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13.03.2017

Ausgebrochenes Shetty mischt Laufveranstaltung auf

So einen Teilnehmer gab’s beim Zehn-Kilometer-Rennen im britischen Trafford noch nie: Ein ausgebüxtes Shetlandpony schloss sich spontan den Läufern an und stahl allen die Show.

Sportliches Shetty: Zwei Kilometer lang begleitete Ponystute Mildrer das Feld des Trafford 10k bevor sie von Ordnern abgepasst und ihrer Besitzerin übergeben werden konnte. © Archiv
Sportliches Shetty: Zwei Kilometer lang begleitete Ponystute Mildrer das Feld des Trafford 10k bevor sie von Ordnern abgepasst und ihrer Besitzerin übergeben werden konnte.
© Archiv
Da staunten die Aktiven und Zuschauer nicht schlecht, als sich beim traditionellen Trafford 10k im britischen Manchester zu den rhythmischen Atem- und Laufgeräuschen der Teilnehmer plötzlich Hufgetrappel gesellte. Verursacht wurde es durch Ponystute Mildred. Die 13-jährigen Shettydame fühlte sich wohl derart animiert durch die Vorbeilaufenden, dass sie aus ihrer Koppel ausbrach um selbst aktiv zu werden

„Mein Nachbar rief mich an und sagte mir, mein Shetty hätte sich dem Lauf angeschlossen – ich dachte, er würde Witze machen!“, erzählt Besitzerin Alison Edwards gegenüber Horse&Hound.

Ganze zwei Kilometer lang forderte Mildred die Teilnehmer, trabte munter neben ihnen her und überholte sogar. Bei Kilometer neun wurde Mildreds Karriere als Tempomacherin allerdings ein jähes Ende gesetzt. Sie wurde von Ordnern abgefangen und ihrer Besitzerin übergeben.  

„Erst ging’s mit dem Auto hinterher und dann musste ich den ganzen Weg mit ihr zu Fuß zurücklaufen. Sie war kaum zu halten. Zum Glück hatte sie wenigstens ein Halfter um, sonst wäre sie vor dem Ende des Laufs bestimmt nicht zu stoppen gewesen“, berichtet Edwards von ihrem nervenaufreibenden Sonntagsausflug. „Es hat in Strömen geregnet. Heute kann ich schon wieder darüber lachen – aber Sonntagmorgen war mir alles andere als zum Lachen zumute.

"Das Ungewöhnlichste, das mir je passiert ist!"

Nicht nur Alison Edwards wird Mildreds Spritztour noch lange in Erinnerung bleiben, auch den Aktiven des Trafford 10k bescherte die freche Ponystute unvergessliche Momente. „Vielen Dank für das großartige Rennen heute – was für ein schnelles Feld! Gratulation auch an die Ordner, die das ausgebüxte Pony geschnappt haben. Von ihm überholt zu werden war vermutlich das Ungewöhnlichste, das mir je während eines Rennens passiert ist“, schrieb einer der Teilnehmer auf Facebook. "Das Pony brachte noch zusätzlichen Spaß in die Sache", fand auch Läuferin Louise Best.

Gewitzte Ausbrecherin

Wie Mildred überhaupt aus ihrer Koppel entkommen konnte, ist indes noch unklar, das rundum solide eingezäunte Paddock wies keinerlei Beschädigung auf. „Wir können uns nicht erklären, wie sie ausbrechen konnte. Die Koppel ist mit einem Schafzaun arrondiert – wir sind uns nicht sicher, wie sie sich da mit ihrem dicken Winterfell durchgequetscht haben könnte“, gibt sich Alison Edwards ratlos.

Einen vergleichbaren Ausbruch hätte es zwar noch nie gegeben, allerdings sei es auch nicht das erste Mal, dass sich Mildred selbstständig gemacht hat. „Hin und wieder schlüpft sie kurz auf die andere Seite des Zaunes, klaut dort Futter und klettert dann wieder zurück. Manchmal finden wir sie auch bei den Wallachen obwohl sie bei den Stuten sein sollte. Sie ist eben ein richtiger kleiner Shetland-Terrorist!“

ps