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05.08.2016

WM Einspänner in Piber: Hochklassiger Fahrsport, zwei Österreicher unter den Top Ten und das unrühmliche Ende einer erfolgreichen Karriere

Im steirischen Piber ist anlässlich der Weltmeisterschaft der Einspänner von 3. bis 7. August die Crème de la Crème des Einspännersports zu Gast. Und die bietet bisher Sport vom Feinsten. Nach zwei Tagen Dressur liegt der Österreicher Georg Moser auf dem aussichtsreichen 5. Platz.

Führende nach der Dressur: Marlen Fallak (GER) mit Tessa FST © Ann-Kathrin Drumm
Führende nach der Dressur: Marlen Fallak (GER) mit Tessa FST
© Ann-Kathrin Drumm
75 Gespanne aus 24 Nationen sind nach Piber gereist um hier um Titel und Medaillen zu fahren. Die Entscheidung wird in drei Teilbewerben ausgetragen, den Anfang machte die Dressur am Donnerstag und Freitag. Und bereits nach dem ersten Programmpunkt steht fest, dass in Piber 2016 hochqualitativer Fahrsport gezeigt wird. Daran konnte auch das wankelmütige Wetter nichts ändern, dass manchem Teilnehmer mit heftigen Gewittergüssen das Leben schwer machte.

Bestplatzierte nach der Dressur ist die Deutsche Fahrerin Marlen Fallak mit Tessa FST. Ihr dicht auf den Fersen liegen die US-Amerikanerin Suzy Stafford mit ihrer Morgan Horse Stute PVF Peace of Mind auf Platz zwei und der vorerst Drittplatzierte Franz Schiltz. An den Leinen hat der Luxemburger Frodo, jenen schwarzen Oldenburger Wallach, der 2015 Weltmeister der Jungen Fahrpferde wurde.
Trotz Wolkenbruchs auf Medaillenkurs: Franz Schiltz (LUX) und Frodo © Sonja Scharf
Trotz Wolkenbruchs auf Medaillenkurs: Franz Schiltz (LUX) und Frodo
© Sonja Scharf
Österreich ist mit insgesamt acht Fahrern auf der „Heim-WM“ vertreten, wobei in der Dressur vor allem der vielfache Österreichische Meister und Weltmeister im Fahren, Georg Moser aus Salzburg, zu überzeugen wusste. Der Fahrmeister ist auch bei diesem Championat vorläufig Bestplatzierter des rot-weiß-roten Teams, mit seinem selbst gezogenen österreichischen Warmblutwallach Nordwind liegt er aktuell auf Rang fünf. Ebenfalls in den Top Ten zu finden sind Maria Rössler (B) und Bolino D auf Rang 10.
Bestes österreichisches Duo nach der Dressur: Georg Moser (S) und Nordwind auf Platz 5 © Ann-Kathrin Drumm
Bestes österreichisches Duo nach der Dressur: Georg Moser (S) und Nordwind auf Platz 5
© Ann-Kathrin Drumm

Wilbrord van den Broek wegen Blut am Pferdemaul diesqualifiziert

Überschattet wurde der erste Teilbewerb von der Disqualifikation des Niederländers Wilbrord van den Broek und seines legendären Fahrpferdes Oscar. Nach der Dressur, die das Paar als Führende beendeten, wurde im Maul des 20-jährigen Wallachs Blut gefunden. Nach Absprache mit der Veterinärkommission und dem Appeal Committee führte dies gemäß dem Regelwerk des Weltreiterverbandes zur sofortigen Disqualifikation durch die FEI Richtergruppe.

Dieses unrühmliche Ausscheiden ist für das Niederländer-Duo doppelt bitter. Die WM in Piber hätte Oscars letzter großer Turnierauftritt sein sollen. Der KWPN-Wallach gilt als das erfolgreichste Einspänner Pferd aller Zeiten: In seiner langen Karriere wurde er Weltmeister mit Jan van den Broek 2008 in Jarantow in Polen, Weltmeister mit Wilbrord van den Broek 2014 in Izsák in Ungarn und Bronzemedaillengewinner in Portugal bei der WM in Companhia das Lezirias 2012. Schade für Oscar - ein ganz Großer im Fahrsport hat sich ein anderes Finale verdient - aber das Wohl des Pferdes hat absolute Priorität.
 
Am Samstag ist für Fahrsport-Action gesorgt. Die Geländeprüfung, ein schwerer Marathon, steht ab 10 Uhr auf dem Programm.

Alle Informationen, Ergebnisse im Detail und viele Fotos – sowie einen Livestream - finden Sie auf hippoevent.at.

Jacqueline Zimmermann/ps

Weitere Platzierungen der österreichischen Teilnehmer nach der Dressur

26. Rudolf Pirhofer mit Bambucca (OÖ)
30. Gerald Rössler mit Anton 13 (B)
49. Renate Eccher mit Siglavy Watra 47 (St)
56. Manuela Doppler-Wallner mit Novilliero (S)
59. Isidor Weber mit Rastaman (T)
68. Markus Fleischmann mit Torro (OÖ)

 
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