Ich bin ein kleiner Norikerzüchter aus dem Burgenland, unsere Herde besteht aus drei Stuten und einem Deckhengst. Unsere Pferde gelten als Familienmitglieder und werden auch so gehalten und behandelt. Ich habe im Dezember 2011 direkt an die Geschäftsführung der ARGE Noriker sinngemäß das gleiche wie Dr. Druml in seinem Artikel geschrieben (planlose Vermehrungspolitik, Fleischzucht, Kochbuch „Ross und Rössl“, Förderungen und ÖPUL-Programm waren die Inhalte meines Schreibens), ein Schreiben, das ich sehr höflich formuliert habe. Die Antwort hingegen war eine Beleidigung meiner Person und meiner Tiere, ich sei ein „kleinkarierter Kastendenker“ bzw. ein selbsternannter Moralapostel und dass ich mich aufgrund meines Hengstes ja gar nicht als Züchter bezeichnen dürfe. Und das alles nur, weil ich gewisse Entscheidungen und Vorgehensweisen kritisch hinterfrage und andere Möglichkeiten der Vermarktung vorgeschlagen habe wie z. B. die Verbände bzw. die ARGE sollte die Fleischvermarktung an externe Firmen vergeben (eine Möglichkeit wäre die AMA), da die Mehrheit der ReiterInnen und FahrerInnen ihre Tiere nicht essen wollen.
Dass es in der Zucht immer wieder eine Selektion geben wird, ist mir klar, trotzdem müssen die „ausgeschiedenen“ Fohlen mit einem gewissen Respekt behandelt werden. Ich prangere auch nicht die Pferdezucht an, sondern nur die Fleischzucht (die es ja offiziell nicht gibt), aber wenn man im Herbst in Maishofen dann dreifärbige Fohlen sieht (kein Wunder, wenn Tigerstute mit Fuchshengst gedeckt wurde) und nach dem Warum für diese Anpaarung fragt, erhält man vom Züchter als Antwort: „Da Nochbar hot an Fuchshengst, und für die ÖPUL-Förderung is wurscht, von wem’s a Fohlen bekommt.“ Da stellen sich mir die Haare auf! Vom Zustand der Fohlen gar nicht zu reden, verdreckt und teilweise mit Huffäule. Und da soll mir einer sagen, es gibt keine Fleischzucht. Mir ist bewusst, dass schon einige Züchter den neuen Weg gehen und ihre Kraft und Energie in die Ausbildung der Pferde investieren bzw. sich Gedanken über die Anpaarung machen, leider haben diesen Weg noch nicht sehr viele gewählt.
Christoph Tranegger, per E-Mail
Dass es in der Zucht immer wieder eine Selektion geben wird, ist mir klar, trotzdem müssen die „ausgeschiedenen“ Fohlen mit einem gewissen Respekt behandelt werden. Ich prangere auch nicht die Pferdezucht an, sondern nur die Fleischzucht (die es ja offiziell nicht gibt), aber wenn man im Herbst in Maishofen dann dreifärbige Fohlen sieht (kein Wunder, wenn Tigerstute mit Fuchshengst gedeckt wurde) und nach dem Warum für diese Anpaarung fragt, erhält man vom Züchter als Antwort: „Da Nochbar hot an Fuchshengst, und für die ÖPUL-Förderung is wurscht, von wem’s a Fohlen bekommt.“ Da stellen sich mir die Haare auf! Vom Zustand der Fohlen gar nicht zu reden, verdreckt und teilweise mit Huffäule. Und da soll mir einer sagen, es gibt keine Fleischzucht. Mir ist bewusst, dass schon einige Züchter den neuen Weg gehen und ihre Kraft und Energie in die Ausbildung der Pferde investieren bzw. sich Gedanken über die Anpaarung machen, leider haben diesen Weg noch nicht sehr viele gewählt.
Christoph Tranegger, per E-Mail






