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17.12.2014

Wälzen: Wellness für Pferde

Wer dieser Tage sein Pferd von der Koppel holt, muss häufig etwas genauer schauen, damit er es erkennt, denn viele Pferde lieben das ausgiebige Bad im schlammigen Matsch. Doch während es für Pferdebesitzer in erster Linie lästig ist, wenn sich ihre Lieblinge diesem Vergnügen hingeben, ist Wälzen für Pferde geradezu essentiell.

Auch wenn die wenigsten Pferdebesitzer ein solches Matschbad schätzen, für die Pferde leistet es einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden. © www.slawik.com
Auch wenn die wenigsten Pferdebesitzer ein solches Matschbad schätzen, für die Pferde leistet es einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden.
© www.slawik.com
Tatsächlich zählt das genussvolle Herumrollen zu den Grundbedürfnissen der Pferde und leistet einen wichtigen Beitrag zur Haut- und Fellpflege. Durch den Wälzvorgang lösen sich juckende Haare, abgestorbene Hautzellen, Parasiten und Schweiß, der im Fell klebt. Beim anschließenden Schütteln werden lose Partikel schließlich aus dem Fell geschleudert.

Neben seiner reinigenden Funktion strafft das Wälzen aber auch das Bindegewebe und regt die Durchblutung an. Die abwechselnden Druckbelastungen und -entlastungen beim Kontakt zwischen Boden und Haut wirken wie eine Massage. Das erklärt auch, warum sich die meisten Pferde mit einer solchen Hingabe wälzen, dass sie dabei genüsslich stöhnen und grunzen.

Wälzen bei Koliken

Viele Pferde haben bei einer Kolik vermehrt den Drang sich zu wälzen. Während es früher hieß, man dürfe dies keinesfalls zulassen, ist man heute von diesem strikten Verbot abgekommen. Anders als angenommen, kann der Wälzvorgang nämlich leichte Darmverschlingungen sogar wieder lösen. Man sollte dem Pferd dieses wertvolle Mittel zur Selbstheilung also nicht verwehren, denn es mindert auf diese Weise instinktiv seineSchmerzen. Allerdings sollte man darauf achten, dass es sich nicht verletzen oder festlegen kann. Meist ist es im akuten Schmerzzustand unzugänglich und achtet nicht auf seine Umgebung. Deshalb sollte das Pferd an einen sicheren Ort verbracht werden, wo es sich gefahrlos wälzen kann.

Der richtige Untergrund

Damit Wälzen Spaß macht, muss der Untergrund vor allem eines sein: weich! Deshalb sind Schnee und - zu unserem besonderen Leidwesen - auch Gatsch beliebte Wälzplätze.

Besonders toll lässt es sich zudem auf trockenem Sand oder Sand-Sägespäne-Gemischen wälzen. Viele Pferde genießen es deshalb besonders, wenn sie nach dem Reiten die Möglichkeit bekommen auf dem Reitplatz oder in der Halle nach Herzenslust herumzurollen. Doch nicht überall ist es erlaubt, seinem Pferd diese Form der Entspannung zu gönnen. Wenn dann auch noch die Weidezeit vorüber ist und damit  Wälzen auf Gras-Untergrund nicht mehr möglich, bleibt den meisten Pferden nur noch das von allen Besitzern gefürchtete Matschbad.
Wälzen im Sand: eine saubere Angelegenheit © Nadine Haase - fotolia.com
Wälzen im Sand: eine saubere Angelegenheit
© Nadine Haase - fotolia.com
Abhilfe kann hier ein eigens angelegter Wälzplatz schaffen, denn viele Pferde bevorzugen trockenen Sand anstelle von matschigem Untergrund. So wird das Wälzvergnügen schließlich nicht nur zu einer gesunden, sondern auch zu einer sauberen Angelegenheit – sehr zur Freude des putzenden Besitzers.

Wer dennoch regelmäßig eine dicke Schlammkruste vom Pferd kratzen muss, bevor an Reiten überhaupt zu denken ist, sollte sich damit trösten, dass die Fango-Packung nun einmal zu einem gesunden Pferd dazugehört und einen wichtigen Beitrag zum einem zufriedenen und gesunden Vierbeiner leistet

Wälzen ist ansteckend

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