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23.02.2012

Birkengerten für die Spanische

Wenn die Elevinnen und Eleven der Spanischen Hofreitschule in die Wälder der Österreichischen Bundesforste ausrücken um dort Birkenzweige zu schneiden, dann ist es wieder an der Zeit neue Gerten für das altehrwürdige Reitinstitut zu beschaffen.

Spanische Hofreitschule Birkengerten © Spanische Hofreitschule - Stefan Seelig
Die Verwendung von Birkengerten hat an der Spansichen Hofreitschule viele hundert Jahre Tradition.
© Spanische Hofreitschule - Stefan Seelig
Während heutzutage allerorts hauptsächlich moderne Gerten aus Fiberglas oder Polyamid zum Einsatz kommen, werden in der Spanischen ausschließlich Gerten aus Birkenzweigen verwendet. Damit folgt man einer Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückgeht.

Die zarten, biegsamen Äste der Birke eignen sich besonders gut für diesen Zweck, denn sie sind schlank, nicht verzweigt und zeichnen sich durch eine hohe Elastizität aus. Für die Birkengerten wurden ausschließlich so genannte „Terminaltriebe“, also Haupttriebe, von zumeist jungen, drei- bis sechsjährigen Birken geerntet. Die Haupttriebe sind gerade gewachsen, haben einen Durchmesser von 1 bis 2 Zentimeter und weisen ausreichend Steifigkeit und Elastizität auf.

Rund 1.500 Reitgerten wurden zu diesem Zweck kürzlich in einem Birkenwäldchen der Österreichischen Bundesforste bei Klausen-Leopoldsdorf im Wienerwald (Bärengraben) geschnitten. Bevor die Naturreitgerten zum Einsatz kommen können, werden sie gebündelt und über mehrere Monate hinweg getrocknet. Vor Gebrauch werden die Gerten dann nochmals einen Tag lang ins Wasser gelegt, um die Haltbarkeit zu verlängern.