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20.04.2015

Weltcupfinale Springen: Im Dritten Anlauf zum Weltcupsieg

Schon zweimal war der Schweizer Steve Guerdat bei einem Weltcupfinale als Führender in die letzte Runde einer Weltcupentscheidung eingeritten und ebenso viele Male hatte er sich mit Rang zwei begnügen müssen. Am Sonntagnachmittag durchbrach der Olympiasieger endlich seine Weltcup-Pechsträhne und holte den verdienten Sieg - auch wenn’s am Ende eine echte Zitterpartie war.

Wie in der Dressur ging auch bei den Springern der Weltcuptitel 2015 an den Olympiasieger. © Hippo Foto - Dirk Caremans / FEI
Wie in der Dressur ging auch bei den Springern der Weltcuptitel 2015 an den Olympiasieger.
© Hippo Foto - Dirk Caremans / FEI
sich der Olympiasieger von London 2012  in bestechender Form. Seine überragend springende Selle-Francais-Stute Albfuehren's Paille meisterte einen Parcours nach dem anderen ohne Fehler, sodass das Duo vor dem zweiten Durchgang im finalen Springen mit null Fehlerpunkten auf dem Konto die perfekte Ausganglage hatte.

Doch die letzte Runde hatte es in sich. Die vorangegangenen kräftezehrenden Springen forderten ihren Tribut, kein einziges Paar kam ohne Fehler durch den kniffligen Abschlussparcours. Der erst neunzehnjährigen Belgier Jos Verlooy, der mit gesamt sechs Fehlerpunkten noch in Schlagdistanz zu Guerdat gelegen hatte, kassierte just am letzten Hindernis einen Abwurf - aus der Traum von der großen Sensation. Auch bei der mit fünf Fehlerpunkten drittplatzierten Französin Pénélope Leprevost und Vagabond de la Pomme fiel eine Stange, und auch der neunzehnjährige Sensationsmann aus Irland, Bertram Allen, kassierte im Sattel seiner fantastisch springenden Schimmelstute Molly Malone einen Abwurf und erhöhten damit sein Punktekonto wie Leprevost auf neun Zähler.
Strahlende Gesichter auf dem Podium (v.l.n.r.): Pénélope Leprevost (FRA), Steve Guerdat (SUI) und Bertram Allen (IRL) © Hippo Foto - Dirk Caremans / FEI
Strahlende Gesichter auf dem Podium (v.l.n.r.): Pénélope Leprevost (FRA), Steve Guerdat (SUI) und Bertram Allen (IRL)
© Hippo Foto - Dirk Caremans / FEI
Damit war der Weg frei für Steve Guerdat und Paille, die sich zwei Abwürfe und einen Zeitfehler leisten durften. Doch so komfortabel der Vorsprung auch zu sein schien, so knapp wurde es zum Ende hin. Schon beim fünften Hindernis polterte es hinter Guerdat und der zwölfjährigen Stute von Kannan, die Entscheidung um den Weltcupsieg 2015 blieb bis zum letzten Sprung offen. Den Sieg vor Augen drückte Guerdat noch einmal aufs Tempo, doch die Distanz passte nicht. Paille sprang zu früh ab und riss die hintere Stange des Oxers mit. Damit hatte das Duo seinen Vorsprung beinahe zur Gänze aufgebraucht. Der bange Blick auf die Anzeigetafel ließ Guerdat schließlich aufatmen: Dort leuchteten 67,76 Sekunden auf - 24 Hundertstelsekunden war der Olympiasieger innerhalb der erlaubten Zeit geblieben. So etwas nennt man Maßarbeit! „Ich war schon so viele Male knapp dran. Es ist das dritte Mal, dass ich als Führender in die letzte Runde gegangen bin und heute hätte ich es beinahe wieder verbockt. Den letzten Sprung bin ich wie ein Kuhhirte angeritten“, sagte der 32-Jährige, der für seinen Weltcupsieg 172.500 Euro kassiert.

Hinter Guerdat reihten sich Penelope Leprevost und Bertram Allen auf den Plätzen zwei und drei ein.

Alle Ergebnisse im Detail können Sie hier nachlesen
Weltcup 2015 Podium Guerdat Leprevost Allen © Hippo Foto - Dirk Caremans / FEI
© Hippo Foto - Dirk Caremans / FEI
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