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21.08.2016

WM Le Mans: Österreichs Voltigierer begeistern mit Doppelgold und Bronze

Auch wenn es diesmal bei den Junioren nicht so geklappt hat, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte: die Ü18-Voltigierer haben bei der WM nicht nur geliefert sondern die Erwartungen sogar übertroffen! Zweimal Gold, einmal Bronze und eine Jasmin Lindner, die mit zwei Titeln alles überstrahlte – diese Ausbeute kann sich sehen lassen!

Jasmin Lindner feiert ihre erste Einzelmedaille - und die glänzte gleich in Gold! Es sollte nicht der einzige Titel für die Tirolerin an diesem Tag sein ... © Andrea Fuchshumer
Jasmin Lindner feiert ihre erste Einzelmedaille - und die glänzte gleich in Gold! Es sollte nicht der einzige Titel für die Tirolerin an diesem Tag sein ...
© Andrea Fuchshumer
Dass das erfolgreichste Pas-de-Deux der vergangenen vier Jahre, Lukas Wacha und Jasmin Lindner, auch diesmal für einen Titel gut sein würde, damit hatte man im Vorfeld durchaus rechnen dürfen. Die Art und Weise, wie das Tiroler Erfolgsduo die Konkurrenz der Paarvoltigierer aber dominierte, das war schon mehr als beeindruckend. Bereits in Runde eins überzeugten die amtierenden Welt- und Europameister mit einer Kür, wie man sie besser einfach nicht zeigen kann. 9,072 Punkte gab’s von der Jury für die Ausnahmevoltigierer, die diesmal auf Dr. Doolitte an der Longe von Klaus Haidacher ihr mit technischen Schwierigkeiten gespicktes Programm präsentierten. Ein Ergebnis, das sie im heutigen Finale sogar noch einmal toppten: 9,096 Punkte erhöhten die Endwertung auf 9,084 Zähler. Damit war Lukas Wacha und Jasmin Lindner ihr drittes WM-Gold nicht mehr zu nehmen!

Bei den übrigen Medaillenpositionen wurden die Plätze getauscht: Silber ging an die Drittplatzierten nach Runde eins, die Deutschen Janika Derks und Johannes Kay (8,435), für Frankreichs Pas-de-Deux Lucie und Simon Chevrel wurde es schlussendlich Bronze (8,370).

Einen versöhnlichen Abschluss fand das Turnier am Sonntag für Stefan Csandl und Theresa Thiel. In der finalen Kür zeigte das Duo, was ohne den Patzer in der Auftaktprüfung möglich geswesen wäre.  Im zweiten Anlauf turnten die Aachen-Sieger eine hervorragende Kür - mit 8,477 Punkten die drittbeste des Tages. In der Endabrechnung wurde es Rang fünf (8,143) für die Niederöserreicher.
Voltigierten in einer völlig anderen Liga: Österreichs erfolgreichstes Voltiger-Duo, Lukas Wacha und Jasmin Lindner, holten in Le Mans ihr drittes Weltmeisterschaftsgold! © im|press|ions
Voltigierten in einer völlig anderen Liga: Österreichs erfolgreichste Pferdeakrobaten, Lukas Wacha und Jasmin Lindner, holten in Le Mans ihr drittes Weltmeisterschaftsgold!
© im|press|ions

Jasmin Lindner im Goldrausch

Die große Überraschung aus österreichischer Sicht lieferte die Damenkonkurrenz. Zwar hatte Jasmin Lindner schon beim internationalen Voltigierturnier in Ebreichsdorf mit einem zweiten Platz aufblitzen lassen, dass neuerdings auch im Einzel mit ihr zu rechnen sein würde. Dass ihr Solo aber auf Championatsebene gleich auf Anhieb derart gut gelingen würde, damit hatten vermutlich nicht viele gerechnet.

