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22.03.2012

"haben" vs. "besitzen"

Die ausufernde Verwendung des Verbs „besitzen“ anstelle von „haben“, über die wir an dieser Stelle bereits nachgedacht haben, ist mancherorts nachgerade zur Besessenheit gediehen.

RI_201204 © Shutterstock
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Jüngstes Fundstück: „Da der schwedische Reiter nicht zu den elf Gruppensiegern zählte, hatte er ohnehin Glück besessen, noch als ‚Lucky Looser‘ in die Siegerrunde eingezogen zu sein.“ Hmmmmm. Das schlichte„haben“ scheint endgültig von der Schwindsucht dahingerafft, wir werden uns wohl ans allgegenwärtige Besitztum gewöhnen müssen. Erich Fromms Bestseller „Haben oder Sein“ heißt demzufolge in der aktuellen Auflage vermutlich „Besitzen oder Sein“, und aus Herbert Grönemeyers „Ich hab dich lieb“ wird künftig „Ich besitz dich lieb“. Wenn Sie das Unglück besitzen, das nicht schön und auch nicht sinnvoll zu finden, so besitzen Sie mein volles Verständnis.

Noch etwas Interessantes habe ich heute gefunden bzw. per E-Mail erhalten: „Die Meldungen von Mitgliedern und deren in gerader Linie verwandten Kindern werden bevorzugt behandelt.“ In Zeiten sich rasant entwickelnder Reproduktionstechnologien ist es wahrscheinlich zweckdienlich, darauf hinzuweisen, dass Kinder in gerader Linie mit ihren Eltern verwandt sein müssen, nicht in ungerader oder am Ende gar nicht. Sieht man ja in jedem Pedigree, die geraden Linien.

Und zum Schluss noch etwas Abseitiges: Wir wissen jetzt endlich, wo der Lochgott von Rudi Klein (www.kleinteile.at/de/ teile/der-lochgott/) wohnt: auf einem Feld in Neuhofen im Innkreis (http://tinyurl.com/6msh8u3). Rätsel gelöst.
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