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03.04.2014

Wiener Pferde-Tram sorgt für Verwunderung

Mit einer etwas ungewöhnlichen Pressemeldung machten die Wiener Linien am vergangenen Dienstag von sich Reden, in der die Einführung von historischen Pferdebahn-Fahrten auf der Ringstraße als kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Fiaker-Fahrten angepriesen wurde.

Zum Wiehern: Die Wiener Linien erlaubten sich mit der Pressemeldung zur Vienna Horse Tram einen gelungenen Aprilscherz. © Superingo - Fotolia.com
Zum Wiehern: Die Wiener Linien erlaubten sich mit der Pressemeldung zur Vienna Horse Tram einen gelungenen Aprilscherz.
© Superingo - Fotolia.com
Diese Pressemitteilung der Wiener Linien sorgte am Dienstag sicher bei vielen für verwundertes Stirnrunzeln: Mit der "Vienna Horse Tram" (VHT) wolle man künftig das touristische Angebot der Wiener Linien um eine originale Pferdestraßenbahn-Garnitur aus den 1840er Jahren erweitern, ließ das Unternehmen vermelden. „Die Route führt gegen den Uhrzeigersinn um den Ring, eine Stichfahrt zum Praterstern macht Kombinationstickets mit dem Ponykarussell im Wurstelprater möglich. Abfahrten finden zweistündlich ab der Oldtimer-Haltestelle Karlsplatz statt. Die Vienna Horse Tram ist um nur 25 Euro eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Fiakerfahrten“, hieß es in der Aussendung.

Highlight: Lipizzaner-Bespannung jeden Sonntag

Ein besonderes Zuckerl sei für die Sonntage geplant, wenn die Wagen mit zwei Lipizzanern der Spanischen Hofreitschule Wien bespannt würden. Für die Gewährleistung der Zug- und Straßentauglichkeit der Schulhengste habe man erfahrene Pferdetrainer engagiert.

Besonders findig gab man sich auch bei der geplanten Unterbringung der Pferde. So sei die Errichtung von Wagenhallen und Stallungen auf dem Gelände des U-Bahn-Bahnhofs Wasserleitungswiese geplant. Weltweit einzigartig würde dort erstmals eine Dachbegrünung einer U-Bahn-Wartungshalle durchgeführt, die als Koppel für die Vierbeiner dienen solle.

Füttern verboten!

Weil eine gewisse Behinderung der anderen Ringlinien in der Einführungsphase der Pferde-Tram auftreten könne, entschuldigte man sich bereits im Vorfeld für allfällige Verzögerungen. Um diese möglichst gering zu halten, bitte man alle Fahrgäste allerdings auch um deren Kooperation. „Um die Aufenthalte in den Haltestellen nicht unnötig zu verlängern, werden alle Fahrgäste gebeten, von der Fütterung der Pferde mit Zuckerstückchen und Gebäck Abstand zu nehmen.“

April, April!

Eine Pferde-Tram gegen Uhrzeigersinn auf dem Wiener Ring, Hofreitschul-Hengste als Zugpferde und eine Pferdekoppel auf dem Dach – bei derart vielen Unglaubwürdigkeiten lag die Vermutung schnell nahe, dass es sich hierbei um eine nicht ganz ernst gemeinte Aussendung handle. Letzte Unsicherheiten räumte der Blick auf das Veröffentlichungsdatum aus. Dass man sich mit der Vienna Horse Tram bloß einen Aprilscherz erlaubt hatte, bestätigte Wiener Linien-Sprecher Domnik Gries schließlich auch im Gespräch mit Vienna Online. “Wir werden mit Pferden nicht unterwegs sein – im Normalbetrieb ist derlei nicht geplant.”
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