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04.11.2013

Wieder Pferde an Weidemyopathie gestorben

Wie das Kärntner Agrarreferat am Montag meldete, sind in den vergangenen Tagen im Bezirk Feldkirchen wieder Pferde an der atypischen Myopathie gestorben.

Weiden mit viel Laub sollten vor allem in den Monaten Oktober und November besser gemieden werden - ganz besonders dann, wenn sich darunter auch Blätter des Bergahorns befinden. © Jessmine - fotolia.com
Weiden mit viel Laub sollten vor allem in den Monaten Oktober und November besser gemieden werden - ganz besonders dann, wenn sich darunter auch Blätter des Bergahorns befinden.
© Jessmine - fotolia.com
Knapp zwei Jahre ist es her, dass eine mysteriöse Todesserie Kärntens Pferdebesitzer in Angst und Schrecken versetzte. Später wurde festgestellt, dass die rund zehn betroffenen Pferde der atypischen Weidemyopathie, einer häufig tödlich verlaufenden Muskelerkrankung, zum Opfer gefallen waren.

Hatte man erst noch Clostridien als Auslöser in Verdacht, zeigten Studienergebnisse us-amerikanischer Wissenschaftler im Vorjahr, dass in erster Linie Toxine mancher Ahorn-Arten für die gefürchtete Erkrankung verantwortlich sind. Speziell die Samen des auch bei uns heimischen Bergahorns gelten als potentiell gefährlich. Während die Früchte des Baumes im Frühherbst zu reifen beginnen, kommt es hauptsächlich von Oktober bis November zur Freisetzung der giftigen Samen, die von den Tieren mit dem Gras augenommen werden.

Die beste Prävention im Kampf gegen die atypische Myopathie ist damit neben der Fütterung von ausreichend Heu die Meidung von Weideflächen mit Ahornbestand und großem Laubaufkommen. Zeigt ein Tier bereits erste Symptome wie plötzliche Steifheit, Muskelzittern, schwankenden Gang und Schweißausbrüche, ist es meist schon zu spät. Selbst bei früher und schnell eingeleiteter Behandlung fällt die Prognose in der Regel ungünstig aus, die Sterblichkeitsrate liegt bei erschreckenden 70 Prozent.
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