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13.02.2017

Knappe Entscheidung um AWÖ-Körsieg 2017

Bei der ersten AWÖ-Großveranstaltung unter neuer Führung war im Pferdezentrum Stadl-Paura richtig viel los. Sowohl im Bezug auf die Zuschauer als auch hinsichtlich der Hengste. Ganz besondere Spannung brachte die Entscheidung um den Körsieg. Denn die fiel denkbar knapp aus.

Der Körsieg 2017 ging an ein Pferd mit Oldenburger Brand: Giuliana Gustavo aus der Zucht von Mag. Martin Resch, Stadtschlaining und im Besitz von Martina Winter, Rudersdorf © Hans Kraus
Der Körsieg 2017 ging an ein Pferd mit Oldenburger Brand: Giuliana Gustavo aus der Zucht von Mag. Martin Resch, Stadtschlaining und im Besitz von Martina Winter, Rudersdorf
© Hans Kraus
Der Hengsttag war diesmal durchwegs gut beschickt. Insgesamt 49 Hengste sorgten den ganzen Tag über für große Momente im Pferdezentrum Stadl-Paura. Doch es war nicht nur die Masse, die beim diesjährigen AWÖ Hengsttag überzeugte sondern vor allem auch durch Klasse. Denn die war wirklich im Übermaß vorhanden. Die 20 dreijährigen und vier vierjährigen österreichischen Warmbluthengste, die sich um die Zulassung zur Hengstleistungsprüfung bewarben, nahmen diese Hürde auf Anhieb. Und zwar allesamt. Etwas, das es bislang in der Geschichte des Hengsttages so noch nicht gegeben hat. „Das spricht dafür, dass sich die Züchter dem hohen Standard bewusst sind, wenn sie ihre Junghengste hier vorstellen“, resümierte der Vorsitzende der Körkommission Dr. Leopold Erasimus zufrieden.

Sechs der vorgestellten Hengste wussten ganz besonders zu überzeugen. Für sie gab’s eine Empfehlung. Als Klassenprimus erwies sich Bartlgut’s Dörnberg, ein 1,66 m große Rappe von Dante Weltino-Almox Prints J aus der Zucht von Josef Stürzlinger aus Desselbrunn. Der im Besitz der Familie Schmidt stehende Hengst punktete vor allem durch seine überragende Mechanik im Trab- und im Galopp. Und selbst in der Springgasse lieferte der dressurveranlagte Beau eine bestechende Performance ab.
Bester unter den Junghengsten: Bartlgut"s Dörnberg von Dante Weltino-Almox Prints J © Hans Kraus
Bester unter den Junghengsten: Bartlgut"s Dörnberg von Dante Weltino-Almox Prints J
© Hans Kraus
Noch weitere fünf Mal vergab die Jury eine Empfehlung: an Cinnamon M von Cennin-Fire van de Heffinck (Z. u. B.: Mag. Franz Maier, Wildenau), Zar L. S. von Zack-Lancino De L (Z. u. B.: Richard Sieber, Kapfenberg), Staletto ZGE von Stakkato Gold (Z. u. B. Zuchtgemeinschaft Eisenberger, Oberdrosen), sowie zwei Junghengste des Gestüts Geyer aus Heiligenkreuz, Geyers Cinnabon von Canaster I-Depardieu sowie Geyers Diamonit von Diamond Hit.

