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16.08.2017

Tipps für bessere Wertnoten: So lassen Sie Verstärkungen nach mehr aussehen

Durch geschicktes Reiten lassen sich auch bei Pferden mit begrenztem Gang ein paar Extrapünktchen herausholen. Dressurexpertin und -richterin Dr. Britta Schöffmann verrät wie.

Nicht jedes Pferd ist mit spektakulären Gangpotenzial gesegnet. Doch auch aus Pferden mit begrenztem Gangvermögen lassen sich durch gewissenhaftes Training ordentliche Verstärkungen herausarbeiten - wenn man weiß wie. © Fotoagentur Dill
Nicht jedes Pferd ist mit spektakulären Gangpotenzial gesegnet. Doch auch aus Pferden mit begrenztem Gangvermögen lassen sich durch gewissenhaftes Training ordentliche Verstärkungen herausarbeiten - wenn man weiß wie.
© Fotoagentur Dill
Spektakuläre Verstärkungen gehören zu den Highlights einer Dressurprüfung. Sie reißen nicht nur das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin, sondern entlocken auch Richtern hohe Noten. Glücklich, wer ein Pferd mit guten Grundgangarten hat. Mit solchen fallen Verstärkungen per se schon etwas leichter. Eine ordentliche Vorbereitung und gewissenhafte Ausbildung vorausgesetzt, natürlich.

Wer keinen "Lampenaustreter" unter dem Sattel hat, braucht die Hoffnung auf eine gute Wertung deshalb aber noch lange nicht aufgeben. Denn auch bei Pferden mit etwas knappem Schritt, Trab oder Galopp lässt sich noch der eine oder andere Extrapunkt herausholen, wenn es der Reiter geschickt anstellt. Der Trick dabei ist, die Übergänge besonders deutlich zu markieren.

Darauf legen die Richter bei einer Verstärkung wert

  • Einhalten der geforderten Linie, Durchhalten von Punkt zu Punkt
  • Erhalt des Taktes und Gleichmaßes in der Verstärkung
  • mehr Raumgriff, mehr Übertritt bzw. Schub statt eiliger Schritte, Tritte oder Sprünge
  • eine deutlich erkennbare Erweiterung des Rahmens bei sicherer Anlehnung
  • deutlich erkennbare Übergänge in die Verstärkung hinein und auch bei der Rücknahme

So lassen Sie Verstärkungen nach mehr aussehen

Ohne halbe Paraden geht nichts, auch keine Verstärkung. Die Vorbereitung auf Letztere geschieht spätestens beim Durchreiten der Ecke. Je mehr sich das Pferd hier aufnehmen, also innerhalb der Gangart parieren lässt, desto mehr kann es sich aus der dabei entstehenden Winkelung der Hanken in die Verstärkung abdrücken und Schub und Raumgriff entwickeln.

Macht ihm dabei seine Anatomie mit steiler Schulter und steiler Hinterhand einen Strich durch die Rechnung, kann der Reiter versuchen, das Ganze zumindest optisch nach mehr aussehen zu lassen.

Den Übergang vom Mittelschritt in den starken Schritt leitet man dann zum Beispiel ein, indem man am vorgegebenen Punkt unauffällig pariert und dann – soweit es das natürliche Gangmaß erlaubt – wieder deutlich nach vorn reitet.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch die Rücknahme: Der starke Schritt wird am Punkt sehr bewusst und auch sichtbar pariert – und dann das Pferd wieder vorgelassen. Beides lässt den Schritt selbst besser aussehen als er ist und gaukelt auch den Tempounterschied vor.
Dieses kleine Täuschungsmanöver klappt zwar nicht immer, aber einen Versuch ist es wert.

Auch der Mitteltrab eines Pferdes mit begrenztem Gangpotenzial lässt sich optisch aufpeppen, wenn der Reiter das Pferd vorher etwas mehr als normal zurücknimmt, dann die Verstärkung reitet und es am Punkt wieder ganz bewusst und deutlich zurücknimmt. Auf diese Weise gewinnt das, was dazwischen liegt, ganz automatisch. Trainingstipps für gelungene Trabverstärkungen und die wichtigsten Kniffe wenn’s beim Zulegen hakt, verrät Dr. Britta Schöffmann Sie in diesem Beitrag.

Dr. Britta Schöffmann
 
Cover August 2017 © Alessandra Sarti
© Alessandra Sarti

Noch mehr Tipps und Tricks für gute Wertnoten

Es gibt Dinge, auf die Richter besonderen Wert legen. Welche das sind, und wie Sie mit ein paar Kniffen noch den einen oder anderen Extrapunkt aus Ihrer Prüfung herausholen, verrät Dressurexpertin und -richterin Dr. Birtta Schöffmann in der Augustausgabe der Pferderevue.

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