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23.01.2017

68-Jährige galoppiert zum Weltmeistertitel im Barrel Racing

Die meisten Reiter wären schon froh, wenn sie mit knapp 70 überhaupt noch in den Sattel kommen. Nicht so Mary Burger. Die US-Amerikanerin ist mit 68 Jahren die älteste World Championesse im Barrel Racing – und ein Ende ihrer Karriere ist nicht in Sicht.

Auf Sadiesfamouslasword ritt die 68-jährige Mary Burger bei den National Finals Rodeo in Las Vegas 2016 zu ihrem zweiten Weltmeistertitel. Die Gesamtgewinnsumme ihrer Karriere beläuft sich inzwischen auf über 700.000 US-Dollar. © WPA/Greg Westfall
Auf Sadiesfamouslasword ritt die 68-jährige Mary Burger bei den National Finals Rodeo in Las Vegas 2016 zu ihrem zweiten Weltmeistertitel. Die Gesamtgewinnsumme ihrer Karriere beläuft sich inzwischen auf über 700.000 US-Dollar.
© WPA/Greg Westfall
Für Mary Burger scheint Alter keine Rolle zu spielen. Die 68-jährige aus Oklahoma zeigt den Jungen regelmäßig wo der Hammer hängt. Und das in einer Disziplin, bei der neben Können vor allem eine gehörige Portion jugendlichen Mutes gefragt ist. Burger ist professionelle Barrel Racerin und als solche sind Geschwindigkeit und Risiko ihre permanenten Begleiter.

Die wilden Rennen um Plastiktonnen sind in den USA traditionell Bestandteil der beliebten Rodeos und gelten dort als die meist gewählte Disziplin im Turniersport. Auf der Suche nach der schnellsten Linie um die aufgestellten Tonnen geht es um Zentimeter und Hunderstelsekunden. Das Ergebnis sind Husarenritte in maximaler Schräglage - ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen für Mensch und Pferd.

Doch genau in diesem Szenario fühlt sich Mary Burger am wohlsten. 2006 kürte sich die rüstige Rentnerin mit ihrem Pferd Fred zur ältesten Rodeo World Championesse aller Zeiten. Zehn Jahre später ist ihr dieses Kunststück erneut gelungen. Nach zehn nervenaufreibenden Durchgängen, einer umgestoßenen Tonne im letzten Umlauf und 271.207 Dollar an gewonnen Preisgeldern in nur einer Saison, ging der Titel beim großen Showdown in Las Vegas erneut an die passionierte Reiterin. Diesmal auf ihrem selbst gezogenen Quarter Horse Wallach Sadiesfamouslastword, kurz „Mo“.

Dass sie nicht unbedingt dem Paradebeispiel einer Großmutter ihres Alters entspricht, weiß Burger. Und doch ist es genau das, die Arbeit mit den Pferden, die Show, der Nervenkitzel, die Burger nicht missen will. „Das ist genau das, was ich liebe und was ich tun möchte“, sagt die annähernd 70-Jährige. „Abgesehen von meiner Arbeit auf der Ranch, sind die Rodeos mein Leben. Ich denke, das ist einfach alles, was ich kann.“ Deshalb denkt die Erfolgsreiterin nach ihrem Rekordjahr auch noch lange nicht ans Aufhören. Wer weiß, was die Zukunft noch alles für sie bereithält.

ps
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