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14.08.2015

Zwei Österreicher im Reiningfinale

Beide österreichischen Teilnehmer schafften bei der Reining-EM in Aachen gleich auf Anhieb den direkten Einzug ins Finale am kommenden Sonntag: Tina Künstner-Mantl und Klaus Lechner belegten mit jeweils 215,5 Punkten ex aequo den achten Rang. Mannschaftsgold holte überraschend Italien vor Deutschland und den Niederlanden.

Hochzufrieden war Klaus Lechner mit seinem Cody Rooster Delmaso: Rang 8 und direkt ins Finale! © Tomas Holcbecher
Hochzufrieden war Klaus Lechner mit seinem Cody Rooster Delmaso: Rang 8 und direkt ins Finale!
© Tomas Holcbecher
Die Lermooserin Tina Künstner-Mantl zeigte sich dabei nach ihrem Ritt auf Nu Chexomatic noch sehr selbstkritisch: "Wir sind direkt im Finale, das ist das Wichtigste! Mein Coach, Cody Sapergia, hat mich noch gewarnt, dass ich beim Rechtszirkel aufpassen soll. Und trotzdem habe ich mich wieder überraschen lassen. Das Positive fürs Finale: Wir haben jede Menge Luft nach oben."
Tina Künstner-Mantl sieht mit Nu Chexomatic fürs Finale noch Luft nach oben. © Tomas Holcbecher
Tina Künstner-Mantl sieht mit Nu Chexomatic fürs Finale noch Luft nach oben.
© Tomas Holcbecher
Wesentlich glücklicher hingegen Klaus Lechner aus Volders: "Ich war richtig gut zufrieden. Mein Pferd hat mir zugehört, vielleicht zu gut, darum habe ich im Rechtsgalopp einen kleinen Trab drinnen gehabt, sonst wäre es fast mein High-Score geworden." Am Sonntag möchte er mit seinem Cody Rooster Delmaso erneut Vollgas geben, noch dazu weil dann Pattern 9 geritten wird und der einen Stopp mehr beinhaltet – ein Vorteil für die beiden Österreicher.
Mit zwei 8. Plätzen konnten die Tiroler Reining-Reiter nach der Qualifikation sehr zufrieden sein. © Ernst Kopica
Mit zwei 8. Plätzen konnten die Tiroler Reining-Reiter nach der Qualifikation sehr zufrieden sein.
© Ernst Kopica
Der Promifaktor in der umgebauten Dressurarena von Aachen war beim ersten Reining-Tag sehr hoch, denn immerhin ging Gina Maria Schuhmacher (die 18-jährige Tochter von Michael Schumacher) als "guinea pig" (Vorreiterin) in die Bahn. Bald wird sie wahrscheinlich auch um Medaillen reiten, bei den Junioren gewann sie bereits zweimal EM-Gold!
Heute noch Vorreiterin, morgen schon im Team? Gina Maria Schumacher sorgt für Schlagzeilen. © Tomas Holcbecher
Heute noch Vorreiterin, morgen schon im Team? Gina Maria Schumacher sorgt für Schlagzeilen.
© Tomas Holcbecher

Unser "Team Tyrol"

Vor zwei Jahren hatte das österreichische Reining-Team bei den Europameisterschaften erfreulicherweise die Bronzemedaille geholt. Tina Künstner-Mantl, Martin Mühlstätter und Rudi Kronsteiner steckten damals sogar das Handicap weg über kein Streichresultat zu verfügen, da die Mannschaft mit nur drei Reitern antrat. Im Vorjahr setzte das Team von Gerold Dautzenberg (diesmal ergänzt durch Markus Morawitz) mit ihrer Bronzenen bei der Weltmeisterschaft in Frankreich noch einen drauf. Darum herrschte auch großes Erstaunen, als für Aachen kein rot-weiß-rotes Team genannt wurde und mit Tina Künstner-Mantl und Klaus Lechner lediglich zwei Einzelreiter an den Start gingen.
Zeigte sich über das Nichtzustandekommen eines Teams enttäuscht: Tina Künstner-Mantl. © Ernst Kopica
Zeigte sich über das Nichtzustandekommen eines Teams enttäuscht: Tina Künstner-Mantl.
© Ernst Kopica
Die Begleitumstände: Der in Arizona lebende Mühlstätter meinte auf meine Anfrage, dass er kein geeignetes Pferd für Aachen habe. Kronsteiner war zwar souverän qualifiziert gewesen, verzichtete aber nach der Absage Mühlstätters auch auf einen Start. Klaus Mantl, der als Teamchef vorgesehen gewesen wäre, zeigte sich verständlicherweise enttäuscht: "Wir hätten zwei Pferde für Mühlstätter zur Verfügung gestellt!" Und auch seine sympathische Frau Tina trauert der vergebenen Medaillenchance nach: "Wir haben eine Superstimmung hier und alles passt. Schade, dass die EM für manche Reiter nicht so wichtig ist!" Aber die Tiroler Westernreiter ließen sich ihre gute Laune nicht verderben: "Die Atmosphäre in Aachen ist trotzdem toll!"
Wäre ebenfalls gern in einer rot-weiß-roten Mannschaft geritten: Klaus Lechner. © Ernst Kopica
Wäre ebenfalls gern in einer rot-weiß-roten Mannschaft geritten: Klaus Lechner.
© Ernst Kopica
Ebenfalls nicht am Start war ein weiterer heißer Reining-Medaillentipp, nämlich die belgische Mannschaft. Etwas obskur die Begründung für ihr Fehlen: Der Verband konnte die erforderliche Qualifikation (der stets im Vorfeld platzierten Mannschaft) für die EM nicht vorweisen.

Das Tüpfelchen auf dem i bei dieser Geschichte: Hätte ein dritter österreichischer Reiter den gleichen Score wie Tina und Klaus geritten (also 215,5), wäre es die dritte Bronzemedaille in Folge gewesen, schade drum!
Leider nur auf einem Plakat in Aachen: Rudi Kronsteiner. © Ernst Kopica
Leider nur auf einem Plakat in Aachen: Rudi Kronsteiner.
© Ernst Kopica
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