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14.02.2012

Zwei Pferde starben bei Dreharbeiten zu „Luck“

Weil während der Produktion der Fernsehserie „Luck“ zwei Pferde nach Unfällen getötet werden mussten, erheben Tierschützer nun schwere Vorwürfe gegen die Fernsehserie des US-amerikanischen Senders HBO.

Gleich zwei Pferde mussten während der Dreharbeiten zur neuen HBO-Fernsehserie "Luck" ihr Leben lassen. © Tom Bayer - Fotolia.com
Gleich zwei Pferde mussten während der Dreharbeiten zur neuen HBO-Fernsehserie "Luck" ihr Leben lassen.
© Tom Bayer - Fotolia.com
In der neuen Dramaserie, die mit Nick Nolte und Dustin Hoffmann zwei echte Hollywood-Granden aufbieten kann, steht das Leben auf der Pferderennbahn im Mittelpunkt der Handlung. Dabei geht es um Wetten, Rennsport, organisierten Verbrechen und natürlich um Pferde. Letztere scheinen allerdings weniger Glück mit „Luck“ zu haben, denn während der Produktion der Pilotfolge (im Jahr 2010) sowie der siebten Episode (2011) kam es zu folgenschweren Unfällen. Beide Male stolperte ein Pferde während des Drehs zu einer Rennsequenz und zog sich dabei schwerwiegende Knochenbrüche zu, die eine sofortige Tötung erforderten.


Wie die BBC berichtete, rief die Tierschutzorganisation PETA nach Bekanntwerden der Unfälle zu einer massiven Erhöhung der Sicherheitsvorkehrungen bei Film- und Fernsehproduktionen auf. Die Tierschützer sind der Meinung, dass beide Todesfälle vermeidbar gewesen wären, wenn sich die Produzenten der Serie an die vorgeschlagenen Sicherheitsprotokolle gehalten hätten. Mehrfach habe man vor Drehbeginn Beratungsgesprächen für die Sicherheitsbelange angeboten, wurde jedoch abgewiesen, heißt es bei PETA. Zwei tote Pferde in nur wenigen Folgen verdeutliche die dunkle Seite der Nutzung von Tieren für Fernsehen, Film und Werbung, so die Tierschützer.

Bei HBO weist man sämtliche Vorwürfe zurück. "Schon von Beginn dieses Projektes an, war uns die Sicherheit der Tiere ein vorrangiges Anliegen", so ein Sprecher des Senders. Die Vorwürfe einer zu laschen oder gar fahrlässigen Haltung gegenüber den Sicherheitsvorkehrungen würden nicht der Realität entsprechen. Immerhin habe man sehr eng mit der American Humane Association (AHA), die den korrekten Umgang mit Tieren bei Dreharbeiten überwacht, zusammengearbeitet. Zudem wurden mit Pferderennexperten eigene Sicherheitsprotokolle geschaffen, die weit über den Industriestandards lägen.

Als direkte Konsequenz aus den beiden Unfällen wurde bei den betreffenden Folgen das AHA-Zertifikat "No Animals Were Harmed" aus den Credits entfernt. Zudem forderte die Organisation ein Produktionsende nach dem zweiten Vorfall woraufhin die Sicherheitsvorkehrungen nochmals erhöht wurden. So wurde etwa ein zweiter Veterinär am Set gefordert, der tägliche Gesundheitschecks und Röntgenuntersuchungen durchführt. Zudem sollten die Pferde eingehend auf deren Tauglichkeit geprüft und gegebenenfalls durch geeignete ersetzt werden. Nachdem sich HBO mit alle Forderungen einverstanden erklärt hatte, wurden die Dreharbeiten wieder aufgenommen, die seither reibungslos verliefen.

Die erste Folge von „Luck“ startete in den USA Ende Jänner. Wann die Serie im deutschsprachigen Raum zu sehen sein wird, steht derzeit noch nicht fest.

Trailer zur ersten Staffel von "Luck"

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