WEG Kentucky 2010


Ernst Kopica bloggt wieder –
diesmal unterstützt von Elke Hellmich!

Die WEG in Wort und Bild – ab dem
25. September 2010!

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Wenn’s „click“ macht PDF Drucken E-Mail
Mit Tieren sprechen zu können ist ein alter Menschheitstraum – und eine gelungene Kommunikation ist auch die Basis für jede Form des Pferdesports. Mit dem „Clickertraining“ kommt man diesem Ziel einen wesentlichen Schritt näher, ohne Druck, ohne Streß – dafür mit Freude und viel Spaß.

Foto: Daniela Ringbauer
Clickertraining
Was bringt eine gestandene Tierärztin mit einer fundierten klassischen Dressurausbildung dazu, ihre Pferde mit einem kleinen bunten Knackfrosch zu trainieren? Ganz einfach: Es wirkt. Dr. Barbara Koller, Fachtierärztin für Physiotherapie und Rehabilitation in Maria Enzersdorf bei Wien, hat in ihrem Leben schon etliche Pferde ausgebildet, anfangs nach den klassischen Ausbildungsmethoden, die sie von der Pike auf in Warendorf gelernt hat. Dann kamen Hunde in ihr Leben, genauer gesagt: Greyhounds, und mit ihnen schließlich auch eine neue Ausbildungsmethode: das Clickertraining oder kurz: Clickern.

Was bei den Hunden wunderbar funktionierte, wurde schließlich auch beim Pferd ausprobiert. Und siehe da: Auch hier erzielte es die gewünschten Erfolge. Dr. Koller: „Ich habe meinen ersten Hund konventionell erzogen. Und dann erkannt, daß speziell Windhunde, die als schwer erziehbar gelten, auf den Clicker wesentlich besser ansprechen. Der Unterschied ist, daß man keinen Druck anwendet und daß das Kommando mit Click permanent sitzt. Druck erzeugt Gegendruck – und ein junges Pferd lernt nach den traditionellen Methoden sehr schnell, was es nicht zu tun hat, aber nicht, was man wirklich von ihm will. Je nach Temperament wird es zum , stummen‘ Befehlsempfänger, der mehr oder weniger funktioniert und kooperiert – oder es wird unkooperativ und macht mehr Fehler denn je.

Das Ende kennen wir alle: Kaum zu reitende Pferde, die nur darauf warten, ihre Reiter abzuladen und/oder gegen den Reiter zu arbeiten. El Kahil Ibn Kalu, genannt Timber, mein vierjähriger Shagya-Araber, den ich von Anfang an mit dem Clicker erzogen habe, macht alles freiwillig – und es macht ihm Spaß, dem Menschen zu folgen.“ Womit bereits Grundlegendes über das Training mittels Knackfrosch gesagt wäre: Kooperation ohne Druck ist das Zaubermittel, das Pferde zu willigen und kreativen Mitarbeitern macht. Der Clicker selbst, ein kleines Schächtelchen, das mittels einer Metallzunge auf Druck ein knackendes Geräusch erzeugt, dient dabei als verstärkendes Signal. Immer, wenn das Pferd etwas richtig gemacht hat, bekommt es unmittelbar einen Click und eine Belohnung. Klingt einfach – und ist es in der Tat auch, wenn man ein paar wichtige Punkte konsequent beachtet.


Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 5/2006.