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30.07.2015

Warum Pferde schäumen

Wenn Pferde stark schwitzen, bildet sich an Stellen, die Reibung ausgesetzt sind, weißer Schaum. Warum das so ist, lesen Sie hier.

Wenn von Schweiß durchnässte Stellen am Pferdekörper Reibung ausgesetzt sind, bildet sich der typische weiße Schuam. Verantwortlich dafür ist das Protein Latherin. © Tomas Holcbecher
Wenn von Schweiß durchnässte Stellen am Pferdekörper Reibung ausgesetzt sind, bildet sich der typische weiße Schuam. Verantwortlich dafür ist das Protein Latherin.
© Tomas Holcbecher
Pferde verlieren im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern des Tierreichs bei Anstrengung richtig viel Schweiß. Dieser Vorgang schützt den Pferdekörper vor dem Überhitzen und sorgt dafür, dass das Fluchttier Pferd gegenüber seinen Fressfeinden in Sachen Ausdauer den längeren Atem hat.

Damit eine Schweißkühlung beim Pferd überhaupt funktionieren kann, musste sich die Natur jedoch etwas einfallen lassen. Pferde haben ein leicht öliges Fell, wäre der Schweiß ähnlich wässrig wie der des Menschen, würde er am Pferdekörper einfach abperlen anstatt das Fell zu durchnässen und so für Kühlung zu sorgen. Aus diesem Grund weist Pferdeschweiß eine hohe Konzentration des Proteins Latherin auf, ein Eiweißsstoff der als eine Art Tensid wirkt und die Oberflächenspannung des Schweißwassers stark verringert. Auf diese Weise kann der Schweiß das ölige Pferdefell leichter benetzen, besser verdunsten und damit kühlen.

Mit der Entdeckung von Latherin in den frühen 80er-Jahren war schließlich auch das Geheimnis hinter dem Schaum schwitzender Pferde gelüftet. Die seifige Eigenschaft des Proteins bewirkt bei Reibung eine Schaumbildung. Daher rührt auch der Name, der sich vom englischen Verb to lather (schäumen) ableitet.

Fast dreißig Jahre später fanden britische Forscher Latherin auch im Pferdespeichel. Hier hilft es vermutlich die oft sehr trockene Nahrung der Pferde breiig zu machen. Und sorgt zugleich für jene Schaumbildung, die Reiter bei einem zufrieden auf dem Gebiss kauenden Pferd so sehr schätzen.
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