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22.11.2017

„Fass mein Pferd nicht an!“ Reiterin setzt sich mit Gerte zur Wehr

Am vergangenen Wochenende kam es bei einer Jagdveranstaltung zu Handgreiflichkeiten zwischen Tierschützern und Jagd-Teilnehmern. Eine Reiterin schlug wiederholt mit ihrer Gerte auf einen Aktivisten ein, der an den Zügeln ihres aufgebrachten Pferdes zerrte. Das zugehörige Video sorgt im Netz für Aufsehen.

Jagdreiten © lichtreflexe | fotolia.com
© lichtreflexe | fotolia.com
Das Jagdreiten ist die älteste reiterliche Disziplin und vor allem in Großbritannien sehr beliebt. Doch seit einigen Jahren kommt es dort regelmäßig zu Zusammenstößen zwischen Jagdteilnehmern und Tierschutzaktivisten. Der Grund: Obwohl die absichtliche Jagd auf Füchse mit Hundemeute im Zuge des Hunting Acts 2004 offiziell verboten wurde, kommen beim großen Halali mit Pferd und Hund immer wieder auch Füchse unter die Räder. Bestraft wird das mehr oder weniger versehentliche Erlegen der kleinen Raubtiere kaum, weshalb Tierschützer immer häufiger in privat organisierten Aktionen gegen die Jäger vorgehen.

Dabei kommt es mitunter auch zu handfesten Auseinandersetzungen, wie ein kürzlich veröffentlichtes Video britischer Tierschützer zeigt, bei dem eine Reiterin energisch mit dem Springstock auf einen der Aktivisten einschlägt, nachdem dieser in den Zügel ihres deutlich erregten Pferdes greift um es festzuhalten.

Das Video hat auf Youtube und in sozialen Medien heftige Reaktionen hervorgerufen, die zeigen, wie gespalten die britische Bevölkerung im Hinblick auf das Thema Jagd ist. Während einerseits die Absichten der Jagdgesellschaft generell und das Verhalten der Reiterin im Speziellen scharf kritisiert werden, richten andere ihre Kritik gegen die Aktivisten selbst. Sie hätten sich unerlaubt auf Privatbesitz aufgehalten und durch ihre bedrängende Art mindestens eines der Pferde in Panik versetzt. Besonders das Zerren an den Zügeln eines fremden Pferdes sei unentschuldbar.

Aller Bemängelungen zum Trotz sind die Tierschützer davon überzeugt, durch ihre Aktion zumindest an diesem Tag weitere Fuchstode verhindert zu haben. Ob es sich allerdings tatsächlich um eine illegale Jagdveranstaltung oder eine völlig unblutige und damit harmlose Schleppjagd, - hier wird von Menschenhand eine künstliche Fährte gelegt - gehandelt hat, bleibt ungewiss.

Gegen die handgreifliche Reiterin haben die Aktivisten bei der örtlichen Polizei jedenfalls Anzeige eingebracht. Die Angelegenheit könnte als noch ein rechtliches Nachspiel haben – möglicherweise für beide Seiten.

ps
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