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17.04.2015

Weltcupfinale: Charlotte Dujardin nimmt Kurs auf den Titel

Am späten Donnerstagabend mitteleuropäischer Zeit ging der Vorhang auf für die letzte Vorprüfung zum großen Weltcupfinale der Dressurreiter. Wie nicht anders erwartet, war an der Vormachtsstellung des britischen Super-Duos Charlotte Dujardin und Valegro auch bei dieser Gelegenheit nicht zu rütteln.

Ihnen kann derzeit niemand das Wasser reichen: Charlotte Dujardin und Valegro sind in der Hitze von Las Vegas auf dem besten Weg, ihren Weltcuptitel aus dem Vorjahr zu verteidigen. © Arnd Bronkhorst / FEI
Ihnen kann derzeit niemand das Wasser reichen: Charlotte Dujardin und Valegro sind in der Hitze von Las Vegas auf dem besten Weg, ihren Weltcuptitel aus dem Vorjahr zu verteidigen.
© Arnd Bronkhorst / FEI
Die Britin und ihr mittlerweile 13-jähriger Negro-Sohn sicherten sich mit 85,414 Prozent klar den Sieg – auch, wenn die Darbietung nicht ganz an das Niveau heranreichte, das man von den Olympiasiegern gewohnt ist. Zwar leistete sich das Duo keine echten Patzer, hie und da schlichen sich jedoch kleine Ungenauigkeiten ein und es fehlte der Darbietung etwas von jener Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, die schon längst zum Markenzeichen der Weltranglistenführenden geworden ist. Trotzdem griffen die Richter tief in die Punktetasche, Annette Fransen Iacobaeus aus Schweden, Richterin bei M, honorierte den Ritt gar mit 87,9 Prozent – womit das Duo seinen eigenen Weltrekord, der derzeit bei 87,460 Prozent liegt, noch um ein paar Zehntel übertroffen hätte. Der bei B sitzende Deutsche Peter Holler hingegen hielt sich mit seiner Euphorie etwas zurück und vergab 82,1 Prozent für die gezeigte Leistung.

Differenzen von über fünf Prozent bei der Richterbewertung gab es auch für den Grand Prix des Niederländers Edward Gal und seinen 14-jährigen Ferro-Sohn Undercover. Von 76 bis 81,9 Prozent reichte hier die Notenskala für die recht spannige Vorstellung des derzeit besten niederländischen Paares. Der lackschwarze Undercover piaffierte und passagierte zwar wie ein Uhrwerk, doch in den Trabverstärkungen und den Galoppwechseln konnte Gal die angezogene Handbremse nicht recht lösen, hinzu kamen Patzer in den Übergängen und fehlerhafte Einerwechsel, sodass auch dieses Duo doch deutlich hinter seinem Leistungslimit zurückblieb.

Eine sehr gehorsame Runde zeigte US-Reiter Steffen Peter mit seinem 13 Jahre alten Westfalenwallach Legolas. Vor allem in der Trabtour wusste der Lokalmatador die Stärken des Florestan-Sohnes auszuspielen, in den taktmäßigen Piaffen und Passagen holte das Duo viele Punkte heraus, die es danach in der Galopptour jedoch kontinuierlich wieder abbaute. Der Galopp ist sicherlich die schwächste Gangart des einstigen P.S.I-Autktiontspferdes, darüber kann auch das reiterliche Vermögen eines Steffen Peters, der sich keine Fehler leistete, nicht hinwegtäuschen.

Auf Rang vier reihte sich die Deutsche Jessica von Bredow-Werndl mit ihrem Unee BB ein. Wie schon beim WEG-Sichtungsturnier in Perl-Borg 2014 konnte isch der ausdrucksstarke Gribaldi-Sohn das Äppeln während der Prüfung nicht verkneifen, weshalb die Galopptour nicht ganz fehlerfrei vonstattenging (74,843 %). Dahinter reihten sich die fein reitende Laura Graves (USA) mit Verdades (74,314 %) und die junge Spanierin Morgan Barbancon Mestre mit ihrem immer noch frischen Senior Painted Black (73,786) auf den Plätzen fünf und sechs ein.

Für die Dressurpferde steht nun einen Tag Wettkampfpause in der schwülen Hitze von Las Vegas auf dem Programm, bevor es am Samstag um den Weltcupsieg 2015 geht. Haushohe Favoriten für den großen silbernen Pokal sind und bleiben Charlotte Dujardin und ihr Valegro. Das britische Dreamteam kann sich derzeit wirklich nur selbst schlagen – das hat die erste Standortbestimmung in der Wüste Nevadas klar gezeigt.

Ergebnisse im Detail gibt's hier.
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