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19.12.2012

Weltcupsieg für Charlotte Dujardin und Abschied von Carl Hester und Uthopia

Die Kür der Weltcupetappe in London bescherte Fans der britischen Dressur ein lachendes und ein weinendes Auge. Während Charlotte Dujardin mit ihrem Valegro überlegen den Sieg in dieser Prüfung feierte, war der Bewerb zugleich der endgültig letzte gemeinsame Auftritt von Carl Hester und Uthopia.

Sie waren die unangefochtenen Dressur-Könige in London: Charlotte Dujardin und Valegro. Damit das Dreamteam auch weiterhin Titel und Medaillen für Großbritannien holen kann, muss sich bis Ende Jänner ein Investor finden. © Kit Houghton / FEI
Sie waren die unangefochtenen Dressur-Könige in London: Charlotte Dujardin und Valegro. Damit das Dreamteam auch weiterhin Titel und Medaillen für Großbritannien holen kann, muss sich bis Ende Jänner 2013 ein Investor finden, der sich zu 50 Prozent am zehnjährigen KWPN-Wallach beteiligt.
© Kit Houghton / FEI
Im Vorfeld wurde fleißig gemutmaßt, ob sich das britische Dream-Team, Charlotte Dujardin und Valegro, in der Londoner Weltcup-Kür auch den letzten Weltrekord sichern würde. Doch der bleibt vorerst Edward Gal und Totilas erhalten. Valegro präsentierte sich etwas übereifrig, schon beim Anreiten nach dem Gruß fand das Duo nur schwer in den Rhythmus, die Piaffen gerieten ansatzweise zu Levaden und auch die Übergänge gelangen nicht so flüssig wie gewohnt. Demgegenüber standen beeindruckende Trabverstärkungen, rhythmische und ungemein taktsichere Passagen, wunderschön getragene Pirouetten und imposante Galoppwechsel, für die es reihenweise Neunen und Zehnen im Prüfungsprotokoll hagelte. 

Wie schon im Grand Prix am Vortag ritt Isabell Werth ihren Don Frederico-Sohn Don Johnson auch in der Kür auf Rang zwei. Mit 80,075 Prozent platzierte sich die Deutsche knapp vor Carl Hester und Uthopia, die sich gegenüber ihrem enttäuschenden Grand Prix-Ergebnis (71,128) deutlich steigern konnten. Piaffen, Pirouetten, Galoppwechsel und Trabverstärkungen gelangen wieder in gewohnter Manier und das Paar überzeugte mit der ihm so eigenen, unverwechselbaren Leichtigkeit, die mit 79,900 Prozent belohnt wurde.
Zum Abschied ihrer gemeinsamen Karriere gab es für Carl Hester und Uthopia noch einen versöhnlichen dirtten Platz bei der Weltcup-Kür in London. © Kit Houghton / FEI
Zum Abschied ihrer gemeinsamen Karriere gab es für Carl Hester und Uthopia noch einen versöhnlichen dirtten Platz bei der Weltcup-Kür in London.
© Kit Houghton / FEI

Letzter Start für Carl Hester auf Uthopia

Für Carl Hester war dies nun definitiv der letzte Ritt auf seinem elfjährigen gekörten KWPN-Hengst Uthopia. Bereits nach den Olympischen Spielen hätte der schwarze Metall-Sohn verkauft werden sollen, doch dem standen bislang ungeklärte Besitzverhältnisse entgegen. Eine einstweilige gerichtliche Verfügung, die über den Hengst verhängt wurde, verhindert etwaige Auslandsstarts der britischen EM-Doppel-Silbermedaillengewinner. Bis zum endgültigen Verkauf wird Uthopia deshalb nun in Hesters Stall in Gloucestershire bleiben.

"Es fühlt sich jetzt wie das Ende einer Reise an, aber es war eine großartige Reise. Deshalb bin ich auch nicht wirklich unglücklich oder erschüttert, denn ich weiß, dass jemand anderes es genießen wird ihn reiten zu dürfen”, wird der aktuelle britische Meister auf Horse and Hound Online zitiert. Die britischen Fans in der Londoner Olympiahalle verabschiedeten das Ausnahme-Paar, das für viele eine neue Ära im Dressursport eingeläutet hat, mit Standing Ovations und tosendem Beifall.

Investor für Valegro gesucht

Während Uthopias Verkauf bereits als sicher gilt, ist Valegros Zukunft noch ungewiss. Geht es nach Carl Hester und Mitbesitzerin Roly Luard, soll bis Ende Jänner 2013 ein Investor gefunden werden, der 50 Prozent der Anteile übernimmt, sodass dieses derzeit weltbeste Dressurpferd für die Großbritannien und Charlotte Dujardin erhalten bleiben kann. "Wir hoffen, dass sich Leute finden die Valegro für Charlotte sichern. Ich bin davon überzeugt, dass er zumindest für die nächsten sechs Jahre viele Goldmedaillen gewinnen wird – es ist die beste Paarung, die wir jemals hervorgebracht haben. Es gab Anfragen nach den Olympischen Spielen und auch einige konkrete Angebote, aber darunter war nicht annähernd eines das dem entspricht, wonach wir suchen. Er (Valegro) war jetzt acht Jahre lang in meinem Stall, deshalb ist es natürlich keine leichte Entscheidung – aber wir müssen auch von irgendetwas leben und ich habe einen Stall zu erhalten“, so Hester im Interview mit eurodressage.com.

Alle Ergebnisse im Detail können Sie hier nachlesen.
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