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12.07.2017

CDIO Falsterbo mit Video-Überwachung auf dem Abreiteplatz

Was seit Jahren immer wieder diskutiert wird, soll beim CDIO im schwedischen Falsterbo am kommenden Wochenende erstmals Realität werden: die Videoüberwachung der Reiter im Warm-up-Bereich.

© Archiv
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Das CDIO in Falsterbo hat in den vergangen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt - und nicht immer waren es gute. Nachdem Fotos von unschönen Szenen am Abreiteplatz wiederholt für Diskussionen gesorgt haben, greift der schwedische Veranstalter heuer zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Er lässt die Reiter im Warm-up-Bereich von fix installierten Videokameras filmen.

„Es ist nicht so, dass da jemand sitzen und sich alles ansehen wird oder dass wir das gesamte gefilmte Material überprüfen werden“, erklärt Veranstalter Johan Lenz gegenüber dem schwedischen Magazin Hippson. „Allerdings haben wir bei Beschwerden die Möglichkeit uns bestimmte Sequenzen nach Bedarf herauszupicken. Etwa, wenn es diesbezüglich eine Anfrage der FEI gibt.“

Lenz sieht die Videoüberwachung auch als Schutz für die Reiter. Gibt es Diskussionen – etwa anhand eines Fotos, das in einem ungünstigen Moment geschossen wurde – ließe sich mithilfe des Filmmaterials schnell und unkompliziert feststellen, ob es tatsächlich ein Fehlverhalten seitens des Reiters gegeben hat.  

Ein solcher Videobeweis wäre bereits vor zwei Jahren nützlich gewesen. Damals war der dänische Championatsreiter Andreas Helgstrand beim Abreiten seiner angehenden Grand-Prix-Hoffnung Toervelettens Stamina höchst negativ aufgefallen. Eine umfangreiche Bilderserie mit 75 Fotos zeigte die Schimmelstute in extrem eingerolltem Hals bei augenscheinlich aggressiver Handeinwirkung. Helgstrand wies die Kritik damals entschieden von sich. Die unschönen Szenen seien nur entstanden, weil aufdringliche Fotografen ihn und sein Pferd durch respektloses Verhalten massiv unter Stress gesetzt hätten. Helgstrand blieb in der Folge von echten Konsequenzen verschont – begründet wurde dies vom dänischen Reiterverband damit, dass es kein Video des Rittes gab und Fotos für weitreichende disziplinäre Maßnahmen nicht ausreichten.

ps