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20.09.2012

Weltmeisterschaft der Einspänner

70 Teilnehmer aus 19 Nationen gingen von 12. bis 16. September im sonnigen Portugal bei der WM der Einspänner an den Start. Die rot weiß roten Farben wurden von Andrea Dobretsberger, Pia Eisenbach und Rudolf Pirhofer vertreten. Der Sieg ging sowohl im Einzel aus auch in der Mannschaftsentscheidung nach Deutschland. Wir haben die besten Fotos aus Lezirias für Sie.

Den Auftakt machte wie gewohnt die Dressurprüfung. Hier konnte sich der Pole Bartolomiej Kwiatek mit einer fehlerfreien Vorstellung seines Hengstes an die Spitze setzen gefolgt von Christoph Dieker aus Deutschland auf dem zweiten Rang. Für Österreich war es die 23-jährige Pia Eisenbach, die mit ihrer Stute Ria bei ihrer ersten WM-Teilnahme ein hervorragendes Ergebnis erzielte. Sie schaffte es mit einem siebenten Platz sogar unter die Top Ten. Rudolf Pirhofer und sein temperamentvoller Baritello erreichten den 18. Dressurrang, Andrea Dobretsberger mit Westminster belegte Rang 42 nach dem ersten Teilbewerb.

Weiter ging es am Samstag mit dem Marathon. Parcoursbauers Ricard Nicoll (USA) hatte acht technisch sehr anspruchsvollen Hindernissen angelegt, Temperaturen um die 30°C ließen den Bewerb zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden. Am besten zurecht mit den Bedingungen kam Michael Barbey aus der Schweiz, der einen unglaublich rasanten Marathon fuhr. Er siegte mit mehreren Bestzeiten in den Hindernissen vor Ian Betram (GBR).

Rudolf Pirhofer erzielte in Hindernis eins die Bestzeit, die nach ihm keiner mehr unterbieten konnte und belegte schlussendlich den 16. Marathonrang. Pia Eisenbach blieb fehlerfrei und wurde 45., Andrea Dobretsbeger kassierte leider durch ein korrigiertes Verfahren Strafpunkte und musste sich mit Platz 68 zufrieden geben. Nach diesem Bewerb lag Dressursieger Batolomiej Kwiatek (POL) in der Einzelwertung weiterhin vorne, im Mannschaftsbewerb führte Deutschland, Österreich belegte den fünften Zwischenrang.

Aufgrund der sehr engen Punkteabstände vor allem in der Mannschaftswertung wurde das Kegelfahren am Sonntag mit großer Spannung erwartet. Für den letzten Teilbewerb hatte Ricard Nicoll wiederum einen sehr anspruchsvollen Parcours gebaut, bei dem die Zeit äußerst knapp bemessen war - da blieb einfach keine Sekunde zum Innehalten. Während zunächst kein Fahrer in der erlaubten Zeit blieb zeigte schließlich die Dänin Ane Wieder, dass eine Bewältigung des Parcours in der vorgegebenen Zeit doch möglich war. Im Galopp durchfuhr sie die Kegeltore, und siegte mit nur drei Fehlerpunkten aus einem Abwurf im Hindernisfahren vor Jose Freixa (POR), der ebenfalls mit nur einem Abwurf in der Zeit blieb.

Rudolf Pirhofer absolvierte den Parcours mit 10,41 Fehlerpunkten, Pia Eisenbach hatte vorerst bis Hindernis zehn eine großartige fehlerfreie Fahrt. Leider blieb es nicht bei einem Abwurf und sie verließ den Parcours mit 13,62 Fehlerpunkten. Andrea Dobretsberger war bis zum letzten Drittel sehr gut unterwegs, verfehlte jedoch dann leider den Parcours und wurde eliminiert. Damit waren leider auch die Medaillenchancen für Österreich vergeben.

Der bis dahin in führung gelegene Pole Bartolomiej Kwiatek musste aufgrund zu vieler Fehlerpunkte aus dem Parcours den Weltmeistertitel Christoph Dieker (GER) überlassen der ebenso Gold holte, wie die Mannschaft Gold für Deutschland holte. Jubeln durften auch die Schweizer, Marathonsieger Michael Barbey – in der Dressur noch 45.(!) – holte mit Rang drei im Kegelfahren weiter auf und fuhr damit noch auf den Silberrang. Darüber hinaus hatte sich die Schweizer auch das Mannschaftssilber gesichert! Orange war die Farbe der Bronzemedaillengewinner – hier ging die Medaille in der Einzelwertung an Wilbrord van den Broek (Niederlande), und die Niederländer hatten sich auch Mannschaftsbronze gesichert.

Die österreichische Mannschaft belegte in der Gesamtwertung Rang acht, in der Einzelwertung erzielte Rudolf Pirhofer mit Rang 16 das beste Ergebnis. Pia Eisenbach wurde 31. und kann mit Recht auf ihr gelungenes WM-Debüt stolz sein. In Wahrheit sind alle Sieger, die an diesem Championat teilgenommen haben - besonders die Pferde – wenn man bedenkt, welch großartige Leistungen sie nach einer Anfahrt von tausenden Kilometern erbracht haben.
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