Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
02.08.2017

Erstmals hitzefrei für Wiens Fiaker-Pferde

Am Dienstagnachmittag haben die Temperaturen in der Wiener Innenstadt zum ersten Mal in diesem Sommer die magische 35-Grad-Grenze überschritten. Für die zahlreichen Fiakerbetriebe bedeutete das: runter von den Straßen und ab nach Hause in den kühlen Stall.

Am Dienstag bekamen Wiens Fiakerpferde erstmals hitzefrei. © www.slawik.com
Am Dienstag bekamen Wiens Fiakerpferde erstmals hitzefrei.
© www.slawik.com
Seit Mai 2016 gibt es die Hitzeregelung, die zusammen mit anderen Maßnahmen zum Schutz der Fiakerpferde beschlossen worden waren. Doch obwohl der Sommer bislang mit hohen Temperaturen wahrlich nicht geizt, die erforderliche Grenze von 35 Grad war - entgegen anderlautender Meinungen - von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik am Wiener Stephansplatz heuer noch nicht gemessen worden. Zumindest nicht bis zum gestrigen Dienstag. Am bisher heißesten Tag des Jahres kletterte die Temperatur unaufhörlich empor, in den Nachmittagsstunden wurden von der ZAMG in der Wiener Innenstadt 35,4 Grad Celsius gemessen und der erforderliche Grenzwert erstmals überschritten.

Die Fiaker mussten daraufhin die Standplätze verlassen und ihre Tiere nach Hause bringen. „Die Regelung, die heute erstmals in Kraft tritt, ist ein wesentlicher Beitrag zum Schutz der Tiere. Die Amtstierärzte der Stadt Wien kontrollieren jedoch schon ab 30 Grad regelmässig den Zustand der Tiere. Wir haben an allen Fiakerstandplätzen Wasseranschlüsse für frisches Hochquellwasser und Schattenplätze“, erklärte Tierschutzstadträtin Ulli Sima.

Die Fiakerfahrer sind verpflichtet, sich selbst auf der Website der ZAMG über die aktuelle Temperatur zu informieren, sagte Leopold Bubak, Leiter der u. a. für den Fiakerbetrieb zuständigen Magistratsabteilung 65. Man habe die Betriebe jedoch im Vorfeld informiert worden, dass es womöglich zu einer Überschreitung der 35-Grad-Marke kommen werde.

Eine Nichtbeachtung der Hitzeregelung kann Fiakerfahrer teuer zu stehen kommen. Wer sich weigert, nach Hause zu fahren oder später wiederkommt, dem drohen Strafen bis zu 3.500 Euro.

PM/ps