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01.05.2011

Weltcup-Finale Dressur: Sieg für Adelinde Cornelissen

Die Dominanz der Niederlande im großen Viereck bleibt ungebrochen: nach der Trennung der dominierende Paarung Gal-Totilas holt die 32-jährige Holländerin den Sieg beim Weltcupfinale in Leipzig.

Etwas uneins waren sich die sieben Richter bei der Vergabe der Punkte. 87 Prozent gab es als Topbewertung für Cornelissens Ritt, die niedrigste lag bei 78,75. Anscheinend kann an derartigen Diskrepanzen auch die neu geschaffene Position des „leitenden Dressurrichters“ nichts ändern. Insgesamt resümierte die Bewertung für den Ritt der Niederländerin dann bei 84,804 Prozent. Der 14 Jahre alte Parzival trug seine Reiterin bis auf einen Wackler in den Einwechseln souverän durch die Prüfung. Ein weiteres Mal war bei dieser Paarung wenig Leichtigkeit zu bemerken, Parzival absolvierte den Großteil des Rittes mit enggezogenem Hals während er in sehr gewöhnungsbedürftigen Rückwärtslage seiner Reiterin durch die Lektionen gesteuert wurde. Doch dies sind Kriterien, die lediglich eine Geschmacksfrage zu sein scheinen und so sicherte sich die ehemalige Englischlehrerin zu den Klängen von Tschaikowskys Nussknacker und Schwanensee den Sieg vor der ganz großen Überraschung des Wochenendes: der Dänin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein und ihrem 14 Jahre alten Wallach Digby.
Adelinde Cornelissen © Kit Heighton/FEI
Adelinde Cornelissen und Parzival.
© Kit Heighton/FEI
Unter die besten Sechs des Reem Acra FEI World Cup Final Dressage zu kommen war das große Ziel der Nichte der dänischen Königin Margarethe II. Dass es zum Schluss sogar für Platz zwei reichen würde, damit hatte auch sie nicht gerechnet. Entsprechend groß war die Freude über die gute Platzierung: "Digby ist ab heute der Kaiser in meinem Stall", jubelte Sayn-Wittgenstein.
Nathalie zu Sayn-Wittgenstein © Kit Houghton/FEI
Nathalie zu Sayn-Wittgenstein und Digby
© Kit Houghton/FEI
Platz drei ging an die deutsche Grand Dame der Dressur, Ulla Salzgeber. Mit Herzrufs Erbe gelang der Mannschaftsolympiasiegerin in dessen erster Hallensaison ein guter Ritt zu den Klängen von Les Miserables, der zwar spanniger ausfällt als im Grand-Prix aber dennoch mit 78,821 Prozent belohnt wurde. „Ich habe mal nachgerechnet. Es ist sieben Jahre her, dass ich zuletzt deutsche Farben bei einem wichtigen Wettbewerb vertreten durfte und auf dem Medaillentreppchen stand“, zeigte sich Salzgeber im Anschluss an das Finale überglücklich. Ein wenig musste Salzgeber blinzeln bei der Siegerehrung. Ansonsten galt alles Lob ihrem Pferd Herzrufs Erbe: „Er ist ein Traum.“
Ulla Salzgeber © Kit Houghton/FEI
Ulla Salzgeber und Herzrufs Erbe.
© Kit Houghton/FEI
Ohne Totilas unter dem Sattel reicht es für Edward Gal (noch?) nicht für einen Platz auf dem Treppchen. Die Totilas-Halbschwester Sisther de Jeu wirkt noch recht spannig, verkantet sich leicht im Genick und wird häufig zu eng. 77,393 Prozent und Platz vier heißt es zum Schluss für den Niederländer, dessen Vorstellung vom dänischen Richter Leif Törnblad sogar als zweitbester Ritt gewertet wird.
Während eine Deutsche jubelt, ärgert sich eine andere: Isabell Werth bleibt hinter den Erwartungen zurück, für sie und den mittlerweile 17-jährigen Satchmo reicht es lediglich für Rang fünf. In der Galoppverstärkung geht Satchmo fast durch, nach Angaben Isabell Werths ist der Braune gegen ein Begrenzungsgatter getreten und hat sich dabei erschrocken. Ein Kick bei der abschließenden Piaffe machen die Hoffnungen auf eine Platzierung ganz vorne endgültig zunichte.

Ergebnisse

29. Reem Acra FEI World Cup Final Dressage Grand Prix Kür

1. Adelinde Cornelissen (Niederlande), Jerich Parzival, 84,804 Punkte;
2. Nathalie zu Sayn-Wittgenstein (Dänemark), Digby, 80,036 Punkte;
3. Ulla Salzgeber (Deutschland), Herzrufs Erbe, 78,821 Punkte;
4. Edward Gal (Niederlande), Sisther de Jeu, 77,393 Punkte;
5. Isabell Werth (Deutschland), Satchmo, 77,143 Punkte;
6. Patrik Kittel (Schweden), Watermill Scandic H.B.C, 76,375 Punkte
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