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Vorerst kein Probegalopp für Polizeipferde: Reiterstaffel wird neu geprüft

Ein Artikel von Pamela Sladky | 03.07.2019 - 15:13
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Ob in Wien jemals Polizeipferde zum Einsatz kommen werden, ist derzeit ungewiss. Das gesamte Projekt wird derzeit einer neuerlichen Prüfung unterzogen.

Bereits im Mai hätte die berittene Polizei ihren Probebetrieb auf der Wiener Donauinsel aufnehmen sollen, der Srart wurde jedoch immer wieder verschoben. Inzwischen ist es mehr als unsicher, ob die Reiterstaffel, eines der Lieblingsprojekte des inzwischen entlassenen Inneministers Herbert Kickl, überhaupt jemals ihren Dienst aufnehmen wird. Wie das Ö1-Morgenjournal am Mittwoch berichtet, lässt Neo-Innenminister Wolfgang Peschorn derzeit das gesamte Projekt überprüfen.

Im Fokus stehen dabei vor allem die Kosten. Gewissheit über bisherige, laufende und zukünftige Ausgaben soll eine Sachstandsevaluierung bringen. Danach will man die politische Entscheidung treffen, wie es weitergehen soll. Ob von diesem oder dem nächsten Innenminister ist derzeit allerdings noch offen.
 

Training geht weiter

Für die bisher zwölf angeschafften Polizeipferde und die der Reiterstaffel zugewiesenen elf Beamtinnen und Beamten ändert das zumindest vorerst noch nichts. Bis auf Weiteres wird in den Stallungen, die auf dem Gelände der Militärakademie in Wiener Neustadt untergebracht sind, weiter für den Einsatz auf der Straße geübt, hieß es auf Ö1. Neben regelmäßigen Reiteinheiten stehen dort Gelassenheitstrainings mit lauten Geräuschen und ungewöhnlichen Gegenständen auf dem Programm.

Geübt wird laut Innenministerium auch die Einsatztaktik mit Pferd. Dazu gehört das Traben über Zebrastreifen und der Umgang mit Autos. Erste Ausritten im Stadtgebiet von Wr. Neustadt seien bereits absolviert worden. Die Pferde sollen sich dabei an Stadtgeräusche, Verkehr und spielende Kinder gewöhnen. Ein Einsatz bei Demonstrationen sei allerdings nie geplant gewesen, hieß es im Ressort. Das Projekt werde mit 200.000 Euro von der EU-Kommission gefördert. Die Mietverträge für die Stallungen in Wiener Neustadt laufen bis Ende kommenden Jahres.