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23.04.2013

30 Jahre Pferde-Therapie in Österreich

Bereits seit 30 Jahren gibt es hierzulande die erfolgreiche Methode, Kindern, die ihr seelisches Gleichgewicht, durch Tod, Trauma oder Gewalt verloren haben, mit Pferden zu therapieren. Damit steht Österreich weltweit an der Spitze.

Die Therapie mit Pferden ist eine sehr wirkungsvolle Hilfe und findet in Österreich bereits sseit 30 Jahren in verschiedensten Bereichen Anwendung. © Aleksandra Pawloff
Die Therapie mit Pferden ist eine sehr wirkungsvolle Hilfe und findet in Österreich bereits sseit 30 Jahren in verschiedensten Bereichen Anwendung.
© Aleksandra Pawloff
Vor allem spastisch gelähmte Kinder, aber auch Autisten und Menschen mit geistigen Behinderungen profitieren von der herausfordernden Art der Tiere. Eine Pionieren auf diesem Gebiet ist Gundula Hauser. Die pensionierte Lehrerin hat bereits 1983 das erste Pferd für ihre Sonderschule in Wien in den Unterricht integriert. Unterstützer seit der ersten Stunde ist dabei die Allianz Gruppe Österreich, die dem Thema bis heute die Treue gehalten hat.

Die erfolgreiche Arbeit in Sachen Pferdetherapie und die aktive Unterstützung der Allianz-Gruppe wurde am vergangenen Donnerstag im Tiergarten Schönbrunn gefeiert. Unter den Ehrengästen waren neben „Hausherrin“ und Chefin des Tiergartens Schönbrunn, Dagmar Schratter, auch Allianz-Generaldirektor Dr. Wolfram Littich und die Wiener Umwelt- und Tierschutzstadträtin Ulli Sima.

Erfreuliche Erfolgsbilanz

Die Bilanz der erfolgreichen Zusammenarbeit kann sich sehen lassen. In den vergangenen Jahren wurden rund 5.000 kranke Kinder mit therapeutischem Reiten begleitet, insgesamt 37 Therapie-Pferde angeschafft oder unterstützt. Dank großzügiger finanzieller Unterstützung wurde im Laufe der Zeit der Aufbau von vier neuen Therapiezentren ermöglicht und die internationale Vernetzung vorangetrieben. Die erfolgreiche Zusammenarbeit trug auch auf sportlicher Ebene Früchte mit bislang 15 Goldmedaillen bei Special Olympics.

Verschiedene Therapieformen mit großer Wirkung

Die Therapie mit Pferden ist eine sehr wirkungsvolle Hilfe und findet in verschiedensten Bereichen Anwendung: Zum einen unterstützt die Equotherapie gezielt die psychische und emotionale Entwicklung von Kinder, die ihr seelisches Gleichgewicht, durch Tod, Trauma oder Gewalt verloren haben.
Seit dem Beginn des Projekts im Jahr 1983 konnten 5.000 kranke Kinder mit Therapeutischem Reiten begleitet werden. © Verein e.motion
Seit dem Beginn des Projekts im Jahr 1983 konnten 5.000 kranke Kinder mit Therapeutischem Reiten begleitet werden.
© Verein e.motion
Im Bereich des heilpädagogischen Reitens und Voltigierens können Menschen mit geistigen Behinderungen oder Autismus von der herausfordernden Art und liebevollen Hinwendung der Pferde profitieren. Auch im Bereich der Krankengymnastik arbeiten Therapiepferde und Physiotherapeuten schon lange Seite an Seite, um beispielsweise Erwachsene und Kinder mit spastischen Lähmungen oder nach Unfällen zu begleiten. Wie wirkungsvoll Equotherapie ist, zeigt auch das Beispiel Pepo Puch. Im September 2008 stürzte der damalige Vielseitigkeitsreiter schwer, eine inkomplette Querschnittslähmung war die Folge. Mit Unterstützung der Pferde und dank seines eisernen Willens fand der Steirer nach und nach zurück ins Leben und feierte im September 2012 bei den Special Olympics in London mit einer Gold- und einer Bronzemedaille in der Paradressur seinen sportlich bislang größten Erfolg.

In all diesen Bereichen der pferdegestützten Therapue ist Österreich Vorreiter - das konnte Gundula Hauser vor allem auch in ihrer Zeit als Präsidentin des internationalen Verbandes für Therapeutischen Reitens unter Beweis stellen. Damit die wichtige Arbeit mit Pferden und kranken oder traumatisierten Kindern auch in Zukunft so erfolgreich fortgeführt werden kann, ist man jedoch auf Unterstützung angewiesen. „Wir hoffen, dass wir auch künftig unsere Arbeit so intensiv fortsetzen können, benötigen dazu die Unterstützung der Krankenkassen, aber auch privater Unterstützer“, so die Präsidentin des Vereins e.motion, der in Österreich federführend die Pferdetherapie vorantreibt.
Feierten 30 Jahre Pferdetherapie in Österreich: Mag. Ulli Sima, Maggie Entenfellner und Allianz-Generaldirektor Dr. Wolfram Littich © Verein e.motion
Feierten 30 Jahre Pferdetherapie in Österreich: Mag. Ulli Sima, Maggie Entenfellner und Allianz-Generaldirektor Dr. Wolfram Littich
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