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15.03.2017

Steve Guerdat: „In unserem Sport sollte vor allem Talent eine Rolle spielen, nicht nur das Geld“

Die von der FEI geplante Harmonisierung der Nenngelder und die damit verbundene drastische Verteuerung im Springsport sorgt europaweit für Aufregung. Olympiasieger Steve Guerdat sieht sogar seine eigene Karriere davon bedroht.

Besorgter Blick in die Zukunft: Steve Guerdat fürchtet, dass der Springsport künftig nur noch für die Superreichen erschwinglich sein könnte. © Tomas Holcbecher
Besorgter Blick in die Zukunft: Steve Guerdat fürchtet, dass der Springsport künftig nur noch für die Superreichen erschwinglich sein könnte.
© Tomas Holcbecher
In einem Interview am Randes des Indoorbrabant in `s-Hertogenbosch brachte der Schweizer Starreiter unverblümt zum Ausdruck, was er vom Vorhaben der FEI hält: „Zur geplanten Harmonsisierung der Nenngelder kann ich nur sagen, dass ich mich zum ersten Mal in meiner Karriere für meinen Sport schäme. Meiner Meinung sollte es im Sport vor allem um Talent gehen – und nicht bloß ums Geld.“

Im Bestreben, ein international einheitliches System zu schaffen, plant der Weltreiterverband eine Harmonisierung der Nenngebühren auf Springturnieren. Vorbild ist das US-amerikanische System, das die Startgebühren von den Preisgeldern abhängig macht. Bei maximaler Preisgeldausschüttung könnten sich Turnierstarts um das Dreifache verteuern. Mehr dazu lesen Sie hier.

„Unter diesen Voraussetzungen ist für viele die Ausübung unseres Sports einfach nicht mehr möglich“, ist Guerdat überzeugt. Dabei hat der Schweizer Olympiasieger von 2012 nicht bloß Nachwuchsreiter im Sinn. „Ich kann beispielsweise für mich sprechen. Ich habe gewisse Abmachungen mit meinen Pferdebesitzern und das (neue System) würde für mich bedeuten, dass ich mir den Sport einfach nicht mehr leisten könnte. Ich bin überzeugt, dass die große Mehrheit der Reiter in Europa unter diesen Voraussetzungen nicht weitermachen könnte. Züchter, Besitzer, die nicht über den finanziellen Hintergrund verfügen, möchten einfach den Sport unterstützen. Sie haben junge Pferde und wollen aufs Turnier und wir müssen die Möglichkeit haben diese Talente zu fördern. Das neue System würde schlichtweg das Ende des Sports bedeuten.“

Das Interview in voller Länge gibt es hier.

ps
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