Körsieg für Oldenburg

Im Körlot sah man heuer zwölf Hengste, die sich um die Anerkennung bewarben, neun davon wurde sie auch erteilt. Der Körungssieger wurde wie immer aus den vier- und fünfjährigen Junghengsten ermittelt und hier fiel die Entscheidung denkbar knapp aus. Am Ende hatte der oldenburgisch gebrannte Giuliano Gustavo (Z.: Mag. Martin Resch, Stadtschlaining/B.: Martina Winter, Rudersdorf) um einen Hauch die Nase vorn. Der Dunkelbraune aus der Zucht von Martin Resch, Stadtschlaining, führt in seinem Pedigree mit Gavi, Sandro Boy und Grosso Z gleich drei international hoch erfolgreiche Springpferde. Und deren Gene blitzen in der Springgasse unverkennbar durch. Mit großer Leichtigkeit bewältigte Giuliano Gustavo die gestellten Aufgaben und bewies Überblick, Kompetenz, Vermögen und Technik. Die brachten ihm schließlich eine Körnote von 7,55 ein – und damit die rot-weiß-rote Schärpe und die Decke des Körungssiegers 2017.

Nur ganz knapp, nämlich um 0,02 Punkte, musste sich Diplomat N geschlagen geben. Der Diamond-Hit-Sohn aus der Zucht und im Besitz von Magdalena Nagl führt mütterlicherseits bestes österreichisches Leistungsblut. Etwa StPrSt Elvine, die mit Hannes Mayr auf der EM startete sowie den österreichischen Doppelbundeschampion Lux As. 2015 hatte Diplomat N schon eine besondere Empfehlung zur Hengstleistungsprüfung erhalten. Und auch heuer wusste er seine Qualität unter Beweis zu stellen. Seine Gesamtnote von 7,53 brachte ihm neben dem Titel des Reservesiegers auch die Ehrung als bestes Pferd aus österreichischer Zucht ein.

Ebenfalls anerkannt wurde der Sieger der HLP Stadl-Paura 2016, der dunkelbraune Rondoro Noblesse von Rosengold-Latour (Z.: Andra Straub, Admont/B.: Florian Grabner, Mondsee) sowie der schwarze Trakehnerhengst Lebenstraum von Abendtanz-Heops, der heuer von Lea Siegl bei der Jungpferde WM vorgestellt werden soll.
Bestes Pferd aus österreichischer Zucht beim AWÖ Hengsttag 2017: Diplomat N von Diamond Hit © Stefan Seiberl
Bestes Pferd aus österreichischer Zucht beim AWÖ Hengsttag 2017: Diplomat N von Diamond Hit
© Stefan Seiberl

Eigenleistung

Fünf neue Vererber konnten sich über Eigenleistungen im Sport für die Körung qualifizieren. Gleich drei davon stellte das Bartlgut mit den dressurbetonten Hengsten Bartlgut’s Dior (WN 7,63) von Dimaggio aus der Zucht von Herbert Stanek sowie den beiden in Deutschland gezogenen Quaterback-Söhne Bartlgut’s Quebec (WN 7,88) und Bartlgut’s Quantum (WN 7,89).

Auch das Vielseitigkeitslager bekommt zwei neue Vererber. Einer davon ist in der österreichischen Busch-Szene bestens bekannt. Der zehnjährige Halbbluthengst Colloredo von Come On II-Royal Academy xx vom Zuchthof Neumann-Ullrich aus Sieghartskirchen startet unter seinem Breiter und Besitzer Obstlt. Roland Pulsinger seit Jahren erfolgreich in nationalen wie internationalen Vielseitigkeitsprüfungen. Gekört wurde außerdem der aus Tschechien angereiste Lasing von Lantaan-Palisco (Z.: Karel Ruzicka, Velke Nemcice/CZE).

Gelungene Premiere

Insgesamt war der AWÖ Hengsttag 2017 eine sehr gelungene Veranstaltung, wie Züchter und Besucher gleichermaßen feststellten. Neben den bewährten Programmpunkten konnten Neuerungen wie die geschmackvolle Dekoration der Halle durch Astrid Aigner, die kompetente und kurzweilige Moderation durch Thomas Kreidl oder der Einsatz einer Videowall positive Akzente setzen. Dank dieser Maßnahmen ist es gelungen, die wichtigen züchterischen Selektionsmaßnahmen so zuschauerfreundlich wie möglich durchzuführen und das A-Pferd wieder etwas mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

pgm/ps