Kopfzerbrechen: "Der Boden wird sogar noch besser, wenn es regnet."