Tatsächlich präsentierte sich die 19-jährige Tirolerin vom Start weg überlegen. Egal ob Pflicht, Kür oder Technik – Jasmin Lindner war bei dieser WM eine Klasse für sich. Dass es in der letzten Kür „nur“ Platz zwei mit sieben Hundertstel Rückstand auf die Deutsche Kristina Boe wurde, trübte die Begeisterung über Lindners Leistung kein bisschen. Denn unterm Strich reichte ihre Gesamtwertung 8,212 immer noch leicht für Gold! Für Deutschland wurde es dank Kristina Boe (8,108) auch in dieser Konkurrenz Platz zwei und Silber, Italiens Grand Dame des Voltigiersports, Anna Cavallaro durfte ihrer Erfolgsliste eine WM-Bronzemedaille hinzufügen.

Mit zwei gelungenen Vorstellungen verabschiedeten sich Daniela Fritz und Katharina Luschin vom Turnier, beide Athletinnen zeigten am Finaltag ihre besten Küren und treten mit den Plätzen zehn und dreizehn die Heimreise an.
Akrobat schööööön: Wildegg begeisterte mit dem Hand-in-Hand-Handstand © Andrea Fuchshumer
Akrobat schööööön: Wildegg begeisterte mit dem Hand-in-Hand-Handstand
© Andrea Fuchshumer

Mit Weltneuheit zu WM-Bronze

Die Gruppenentscheidung war an Spannung nicht zu überbieten. Die Teams aus Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz lagen vom Start weg dicht beieinander und lieferten sich einen packenden Vierkampf um die Medaillen. Am Ende waren es die Franzosen, die sich mit einer überragenden Abschlusskür, für die die championatsdebütierende Truppe Noroc 8,973 Punkte kassierte, als Sieger feiern lassen durften (8,343).

Auch die Voltigierer aus Wildegg liefen im Finale noch einmal zur Hochform auf und zeigten auf Alessio l’Amabile, longiert von Maria Lehmann, ihre beste Kür bei diesem Turnier. Dabei gab’s ein Wiedersehen mit dem Hand-in-Hand-Handstand, ein Novum im Voltigiersport, mit dem sich die Niederösterreicher schon jetzt einen Eintrag in die Geschichtsbücher verdient haben. Ihr Mut und Innovationsgeist wurde schlussendlich bei einer Gesamtwertung von 8,159 Punkten und WM-Bronze belohnt. Einmal mehr Silber für Deutschland holten die Voltigierer aus Ingelsberg, die mit 8,260 Punkten schlossen.
Ramin Simon Rahimi beendete die WM auf Platz acht. © Andrea Fuchshumer
Ramin Simon Rahimi begeisterte in seiner letzten Kür noch einmal. Am Ende wurde es für den Niederösterreicher Platz acht.
© Andrea Fuchshumer

Erster Titel für Mauritius

Einen Überraschungssieger gab es im Einzelbewerb der Herren. Hier ging WM-Gold zum ersten Mal nach Mauritius. Verantwortlich für diesen Erfolg zeichnete ein Neuling im Seniorenlager. Ein gänzlich unbeschriebenes Blatt ist Lambert Leclezio dennoch nicht. Im Vorjahr turnte der 19-Jährige zu Bronze bei der Junioren WM. In Le Mans waren es vor allem seine Küren, die Leclezio (8,135) den Sieg einbrachten. Allerdings mit einem hauchdünnen Vorsprung. Gerade einmal acht Tausendstelpunkte trennten den Mauritier vom Franzosen Vincent Haennel (8,127), für den es die Silbermedaille wurde. Europameister Jannis Drewel (GER) musste sich diesmal mit Bronze begnügen (8,117).

Österreichs einziger verbleibender Finalteilnehmer Ramin Simon Rahimi zeigte zum Abschluss auf Royal Salut an der Longe von Manuela Barosch noch einmal eine gelungene Kür, die ihm vor allem in der technischen Ausführung Höchstnoten einbrachte. Ohne die Fehlerchen aus der ersten Kür passte dann auch die Benotung: 8,315 Punkte gab’s vom internationalen Richtergremium. Unterm Strich blieb es aber beim achten Platz. Den hatte Rahimi schon nach Runde eins bezogen gehabt und war damit wenig zufrieden gewesen. Angesichts der nicht ganz problemfreien Vorbereitung (Handgelenksverletzung) und einer Magenverstimmung in Frankreich ist der achte Platz dennoch ein Ergebnis, mit dem man ganz gut leben kann.

Alle Ergebnisse im Detail gibt’s hier.
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