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22.09.2017

Zweispänner WM: Gerald Rössler nach Top-Dressur im Spitzenfeld

Donnerstag und Freitag standen bei der Zweispänner-WM ganz im Zeichen der Dressuren. Ein starker Auftakt gelang dabei dem Burgenländer Gerald Rössler, der nach einer Spitzenfahrt in Schlagdistanz zu den Medaillenrängen liegt.

Obwohl dem erst sechsjährigen KWPN-Wallach Gentle zwischendurch etwas die Nerven flatterten, gelang dem Burgenländer Gerald Rössler mit Rang sieben in der Dressur ein starker WM-Auftakt. © hippoevent.at | ?árka Veinhauerová
Obwohl dem erst sechsjährigen KWPN-Wallach Gentle zwischendurch etwas die Nerven flatterten, gelang dem Burgenländer Gerald Rössler mit Rang sieben in der Dressur ein starker WM-Auftakt.
© hippoevent.at | ?árka Veinhauerová
Mit seinem KWPN-Gespann Bolino und Gentle zeigte Gerald Rössler eine hervorragende Runde auf dem Fahrplatz des slowenischen Traditionsgestüts in Lipica. Von der fünfköpfigen Jury erhielt der Burgenländer dafür 70,8 Prozent. In Minuspunkte umgemünzt bedeutet das 46,72 Zähler und aktuell Platz sieben in der Gesamtwertung – knappe vier Punkte hinter dem Bronzerang vor dem morgigen Marathon. „Ich bin sehr zufrieden mit der Dressur und es ist toll, dass wir uns mit Rang sieben im internationalen Spitzenfeld platzieren konnten. Beide Pferde waren sehr gut zu fahren und haben sich schön präsentiert. Leider war unsere Vorstellung nicht ganz fehlerfrei. Gentle ist mit seinen sechs Jahren noch sehr jung und hat sich von der großen Arena hier in Lipica doch recht beeindrucken lassen. Bei der Grussaufstellung und beim Rückwärtstreten fand er etwas auf den Tribünen ganz ungemein spannend – das hat den jungen Burschen etwas aus der Konzentration betracht“, berichtet Rössler, der nach dem gelungenen Auftakt bereits dem Marathon entgegenfiebert. „Morgen geht’s in Gelände. Dort warten acht sehr lange Hindernisse auf uns. Wir sind hochmotiviert und freuen uns auf die Herausforderung.“

Das zweitbeste Ergebnis aus österreichischer Sicht lieferte Stefan Bösch, der mit seinen beiden Wallachen Daddy’s Sunshine und Freestyle auf Rang 38 (58,76) fuhr. Nicht ganz nach Wunsch lief es für Josef Stickelberger. Der Niederösterreicher kam mit seinen beiden Routiniers Pippilotta und Ronny Racoon nicht über 62,59 Minuspunkte und Rang 54 hinaus – das Streichergebnis für Team AUT. Unter dem Strich machte das nach Runde eins 105,5 Minuspunkten für Team Österreich. Im Zwischenergebnis bedeutet das aktuell Platz sechs hinter den Mannschaften aus Ungarn (81,7), Deutschland (86,5), Italien (96,9), der Schweiz (103,2) und Frankreich (103,3).

Neben den Teamfahrern sind in Lipica auch drei rot-weiß-rote Einzelfahrer am Start. Sie liegen nach der Dressur im Mittelfeld des 81 Starter starken Teilnehmerfeldes: Erwin Gillinger auf 43 (59,23), Isidor Weber auf 47 (59,70) und Wolfgang Binder auf 68 (65,42).
Viel besser geht"s nicht: Vizeweltmeister Martin Hölle (HUN) zeigte Fahrsportdressur in (annähernder) Perfektion. © hippoevent.at | ?árka Veinhauerová
Viel besser geht"s nicht: Vizeweltmeister Martin Hölle (HUN) zeigte Fahrsportdressur in (annähernder) Perfektion.
© hippoevent.at | ?árka Veinhauerová

Vizeweltmeister auf Goldkurs

Der große Gejagte nach der Dresur ist Martin Hölle. Bereits am Donnerstag setzte sich der Vizeweltmeister des Jahres 2015 nach einer absoluten Bilderbuchrunde mit 35,37 an die Spitze des Feldes - und blieb dort bis zum Schluss. Keiner der nachfolgenden Konkurrenten konnte auch nur annähernd an diesen Beswert herankommen. Am nächsten kam ihm noch der Schweizer Beat Schenk, der mit 42,30 Punktn bewertet wurde, knapp dahinter (42,53) liegt der Deutsche Lars Schwitte an dritter Stelle.

Zoltán Lázár out

Mit einem Paukenschlag endete die WM für einen der Mitfavoriten um Einzel-Gold, den Ungarn Zoltán Lázár. Der amtierende Weltmeister wurde nach einer sehr guten Dressur, die er mit 43,12 Minuspunkten auf dem vorläufigen vierten Zwischenrang beendet hatte, vom Präsidenten der Jury eliminiert. Als Grund wurde der Paragraph 940.11.2 des FEI Fahrsport-Reglements angeführt. Demnach dürfen Fliegenhauben nicht am Nasenriemen fixiert werden, um eine freie Bewegung der Ohren zu ermöglichen. Eine Neuerung, die seit Anfang des Jahres in Kraft ist und dem Ungarn nun zum Verhängnis wurde.

Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier.

Viele Fotos und Live-Berichte von den Weltmeisterschaften der Zweispännerfahrer finden Sie zudem auf www.hippoevent.at.

ps