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05.11.2015

Zwei Pferde sterben nach Öko-Entwurmung

Die Heilkräfte der Natur sind unbestritten, manchmal geraten aber selbst die besten Heilpflanzen an ihre Grenzen. Zum Beispiel dann, wenn es um die wirkungsvolle Beseitigung von Darmparasiten geht.

Ist ein Pferd verwurmt, kommt man derzeit nicht um ein chemisches Anti-Wurmpräparat herum. © www.slawik.com
Ist ein Pferd verwurmt, kommt man derzeit nicht um ein chemisches Anti-Wurmpräparat herum.
© www.slawik.com
Diese Erfahrung musste eine deutsche Pferdehalterin Ende 2013 machen, als zwei ihrer Tiere unvermittelt starben. Als Grund für das plötzliche Ableben der Pferde wurde ein lebensbedrohlicher Arterienverschluss festgestellt, ausgelöst durch starke Verwurmung. Die Pferdebesitzerin, gleichzeitig Vorsitzende des örtlichen Tierschutzvereins, hatte als vehemente Gegnerin chemischer Anti-Wurm-Präparate auf natürliche Entwurmung gesetzt. Weil sie handelsübliche Anthelminthika für „pures Gift“ hielt, habe sie auf „alte Methoden“ beim Entwurmen gesetzt, wie etwa „viele Karotten“ und „Kräuter, die Würmer nicht mögen“. Mit fatalen Folgen.

Wegen der Zufügung „erheblicher Schmerzen, Leiden und Schäden“ wurde der Frau, die in der Folge noch weitere Pferde mit ähnlichen Symptomen hatte einschläfern lassen müssen, ein Bußgeld von 500 Euro auferlegt. Als Grund gab die Behörde „mangelhafte und unterlassene Behandlung nach Wurmbefall“ an.

Weil die Pferdehalterin Einspruch gegen den Bescheid einlegte, kam die Angelegenheit vor Gericht. Anders als das Veterinäramt vermutete sie eine Vergiftung ihrer Tiere durch Unbekannt als Todesursache. Eine pathologische Untersuchung der Pferde an der Universität in München konnte diesen Verdacht jedoch nicht bestätigen, sodass sich das Gericht der Einschätzung der Behörde anschloss und die Verpflichtung zur Bußgeldzahlung bestätigte, diese jedoch auf 250 Euro reduzierte.

Quelle
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